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Lokalsport Marcel Jankowski ist Tausendsassa beim Förderkader
Sportbuzzer Lokalsport Marcel Jankowski ist Tausendsassa beim Förderkader
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02:06 04.12.2019
Marcel Jankowski in seinem Element: Beim Training der U-17-Junioren gibt er klare Anweisungen. Als Coach hat der ehrgeizige Rostocker hohe Ansprüche an sich und seine Spieler. Quelle: Philipp Enric Lange
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Rostock

„Gut, Männer. Feld abbauen und dann kommen wir zusammen!“, schallt es über den Kunstrasen des FC Förderkader René Schneider am Damerower Weg, als Marcel Jankowski das Training der U  17 beendet. Wenig später steht er vor seinem Team. Mit klaren Worten spricht er zu den Jugend­lichen. Der 25-Jährige ist zufrieden, lobt und gibt Hinweise, wie sich die Spieler verbessern können. Während seine Jungs kurze Zeit später die warme Dusche genießen können, tauscht Jankowski seine Trainer- gegen Spielerklamotten, bleibt auf dem Feld und trainiert fortan als Aktiver bei den Verbandsliga-Kickern mit, für die er seit rund sieben Jahren gegen den Ball tritt.

Die Doppelbelastung reicht dem Rostocker allerdings noch nicht. Seit einem Jahr ist er mehr als „nur“ Fußballer oder Trainer beim FC  Förderkader. Im Dezember 2018 übernahm er die Aufgabe des Jugendkoordinators von Vereinsgründer Henryk Pyritz. Und mehr noch: Vor zwei Wochen wurde Marcel Jankowski in dieser Rolle in den Vorstand gewählt. Zusammen mit dem Vorsitzenden Horst Greinert, Pierre Malorny (Marketing) und den ebenfalls neuen Mitgliedern Stephan Malorny (Sport) und Michael Schumacher (Sponsoren) gehört er zu den wichtigsten Entscheidungsträgern im Verein. Jankowski freut sich über das ihm entgegengebrachte Vertrauen. „Das ist schon sehr besonders, als so junger Mensch in das Gremium gewählt zu werden. Mein Aufgabenbereich ändert sich dadurch allerdings nicht“, sagt er.

Marcel Jankowski kümmert sich um alle Belange im Nachwuchs. Er entwickelt zusammen mit seinen Kollegen Trainingspläne, führt Kadergespräche, plant die Platzbelegung, sichtet neue Spieler und Trainer. Seine wichtigste Aufgabe sei die Umsetzung der Vereinsphilosophie. „An erster Stelle steht die gute fußballerische Ausbildung unserer Nachwuchsspieler, die wir dann in unsere Herrenmannschaften integrieren wollen. Dazu gehört auch charakterliche Entwicklung unserer Jungs. Es geht darum, unsere Jugendlichen aufs Leben vorzubereiten“, erklärt der Inhaber der Trainer-B-Lizenz. Dazu gehört eine von ihm initiierte Hausaufgabenhilfe und die Zusammenarbeit mit Firmen aus Rostock und Umgebung, um Ausbildungsplätze für die älteren Kicker vermitteln zu können. „Wir erhoffen uns dadurch eine noch höhere Identifikation mit unserem Verein“, meint Jankowski.

Er selbst gilt als Vorbild für die Talente. Seit 2010 ist der ausgebildete Physiotherapeut beim FC  Förderkader. Nach seinen Anfängen bei Heimatklub TSV  Wustrow wurde der talentierte Kicker bis zu den C-Junioren beim FC  Hansa ausgebildet, ehe er über die Zwischenstation FSV Bentwisch zum FC  Förderkader wechselte. Dort kickte er zunächst zwei Jahre lang in der U  19. Anschließend entwickelte sich der Verteidiger mit dem starken linken Fuß zur Stammkraft in der ersten Mannschaft des Sechstligisten.

Nach und nach übernahm Marcel Jankowski weitere Aufgaben im Verein. Er coachte zunächst ein Nachwuchsteam und engagierte sich später als Koordinator im Kleinfeldbereich. Sein Mentor und Herren-Trainer Stephan Malorny erkannte früh seine Qualitäten abseits des Spielerdaseins. „Marcel hat schnell durch Handeln überzeugt, nicht durch Reden. Mit seinen Vorstellungen eckte er auch an. Aber er hat sich nie von seinem Weg abbringen lassen“, lobt der A-Lizenzinhaber, der sich nahezu täglich mit seinem Ziehsohn austauscht.

Marcel Jankowski würde am liebsten immer beim FC Förderkader bleiben. „Es gibt auch keinen Grund, von hier wegzugehen. Mir gefällt der familiäre Umgang im Verein. Das habe ich bisher noch nicht so erlebt“, schwärmt er. Was zu meckern hat er aber doch. „In der ersten Herrenmannschaft könnte es besser laufen. Wir haben noch keinen Sieg eingefahren, obwohl wir spielerisch gute Leistungen zeigen. Das wollen wir schnell ändern“, sagt Jankowski. Nur noch ein Spiel in der Hinrunde könnte den ersten Erfolg bringen. Doch die Aufgabe wird nicht einfach. Der Förderkader muss am Sonnabend (13 Uhr) beim Tabellenzweiten 1.  FC  Neubrandenburg ran. Marcel Jankowski gibt sich kämpferisch. „Wir werden alles dafür tun, um dort zu punkten. Vielleicht sorgen wir für eine Überraschung.“

Von René Warning

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