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Lokalsport Ex-Boxer Sebastian Sylvester spielt jetzt bei den Hengsten
Sportbuzzer Lokalsport Ex-Boxer Sebastian Sylvester spielt jetzt bei den Hengsten
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15:17 19.11.2018
Schiebchen mit Vereinskollegen vom HFC Greifswald. Box-Weltmeister Sebastian Sylvester (r.) spielt jetzt bei den Alten Herren Fußball. Quelle: FOTO: Werner Franke
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Greifswald

Als Boxer war er Einzelkämpfer – als Fußballer ist er Teamplayer. Sebastian Sylvester, ehemaliger Profi-Boxweltmeister, läuft jetzt regelmäßig dem Ball hinterher. Er spielt für die Alten Herren des HFC Greifswald. „Ich zehre dabei immer noch von meiner enormen Ausdauerfähigkeit, die ich ja auch als Boxer hervorragend drauf hatte“, sagt Sylvester. „Beim Boxen musste ich für mich ganz allein über den Ablauf im Ring und den Kampf gegen den Gegner entscheiden. Beim Fußball kann der Einzelne natürlich nicht überall sein. Teamgeist ist da gefragt.“ Sylvester hat sich gut in die Mannschaft der „Hengste“ integriert, für die er seit gut drei Jahren spielt. Der HFC AH steht in der aktuellen Tabelle der Senioren auf Platz drei.

Der 38-jährige Greifswalder weiß natürlich, wie sich Erfolge „anfühlen“. In seiner Profikarriere als Boxer, die er im Jahr 2002 begonnen hatte, ist er schließlich Europameister (2003) und Weltmeister (2004/Verband NBA) geworden. Letzteren Titel hat er mehrmals verteidigt. 2010 gelang ihm dies ein letztes Mal. 2011 hat Sylvester seine sportliche Laufbahn im Ring beendet. Er wurde Trainer im Team Sauerland und hat hier unter anderem auch den Greifswalder Dennis Lewandowski betreut, der später Juniorenweltmeister wurde.

Sylvester verdient seine täglichen „Brötchen“ als Personal-Trainer. Der „Hurrikan“, so sein Kampfname bei den Boxern, ist auch auf diesem Gebiet ein Wirbelwind. „Ich trainiere Anwälte, aber auch viele Büromitarbeiter, die sportlich voran kommen und sich auch über die Maßen körperlich anstrengen wollen“, berichtet Sylvester. Auch er selbst ist, und das sehr oft in Familie, viel öfter als nur im Fußball sportlich aktiv. Mit Ehefrau Diana und Tochter Lea ist er sehr viel im „Wellyou Fitnessstudio“ zu finden. „Nach einundzwanzigeinhalb Jahren macht meine Frau wieder intensiv mit“, lacht Sylvester. Und dennoch bleibt auch Zeit für Individual-Sportarten, die vornehmlich von der Ausdauer abhängen. So war Sylvester beim diesjährigen Greifswalder City-Lauf ganz vorn dabei, wie auch beim Fredrich-Gedenklauf in Lubmin vor einem Jahr, oder auch beim MSR, dem deutschen Radmarathon. „Über 300 Kilometer ist man da auf dem Rad unterwegs.“, sagt Sylvester. „Ausdauer ist eben alles!“

Die beweist der 38-Jährige auch Woche für Woche beim Training und bei den Punktspielen für die „Hengste“. Und dabei spielt er nicht nur für die Alten Herrren. „Ich helfe wenn Not am Mann ist auch bei der Ersten aus“, erzählt Sylvester. Und dabei stört es ihn – rein sportlich – auch nicht, wenn es mal eine derbe Niederlage (wie das 1:7 vor einer Woche) mit dem Team gibt. „Wenn es zeitlich passt, helfe ich gern aus. Eine ständige Doppelbelastung muss es aber nicht sein“, sagt Sylvester. Er freut sich, wenn er auf und neben dem Sportfeld erkannt wird und geht ganz sachlich damit um. „Na klar, die Leute kennen mich ja aus dem Fernsehen. Heutzutage bin ich einer von ihnen, ein ganz normaler Sportler.“

Fußball war auch während seiner Ausbildung zum Boxer „schon immer ein Thema. Wir haben immer gute 30 Minuten gespielt, von daher bin ich dieser Sportart immer noch verbunden“, sagt der ehemalige Boxer. Mit den „Hengsten“ trifft er sich jetzt – in der Punktspielpause – immer freitags zum Training. „In der Mannschaft ist er im Lauf, links wie rechts, aufgestellt“, berichtet Dirk Arendt, der Mannschaftsleiter des Greifswalder Alt-Herren-Teams. „Sebastian ist ein Typ. Er ist bei ganz gut bei uns eingeschlagen und ein echter Kumpel .“ Die Teammitglieder profitieren im Spiel von seiner Ausdauer. „Sebastian ist aber auch außerhalb des Sport immer mit dabei“, sagt Arendt.

Ralf Edelstein

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