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Wühn: Wir können Gegner von oben schlagen

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10:27 21.02.2020
Maurice Wühn hütet seit der Winterpause wieder das Tor des Grimmener SV. Quelle: Foto: Fußballfotografie Ulf Lange
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Grimmen

Für die Verbandsligafußballer des Grimmener SV beginnt mit dem Spiel beim Güstrower SC (Sa., 14 Uhr) erneut eine Serie von Spielen gegen die Spitzenteams der Liga. Unterstützung für den Kampf um den Klassenverbleib bekam die Mannschaft von Trainer Martin Walewski in der Winterpause durch ein altbekanntes Gesicht. Torhüter Maurice Wühn wechselt von der Trainerbank beim FSV Altentreptow zwischen die Pfosten des GSV.

Im OZ-Interview erzählt der 31-Jährige, wie es nach zwei Jahren zu seiner Rückkehr zum Grimmener SV kam und welche Ziele er sich gesetzt hat.

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Herr Wühn, wie kam der Kontakt und dann der spätere Wechsel zum GSV zustande?

Maurice Wühn: Der Kontakt ist nie komplett abgebrochen. Nach meinem Wechsel zum TSV Friedland hatten wir ja noch Duelle und auch zu einigen Spielern bestand immer Kontakt. Der Wechsel hat sich dann im letzten halben oder dreiviertel Jahr entwickelt.

Warum haben Sie sich für die Rückkehr ins GSV-Tor entschieden?

Es wurde für mich immer schwerer die Trainingsvorbereitung als Trainer und den Beruf zeitlich unter einen Deckel zu bekommen. Dazu habe ich beruflich viel im Raum Stralsund zu tun und so sind die Fahrwege kürzer.

Als Trainer beim FSV musste ich zuletzt immer wieder Einheiten ausfallen lassen, weil ich es nicht geschafft habe. Dazu war die Lust einfach noch mal da, selber und auf dem Niveau zu spielen.

Sie haben in der Vorbereitung alle Testspiele durchgespielt. Haben Sie direkt den Konkurrenzkampf im Tor gestartet, oder stellen Sie sich als Neuer hinten an?

Ich bin nach Grimmen gegangen, um im Tor zu stehen. Wenn man in meinem Alter noch einmal anfängt, will man auch spielen. Nach meiner langen Pause hat es mir sehr gut getan in den Testspielen so viel auf dem Feld zu stehen. Spielpraxis ist einfach in keiner Form zu ersetzen.

In den Testspielen gab es zum Teil deutliche Niederlagen. Wie bewerten Sie die Vorbereitung mit der Mannschaft?

Es war insgesamt eine schwierige Vorbereitung. Wir haben einen kleinen Kader, da müssen die Säulen dabei sein, sonst sind sie ganz schwer zu ersetzen. Und in einigen Spielen haben Leistungsträger wie Stephan Rambow oder Sven Berndt gefehlt – die konnten wir nicht ersetzen. Dazu muss man den jungen Spielern mit 18 oder 19 Jahren einräumen, ein paar Fehler zu machen, die eine Mannschaft wie Hansa II eiskalt ausnutzt.

Wir haben aber gut trainiert und viel ausprobiert. So können wir optimistisch in die Rückrunde gehen.

Was braucht es, um die Klasse am Ende der Saison zu halten?

Wir müssen als Mannschaft auftreten. Grimmen ist schon immer über den Kampf gekommen und war ein Team, gegen das die anderen nur ganz ungern spielen.

Wenn wir als ekliger Gegner auftreten, können wir als Mannschaft auch Gegner von oben aus der Tabelle schlagen und so für die eine oder andere Überraschung in der Liga sorgen.

Von Niklas Kunkel