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Fussball regional Wieder nichts gegen Förderkader: Grimmener SV zu harmlos
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10:54 12.05.2019
Grimmens Christian Schmidt tritt einen indirekten Freistoß im Strafraum des FC Förderkader, bleibt aber in der Mauer hängen. Quelle: Horst Schreiber
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Grimmen

Der FC Förderkader René Schneider ist für den Grimmener SV in dieser Saison kein gutes Pflaster. Schon im Hinspiel verloren die Trebelstädter nach durchwachsener Vorstellung mit 1:4. Am Sonnabend kam der GSV selten vor das gegnerische Tor und musste sich erneut gegen die Rostocker geschlagen geben – mit 0:3. Damit beendete Förderkader seine schwarze Serie von neun Verbandsliga-Spielen ohne Sieg.

In Grimmen war die Richtung bereits nach zwei Minuten klar. Hans Christian Schmidt verteilte einen Ball auf links zu Maximilian Buchmann, der in der Mitte Stürmer Jonah Grest als Abnehmer fand – 1:0. Der GSV brauchte eine Weile, um in die Partie zu kommen. Der erste Schuss aufs Tor nach einer Viertelstunde von Stephan Rambow war ungefährlich.

Die Hausherren standen tief. Dadurch hatten die Rostocker Innenverteidiger viel Platz für den Spielaufbau. Buchmann leitete einen Pass an den Strafraum mit der Hake – und etwas Glück – weiter an den heranstürmenden Linksverteidiger Marcel Jankowski, der das Spielgerät wuchtig zum 2:0 in die Maschen drosch (36.). „Wenn bei uns die Mitte offen war, wurde es brandgefährlich“, analysierte Grimmens Benjamin Peter treffend.

Kurz vor der Pause hätte Förderkader auf 3:0 erhöhen können, nachdem Grest auf Torhüter David Haake zustürmte. Eine klärende Grätsche von Christoph Vit wurde zur Vorlage für den Stürmer, der aber zu hoch zielte.

Nach dem Seitenwechsel blieb Förderkader spielbestimmend. Die Gäste wirkten frischer, stets einen Schritt voraus. Jankowski wurde auf links geschickt, in dessen Hereingabe Grest hineingrätschte. Der Ball flog aber am Tor vorbei.

Dann mal der GSV: Justin Bunge ersprintete einen Befreiungsschlag. Sein Abschluss rutschte ihm über den Schlappen und ging so am Tor vorbei. Wenig später brachte Christian Schmidt völlig frei nicht genug Druck hinter seinen Kopfball. In der Folge wurde es kurios: FC-Torhüter hielt den Ball für den Geschmack von Schiedsrichter Sven Frericks zu lange fest – es gab indirekten Freistoß im Förderkader-Sechzehner. Schmidts Abschluss blieb aber in der Neun-Mann-Mauer hängen. Grimmen war an diesem Tag einfach zu harmlos.

Förderkader dagegen eiskalt: Grest wurde geschickt, ließ zwei Verteidiger aussteigen und schloss cool ins kurze Eck ab – Vorentscheidung (76.). „Das ist ein Stürmer!“, brüllte Förderkader-Trainer Stephan Malorny freudig über den Platz.

Grimmen und Förderkader hatte jeweils noch eine Großchance. Peter scheiterte mit einer Direktabnahme nach Schmidt-Flanke an Keeper Fleischer. Die Gäste vertändelten vor dem leeren Tor. Es blieb beim leistungsgerechten Sieg für den FCFK, der sich nun auf fünf Punkte von Grimmen absetzte. „Das Ergebnis ist zu hoch aber auch nicht unverdient. Wir hatten kaum Chancen“, haderte Peter, der schon mit einer Rippenverletzung angeschlagen ins Spiel ging. „Wir haben versucht, Stephan Rambow mit hohen Bällen zu füttern, aber Förderkader hat das gut gemacht. Malorny versteht sein Handwerk“, ergänzt Peter, der wie Rambow selbst unter dem jetzigen Förderkader-Coach in der Jugend des FSV Bentwisch trainierte.

Der Trainerfuchs, dem 15 Spieler nicht zur Verfügung standen, atmete nach dem ersten Erfolgserlebnis seit Monaten tief durch. „Das war klar, dass es kompliziert werden würde. Schmidt hat zum Beispiel sein erstes Spiel von Anfang an gemacht – und das war richtig gut“, lobte Malorny seinen Debütanten, der zwei Tore initiierte. „Wir haben zuletzt starke Spiele gemacht, uns nur nicht belohnt. Jetzt wollten wir unbedingt das Erfolgserlebnis. Das war wichtig – schon für die Vorbereitung auf die kommende Saison.“

Bevor Malorny allerdings an der Spielzeit 2019/20 tüfteln kann, muss er mit seiner Elf noch gegen Kühlungsborn und in Ueckermünde ran. Grimmen, das trotz Pleite den Klassenverbleib sichert hat, spielt jetzt das Derby in Stralsund und hat zum Schluss Malchin zu Gast. Für beide Gegner geht es noch ums Überleben in der Verbandsliga.

GSV: Haake – Peter, Arend, Tilse, R. Schmidt, C. Schmidt, Vit, Bunge, Jeschke, Rambow, Ziems (60. Wrüske)

FCF: Fleischer – Hopfmann (60. Jahns), Böhm, Winkler, Jankowski, Gildemeister, Schmidt, Tarra, Buchmann, Lemke, Grest

Tore: 0:1, 0:3 Grest (2., 76.), 0:2 Jankowski (36.)

Horst Schreiber

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