Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Fussball regional Hansa Rostock verliert den Anschluss
Sportbuzzer Fußball Fussball regional Hansa Rostock verliert den Anschluss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:44 11.11.2019
Nach dem Abpfiff gegen Duisburg gab es enttäuschte Gesichter bei den Hansa-Profis. Quelle: Lutz Bongarts
Anzeige
Rostock

Jens Härtels Fazit nach lautete wie eine Kampfansage an die Konkurrenz. „Wenn wir so auftreten wie in der ersten Halbzeit, werden wir nicht mehr viele Spiele verlieren“, sagte der Trainer nach der zweiten Pleite in Folge, durch die Hansa den Anschluss nach oben vorerst verloren hat. Eine Halbzeit lang hatten die Rostocker Tabellenführer MSV Duisburg unter Kontrolle, doch am Ende standen sie mit leeren Händen da. „Wir müssen diese Niederlage akzeptieren, auch wenn es schwerfällt“, meinte Härtel erkennbar frustriert nach dem vermeidbaren 1:2 (0:0), das durch eine Knieverletzung von Kai Bülow zusätzlich getrübt wurde (siehe Beitrag unten).

Fast 14 000 Zuschauer konnten sich am Sonnabend im Ostseestadion ein Bild davon machen, warum Hansa – anders als die höchst effektiven Duisburger – (noch) kein Spitzenteam ist und in der Tabelle nun wieder Richtung Mittelmaß durchgereicht wird. Im ersten Durchgang erspielten sich die Gastgeber zwar „eine Menge Chancen“ (Härtel), doch vor dem Tor fehlte es an Konsequenz und Qualität.

Kapitän Riedel schmort wieder nur auf der Bank

Neidhart (4. Minute), Breier, Omladic (beide 19.), Opoku (28.), Reinthaler (29.) und Pepic (39.) ließen beste Möglichkeiten aus. Andere kamen aus Fahrlässigkeit gar nicht zustande. Weil man „den letzten Pass in die Box, die entscheidende Eingabe“ unpräzise gespielt habe, haderte der Trainer, der Kapitän Julian Riedel wieder auf der Bank schmoren ließ und die Routiniers Adam Straith und John Verhoek nicht mal in den Kader berief: „Das Einzige, das wir uns vorwerfen müssen, ist dass wir den MSV in der ersten Halbzeit am Leben gelassen haben.“

Auch Nik Omladic tat die erneute Pleite „sehr weh“. Man dürfe aber nicht vergessen, „wo wir im August waren. Wir müssen weiter positiv bleiben“, sagte der Offensivmann mit Blick auf die zwischenzeitliche Serie von acht Spielen ohne Niederlage, die Hansa im August in Ingolstadt (2:2) gestartet hatte. „Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt, wenn nicht drei“, befand Pascal Breier. „Wir haben wenig zugelassen. Aber dann schlägt Duisburg zwei Mal eiskalt zu, sie waren einfach effektiver als wir.“

Nach Bülows Verletzung kippte das Spiel

Nach der Verletzung von Bülow – Hansa war noch in Unterzahl – nutzte Lukas Scepanik per Seitfallzieher eine Unaufmerksamkeit in der Hansa-Deckung zum 0:1 und stellte damit den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf (53.). „Jeder im Stadion hat gesehen, dass wir zwei unterschiedliche Halbzeiten gespielt haben“, konstatierte MSV-Coach Torsten Lieberknecht, dessen Duisburger nun ihre Passivität ablegten.

Aber zunächst gelang Nikolas Nartey nach Vorarbeit von Opoku und Neidhart mit einem kompromisslosen Schuss aus elf Metern Torentfernung noch das verdiente 1:1 (55.).Lange währte die Freude des Dänen über seinen ersten Treffer nicht. Duisburg dominierte und belohnte sich mit dem 2:1 durch Vincent Vermeij, dessen Kopfball vom Innenpfosten ins Tor prallte (82.). „Das ist extrem bitter. So ist das im Fußball: Wenn du die Dinger vorn nicht machst, bekommst du sie hintern rein. Die schießen zweimal aufs Tor und gewinnen hier“, meinte Nico Neidhart. Jens Härtel bemühte sich um eine positive Sicht der Dinge: „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat eine Reaktion gezeigt, die wir erwartet haben. Die erste Halbzeit war eine der besten seit ich hier Trainer bin.“

Von Sönke Fröbe

Landesklasse-Team zieht sich nach einem Jahr mit Chaos und sportlichem Misserfolg aus dem Spielbetrieb zurück. Martin Sikorski will seinen Verein aber nicht aufgeben und im kommenden Jahr einen Neustart wagen.

07.11.2019

Sportchef und Trainer fordern nach der Auswärtsniederlage beim Schlusslicht in Jena gegen den MSV Duisburg eine Reaktion von der Mannschaft. Der Zweitligaabsteiger und Aufstiegskandidat kommt am Sonnabend als Tabellenführer ins Ostseestadion nach Rostock.

07.11.2019

Kippt das Aufstiegsverbot für Spielgemeinschaften? Erfreuen sich die Fußballzusammenschlüsse bald größerer Akzeptanz? Nach dem Vereinsdialog zwischen Landesfußball-, Kreisfußballverband und Vereinsvertretern von SG Empor Sassnitz und 1. FC Binz herrscht Optimismus, dass dem Thema „Spielgemeinschaft“, was aufgrund von demografischen Entwicklungen brandaktuell ist, künftig mehr Beachtung geschenkt wird.

07.11.2019