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Lokalsport Eishockey: Pleiten-Wochenende für die Piranhas
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Siegloses Wochenende für die Piranhas

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13:26 17.11.2020
Die Tore von REC-Stürmer Tom Pauker (l.) gegen die Hannover Scorpions und die Indians reichten nicht für einen Sieg der Piranhas. Quelle: FOTO: Nina Cathrin Sulzer
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Rostock

In der Eishockey-Oberliga Nord hatten die Rostock Piranhas am vergangen Wochenende zwei Mal das Nachsehen. Nach der 5:9-Heimniederlage am Freitagabend gegen die Hannover Scorpions mussten sich die Ostseestädter zwei Tage später auch beim niedersächsischen Stadtrivalen Hannover Indians mit 4:5 (2:2, 0:1, 2:2) geschlagen geben. „Das Team hat gut gekämpft. Wir müssen das Positive mitnehmen“, meinte REC-Coach Niels Garbe.

Beim Auftritt gegen die Indians stellte der Coach eine „deutliche Leistungssteigerung“ fest. „Wir haben uns aber durch individuelle Fehler selber ein Bein gestellt“, resümierte Garbe. Wie schon am Freitagabend liefen die Hanseaten erneut einem Erneut einem frühen Rückstand (3.) hinterher. Aber sie bewiesen Moral. In der neunten Minute glich Filip Stopinski für die Raubfische aus, ehe Tom Pauker sogar den Führungstreffer erzielte (15.). In einem Duell auf Augenhöhe markierten die Gastgebern noch vor der Drittelpause den Ausgleich.

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Im zweiten und zu Beginn des dritten Drittels gingen die Indians mit zwei Toren in Führung. Die Ostseestädter ließen jedoch erneut die Köpfe jedoch nicht hängen und kämpften sich zurück ins Spiel. August von Ungern-Sternberg verkürzte auf 3:4 (44.), ehe Matthew Pistilli sogar zum vielumjubelten Ausgleich traf (49.). Erst eine Minute vor dem Ende gelang den Hausherren doch noch der Siegtreffer.

REC: Steffen – Gerstung, Becker, Frick, Seckel, Noack, Raab – Voronov, von Ungern-Sternberg, Stopinski, Pistilli, Pauker, Brockelt, Stanley, Dunbar, Müller, Schubert.

Die Heimpremiere der neuen Saison war für die Raubfische in doppelter Hinsicht ein Tag zum Vergessen. Neben der 5:9-Pleite mussten die Gastgeber erstmals auch ohne die Unterstützung ihrer zahlreichen Anhänger auskommen. Denn wegen der Corona-Pandemie bleibt auch den Eishockey-Fans vorerst der Zutritt verwehrt. „Da müssen wir jetzt durch. Alle Mannschaften haben das gleiche Problem“, meint Garbe.

Die Hanseaten waren schon nach 43 Sekunden einem Rückstand hinterhergelaufen. Die Gäste spielten extrem effektiv und verwandelten nahezu jede Möglichkeit und sorgten mit vier Toren im ersten Drittel bereits für klare Verhältnisse.

Die Piranhas ließen mehrere Chancen ungenutzt. Scorpions-Schlussmann Preuß reagierte wiederholt glänzend. Für das zweite REC-Tor sorgte Jörg Noack mit dem 2:6. Drei Gegentreffer am Stück leiteten im letzten Drittel die endgültig Pleite ein. Sowohl das 3:9 von Weißwasser-Leihspieler Luis Rentsch als auch die beiden Treffer von Tom Pauker in den letzten Minuten änderten an der klaren Niederlage nichts mehr.

„Das war schlecht. Da hat vieles nicht gepasst. Das Spiel müssen wir ganz schnell vergessen“, meinte Vizepräsident Christian Trems. Trainer Garbe ergänzte nach dem sieglosen Wochenende: „Die Saison ist lang. Es liegen noch viele Spiele vor uns. Wir müssen uns weiter steigern.“

Von Ben Brümmer