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Lokalsport Basketball: Rostock Seawolves feiern gegen Karlsruhe mit sechstem Heimsieg in Serie Zweitliga-Vereinsrekord
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Rostock Seawolves feiern gegen Karlsruhe mit sechstem Heimsieg in Serie Zweitliga-Vereinsrekord

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10:28 04.01.2021
Toni Nickel (r.) debütierte im Spiel gegen Karlsruhe für die Rostock Seawolves in der 2. Liga. Quelle: Foto: Gunnar Rosenow
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Rostock

Fulminanter Start der Rostock Seawolves ins Jahr 2021. Der Tabellenführer der 2. Basketball-Bundesliga ProA überrollte in der Stadthalle die PS Karlsruhe Lions und gewann mit 93:68 (57:35). Der Tabellenneunte aus Baden-Württemberg ließ zuletzt durch einen Sieg gegen Aufstiegsfavorit Bremerhaven aufhorchen, hatte bei den Seewölfen aber keine Chance. Die stellten gestern mit dem sechsten Heimsieg in Folge einen weiteren ProA-Rekord auf. Zuvor feierten sie schon sieben Siege am Stück und das erste 100-Punkte-Spiel in der Liga.

Entsprechend glücklich analysierte Seawolves-Coach Dirk Bauermann: „Ein imponierende Leistung unserer Mannschaft. So muss man daheim und als Tabellenführer auftreten dem Gegner von Beginn an jede Hoffnung auf einen Sieg nehmen. Defensiv waren wir verbessert, die Arbeit der vergangenen Trainingstage hat sich ausgezahlt.“

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Die Seawolves dominierten gegen den Tabellenneunten die Anfangsphase, führten schnell mit 10:0 (3. Minute), kurz darauf sogar mit 15 Punkten Vorsprung. Dabei trafen sie sechs ihrer ersten sieben Würfe. Doch die Führung schmolz bis zum Ende des ersten Viertels auf sechs Zähler (25:19). Coach Bauermann musste seine Truppe in der Viertelpause wieder auf seine Stärken besinnen. Dies gelang: Die Seewölfe spielten einen überragenden zweiten Spielabschnitt und erhöhten die Führung bis zur Halbzeit auf 57:35. Defensiv hatten die Hausherren alles im Griff, trafen mit 10 von 18 erfolgreichen Dreipunktwürfen zudem stark von außen.

Die zweite Halbzeit begann ruhiger. Drei Minuten brauchten die Seawolves für den ersten Korberfolg. Da sie aber defensiv weiterhin gut dagegenhielten, konnten die Gäste nicht näher rankommen. Vor dem letzten Spielabschnitt führten die Gastgeber komfortabel mit 69:45.

Im letzten Viertel kamen bei den Rostockern erstmals in dieser Saison die Eigengewächse Toni Nickel und Svante Schmundt zum Einsatz. Bei seinem Debüt konnte Nickel sofort zwei Punkte erzielen. Schmundt blieb punktlos, war aber begeistert vom erstem Auftritt in der 2. Bundesliga: „Der Kracher wird, wenn ich gleich nach Hause und komme und meinte Eltern schon im Flur stehen. Die freuen sich sicher noch mehr als ich“, schwärmte der 18-Jährige und fügte hinzu: „Ich selbst hätte erwartet, dass ich noch viel nervöser bin. Aber sobald man aufs Feld geht, ist es ein ganz normales Spiel.“

Auch der zuvor sechs Wochen verletzte Stefan Ilzhöfer kam wieder ins Team, verbuchte in sechs Minuten drei Punkte und zwei Assists. „Es hat sich sehr gut angefühlt, wieder dabei zu sein. Nicht spielen zu können, ist immer schwierig“, sagte Ilzhöfer, der die ersten drei Viertel noch draußen saß. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir defensiv sehr gut agiert. Da lag auch der Fokus drauf. Offensiv haben wir schon die ganze Saison keine Probleme, unsere Leistung abzurufen“, resümierte der 25-Jährige, der noch ein paar Wochen brauche, um wieder auf Topniveau zu spielen.

Topscorer bei den Seawolves war Keith Wright, dem mit 18 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double gelang.

Die Mecklenburger wollen am kommenden Wochenende ihre Spitzenposition in der Liga verteidigen. Dann gastieren sie am Sonnabend (19 Uhr) bei den Panthers Schwenningen.

Seawolves: Wright 18 Punkte/12 Rebounds, Yakchali 17/4, Veideman 13/2, Loesing 11/3, Reischel 8/4, Skobalj 8/3, Gloger 7/1, Theis 6/1, Ilzhöfer 3/1, Nickel 2/0, Jost 0/2, Schmundt 0/0.

Von Marten Vorwerk