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Zwingt die Corona-Krise die Rostock Griffins in die Knie

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19:01 19.03.2020
Ist bald der ganze Klub am Boden? Die Rostock Griffins müssen im Falle einer Saisonabsage möglicherweise Insolvenz anmelden. Quelle: Gunnar Rosenow
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Rostock

Mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison in der German Football League II, der zweiten Liga der American Footballer, wurden auch die Rostock Griffins von den Umständen um den Corona-Virus hart getroffen. Wenig überraschend hat der AFVD, der Deutsche Football-Verband, Anfang der Woche den Saisonstart um zunächst fünf Wochen verschoben. Der Auftakt mit einem großen Eröffnungsspiel sollte am letzten April-Wochenende bei Meister Braunschweig Lions stattfinden. Die Griffins wären eine Woche später in Hamburg bei den Huskies gestartet.

„Das GFL-Ligadirektorium und das AFVD-Präsidium haben zusammen mit dem AFVD Krisenstab die Festlegungen getroffen, dass versucht werden soll, die Saison 2020 von GFL und GFL2 auszutragen, diese aber fünf Wochen später, als bislang geplant, zu beginnen“, heißt es in der Pressemitteilung des Verbandes. Demnach würde sich die ohnehin halbjährige Pause bis Mitte Juni verschieben. Die geplante Sommerpause während der mittlerweile abgesagten Fußball-EM soll dafür entfallen.

Jens Putzier, der Sportliche Leiter der Griffins, hofft, dass die Saison dann auch beginnen kann. „Wir wünschen uns natürlich, dass sich jeder an die empfohlenen Maßnahmen hält, sodass der Virus bezwungen werden kann und wir loslegen können. Ich bin vorsichtig optimistisch. Aber auch wir müssen die Entwicklung in den nächsten Tagen beobachten“, sagt der 46-Jährige.

Dass der Ligastart ganz abgesagt wird oder noch weiter nach hinten verlegt wird, glaubt und hofft der Vereinspräsident nicht. „Die Lage muss natürlich jederzeit bewertet werden. Aber auch für die Football-Vereine ist so eine Situation, wie sie derzeit herrscht, existenzbedrohend“, verdeutlicht Putzier. Seine Greifen wären von einer Insolvenz bedroht, sollte die Saison nicht starten und Sponsoren von ihren Verträgen zurücktreten.

Um dieses Schreckens-Szenario zu vermeiden, befindet sich der Rostocker in Gesprächen zum Thema Kurzarbeit. „Es ist möglich, dass wir in der kommenden Woche für unsere 13 Mitarbeiter inklusive dem Trainerstab diese Maßnahme beantragen. Wir können nach den vielen behördlichen Anordnungen unseren Verpflichtungen nicht nachkommen, weil unter anderem die Plätze und Sporthallen gesperrt sind. Von daher wird dieser Schritt notwendig werden“, erklärt Putzier seine Überlegungen.

Dennoch müssen parallel die Weichen für einen möglichen Saisonstart gestellt werden. Mehrere internationale Spieler sind bereits in Rostock eingetroffen, müssen sich bis zur ersten Trainingseinheit mit dem Team allerdings noch gedulden. Auf zwei Spieler aus dem Ausland warten die Griffins hingegen noch. Der Brite Ayo Oyelola sollte eigentlich nach seinem Studienabschluss nach Deutschland kommen. Doch die Prüfungen wurden verschoben. Gleiches gilt für einen Franzosen, der derzeit in Kanada lebt. Den Namen wollte Putzier noch nicht preisgeben, da nun offen ist, ob der Transfer tatsächlich in der Form auch stattfinden kann.

Eine Verpflichtung hat sich bereits zerschlagen. US-Boy Corey Lancanaria, der als Wide Receiver zu den Griffins stoßen sollte, zog sich in der vergangenen Woche eine Kreuzband-Verletzung zu. Der bereits geschlossene Kontrakt wurde in beiderseitigem Vernehmen aufgelöst.

Ob Lancanaria überhaupt gebraucht worden wäre, wird sich frühestens in der kommenden Woche entscheiden. Dann sollen weitere Maßnahmen besprochen und vom AFVD verkündet werden.

Von René Warning

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