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Fussball regional Weltmeister Thürk schnappt sich auch die Europakrone
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17:42 12.08.2019
Hans-Joachim Thürk ließ sich bei der Masters-EM in Luxemburg nicht von den Spielchen der Konkurrenz beeindrucken. Quelle: European Powerlifting Federation
Luxemburg

Seinen ersten internationalen Wettkampf im Bankdrücken hatte Hans-Joachim Thürk direkt vergoldet und krönte sich im Mai in Tokio zum Senioren-Weltmeister. Nach dem Triumph hatte der 69-Jährige Blut geleckt. Nun demonstrierte der Stralsunder erneut seine Power. Thürk wurde in Luxemburg Europameister. 125 Kilogramm stemmte er in die Luft. „Welt- und Europameister in einem Jahr – das sind natürlich schöne Erlebnisse für mich“, berichtet der Rentner freudig.

Neben Thürk (Sieger AK 4 bis 105 Kilogramm) krallten sich noch zwei weitere Sportler des Greifswalder Kraftsportclubs „Greifenpower“, bei dem auch Thürk sportlich zuhause ist, europäisches Gold. Torsten Pecht (Siegerleistung 195 Kilogramm) und Andreas Pöhls (147,5) siegten in den jeweiligen Gewichts- und Altersklassen. Insgesamt waren die Greifswalder mit zehn Athleten im Nachbarland am Start.

Auch Philipp Ziemer (bis 66 kg) war auf Medaillenkurs. Er hatte in seinem zweiten Versuch mit 160 Kilogramm deutschen Rekord gedrückt. „Doch ein polnischer Kontrahent war um einige Gramm leichter als ich und hatte auch die Last geschafft. Um an ihm vorbeizugehen, hatte ich 167,5 kg auflegen lassen“, berichtet Ziemer. „Ich kam mit dem Gewicht von unten gut weg, konnte es dann aber nicht halten.“ Pechvogel aus Greifswalder Sicht war Thomas Brunnenknef, der drei ungültige Versuche hatte.

Für Thürk wurde die EM zur Nervenprobe. Sein österreichischer Hauptkonkurrent Franz Mracek versuchte es im Wettkampf mit einigen Psychospielchen. Thürk und Mracek meldeten nach dem Wiegen mit 120 Kilogramm Startgewicht. „Kurz vor dem Wettkampf kam er zu mir und sagte, er hätte gleich 122,5 Kilo auflegen lassen. Er wollte mich aus dem Konzept bringen“, erzählt der Stralsunder. Beide Kraftpakete meisterten den Auftakt, sodass der Österreicher vorn lag.

„Dann trat er zu seinem zweiten Versuch über 125 Kilo gar nicht erst an“, berichtet Thürk weiter. Mracek wollte wohl erst sehen, ob der Deutsche die nächste Hürde schafft. Und die nahm Thürk souverän. Nun lag der 69-Jährige vorn und sein zwei Jahre älterer Rivale musste liefern – und scheiterte bei 130 Kilogramm. „Damit war ich Europameister!“, jubelte Thürk. „Der Österreich hatte sich verzockt und bei der Siegerehrung – so schien es – auch einen kleinen Zappen“, grinst der Welt- und Europameister.

Hans-Joachim Thürk be der Siegerehrung. Links: Konkurrent Franz Mracek Quelle: European Powerlifting Federation

„Es ist erstaunlich, welchen Leistungsschub Hans-Joachim hinter sich hat. Zu Jahresbeginn war nicht unbedingt mit diesen Erfolgen zu rechnen. Er ist auch mental sehr stark geworden“, lobte Teamkollege Philipp Ziemer. „Er kommt jeden Sonntag in unsere Halle. In der Woche trainiert er dann immer daheim. Bei unserem Pensum kommen schon mehrere Tonnen Gewicht zusammen“, weiß Ziemer. Die Schufterei hat sich für die Greifswalder mit drei Europameistertiteln, einer Silbermedaille und weiteren fünf Top-10-Platzierungen ausgezahlt. Thürk ging sogar leicht geschwächt an den Start in Luxemburg. „Ein Magen-Darm-Infekt vor ein paar Wochen hat mir etwas Kraft geraubt“, bestätigt der Kraftkerl.

Bei der Europameisterschaft in Luxemburg traten die Bankdrücker in der RAW-Disziplin an. Das heißt, dass die Sportler ohne jegliche Hilfsmittel (spezielle Sportkleidung) auskommen mussten. Die Masters werden in vier Altersklassen gewertet. „Das war ein schöner internationaler Wettkampf, da war richtig was los“, berichtet Thürk.

Für den Doppelsieger 2019 steht jetzt eine Woche Urlaub an. Dann beginnt auch schon die Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft im November. Für Thürk könnte es der dritte große Titel in einem Jahr werden.

Von Horst Schreiber und Ralf Edelstein

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