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Sportbuzzer Hansa Rostock: Nach der Pokal-Kür kommt die Pflicht
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15:32 29.10.2021
Hansa-Stürmer Streli Mamba beendete im Pokalspiel in Regensburg seine persönliche Torflaute.
Hansa-Stürmer Streli Mamba beendete im Pokalspiel in Regensburg seine persönliche Torflaute. Quelle: Adam Pretty/Getty
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Rostock

Hansas emotionale Achterbahnfahrt in der englische Woche geht in die dritte Runde. Nach Pauli-Klatsche und Pokal-Triumph soll am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf auch in der Liga ein Erfolgserlebnis her. „Wir spielen zu Hause, wir wollen den Zuschauern gerne den zweiten Heimsieg schenken“, sagt Trainer Jens Härtel, für den die Punktspiele Priorität haben. Seine Mannschaft kann im Ostseestadion wieder mit großer Unterstützung rechnen, die Euphorie um Hansa dauert an: Gut 20 000 Tickets waren am Donnerstag bereits für das Spiel des Tabellen-13. gegen den Neunten verkauft.

Vier Tage nach dem gewonnen DFB-Pokalspiel in Regensburg wartet mit der Fortuna ein Lieblingsgegner auf die Rostocker: In bislang sieben Ligaduellen im Ostseestadion gegen Düsseldorf ging Hansa nie als Verlierer vom Platz (vier Siege, drei Unentschieden), und das soll so bleiben. Die 120-Pokalminuten plus Elfmeterschießen am Mittwoch hätten seine Mannschaft zwar viel Kraft und Nerven gekostet, aber der Einzug ins Achtelfinale sei vor allem auch ein Motivationsschub für die Vorbereitung auf die Fortuna: „Diese positive Emotion hilft natürlich bei der Arbeit mit der Mannschaft. Alle haben ein Lächeln im Gesicht und kommen gerne zum Training.“

Das galt, zumindest am Donnerstag, nicht für Calogero Rizzuto. Der Außenverteidiger musste in Regensburg angeschlagen ausgewechselt werden und konnte noch nicht wieder trainieren. Ob es bei ihm bis Sonntag reicht, ließ Härtel offen. Vor seiner Rückkehr in die Anfangself steht dagegen Nik Omladic. Der 32-jährige Offensivmann wurde zuletzt geschont und stand gegen die Oberpfälzer nicht im Kader. „Ihm fehlte ein bisschen die Frische“, begründete der Trainer. Er sei am Sonntag aber auf jeden Fall ein Kandidat für die erste Elf.

Ob er wieder genauso stark rotieren lässt wie am Mittwoch (sechs Wechsel in der Startelf), darauf wollte sich Jens Härtel noch nicht festlegen. „Dass wir auf ein paar Positionen wechseln werden, ist klar.“ Bisherigen Reservisten, wie Pokal-Matchwinner Pascal Breier, Torschütze Julian Riedel und Ryan Malone bescheinigte der Trainer gegen Regensburg eine „ordentliche Leistung“ – das vergrößert seine personellen Optionen für Sonntag. „Es ist gut, dass das funktioniert hat und die Jungs gezeigt haben, dass sie zurecht bei uns im Kader stehen und ihren Job machen, wenn es drauf ankommt.“

Neues Selbstvertrauen tankte auch Streli Mamba. Der Stürmer, der in der Liga bisher nur ein Mal getroffen hat, beendete mit seinem 2:0 nach zwei Monaten seine persönliche Torflaute. Was auch in Regensburg trotz aller Umstellungen nur bedingt funktionierte, war die Defensive: In den letzten beiden Spielen musste Torwart Markus Kolke trotz starker Leistungen insgesamt sieben Bälle aus seinem Netz holen.

Fortuna Düsseldorf, übrigens mit Ex-Hansa-Manager Uwe Klein als Sportvorstand (November 2014 bis Dezember 2015), reist unter umgekehrten Vorzeichen als Hansa an: in der Liga zuletzt erfolgreich (3:1 gegen Karlsruhe, 1:1 beim HSV), dafür im Pokal ausgeschieden (0:3 in Hannover). „Da ist schon ein wenig Dampf auf dem Kessel. Ähnlich wie wir nach dem St.-Pauli-Spiel, werden sie auf jeden Fall eine Reaktion zeigen wollen. Darauf müssen wir vorbereitet sein“, meinte Härtel, der wieder mit einem heiß umkämpften Duell rechnet. „Die Düsseldorfer werden Intensität auf den Platz bringen. Sie haben andere Ziele als wir, mit jetzt 15 Punkten sind sie nicht zufrieden. Sie müssen sehen, dass sie die Kurve kriegen.“

Liveticker: oz-sportbuzzer.de

Von Sönke Fröbe