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Sportbuzzer Seawolves-Krise: Wie wären naiv, wenn wir uns nicht mit anderen Szenarien beschäftigen würden.
Sportbuzzer Seawolves-Krise: Wie wären naiv, wenn wir uns nicht mit anderen Szenarien beschäftigen würden.
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16:36 01.11.2019
Haben derzeit viel Gesprächsbedarf und stehen unter Ergebnis-Druck: Trainer Milan Skobalj (r.) und sein Co-Trainer Andreas Barthel. Quelle: Gunnar Rosenow
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Rostock

Die sportliche Krise bei den Rostock Seawolves macht auch um die Entscheidungsträger im Stamm-Klub EBC keinen Bogen. Nach der fünften Pleite in Serie (76:85 in Paderborn, die OZ berichtete) und dem Absturz auf Platz 15 kam am Freitagvormittag der Vorstand – bestehend aus Vereinspräsident André Jürgens, Vize Dirk Buchholz, Finanzwart Werner Stoll und Rechtsanwalt Tamàs Ignàcz als erweitertes Vorstandsmitglied zusammen. Lediglich Marcus Fahrenkrug, ebenfalls im erweiterten Vorstand, fehlte.

Über drei Stunden tagten die Vereinsbosse zusammen mit dem Sportlichen Leiter Jens Hakanowitz und berieten über den Ausweg aus der Talsohle und mögliche personelle Konsequenzen. Die soll es laut Vereins-Boss André Jürgens (noch) nicht geben. „Wir haben einen klaren Fahrplan erarbeitet, wie wir aus der Misere herauskommen wollen. Dem ordnen wir alles unter. Der erste Schritt ist, dass wir alle in dieser für uns neuen und beängstigenden Situation zusammenstehen, gemeinsam mit Mitgliedern und Fans“, betont Jürgens.

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Dennoch gibt es auch einen Plan „B“, sollte der Umschwung in den nächsten Spielen ausbleiben. „Wir wären naiv, wenn wir uns nicht mit anderen Szenarien beschäftigten würden. Aber wir sind zuversichtlich, dass Plan „A“ funktioniert“, verdeutlicht der Hallensprecher.

Ob und welche personellen Konsequenzen es geben könnte, darüber schwieg sich Jürgens aus. Fakt ist, dass die neu zusammengestellte Mannschaft noch nicht funktioniert. Sieben neue Spieler kamen im Sommer, neun mussten gehen oder verließen den Verein freiwillig, wie Terrell Harris, den es nach Chemnitz (2.) zog. Spielmacher Chase Adams musste den Klub bereits wieder verlassen, konnte in den wenigen Monate in Rostock nicht überzeugen. Ein Nachfolger wird immer noch gesucht. „Wir haben Handlungsdruck, wissen aber, dass der Schuss sitzen muss. Wir werden die Position zeitnahe besetzen“, erklärt André Jürgens.

Zum enorm wichtigen Heimspiel am Sonntag (16 Uhr) gegen die Artland Dragons, die wie die Seawolves mit zwei Punkten im Tabellenkeller liegen, wird eine Neuverpflichtung aber noch nicht vorgestellt werden.

Unabhängig davon ist der Erfolgsdruck vor heimischer Kulisse enorm. Sollte es eine weitere Pleite geben, müssen sich die Seewölfe auf den harten Kampf um den Klassenerhalt einstellen.

Tickets unter: tickets.seawolves.de und Tageskasse ab 14.30 Uhr.

Von René Warning