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Sportbuzzer RHC bringt Sieg über die Zeit
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RHC gibt Sieg gegen Pro Sport Berlin fast aus der Hand

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17:26 16.02.2020
Frances Krüger wird am Sechs-Meter-Raum freigespielt und trifft hier gegen Pro Sport 24 Berlin. Beim 29:27-Erfolg erzielte Krüger fünf Treffer. Quelle: Rene Warning
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Rostock

Große Erleichterung herrschte am Sonnabend bei den Handballerinnen des Rostocker HC. Denn fast hätte der Viertligist gegen Pro Sport 24 Berlin eine Fünf-Tore-Führung in der Schlussphase noch aus der Hand gegeben. Doch am Ende behielt das Team von Ute Lemmel in der Fiete-Reder-Halle in Marienehe die Ruhe und brachte vor 150 Zuschauern einen verdienten 29:27 (15:13)- Erfolg über die Zeit. Damit bleiben die Ostseestädterinnen in der Oberliga Ostsee-Spree als Zweiter (29 Punkte) weiter in Schlagdistanz zum Tabellenführer Pfeffersport (31).

Trotz des Erfolges sparte RHC-Akteurin Frances Krüger nicht mit Selbstkritik. „Wir sind natürlich froh über den Sieg. Aber wir haben noch zu viele Unkonzentriertheiten im Spiel. Das ist leider schon in den vergangenen Partien vorgekommen. Daran müssen wir arbeiten“, forderte die Aufbauspielerin, die mit fünf Toren überzeugen konnte.

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Schon vor dem Spiel hatte ihre Trainerin Ute Lemmel gewarnt, den neuen Tabellen-Zwölften ernst zu nehmen. „Es ist über 60 Minuten volle Konzentration gefordert, um die Punkte in Rostock zu behalten“, hatte die erfahrene Übungsleiterin auf der Vereinshomepage gewarnt. Doch genau da lag das Manko.

Zwar wendete der RHC den frühen 0:1-Rückstand zu seinen Gunsten. Aber deutlich absetzen konnte sich die Lemmel-Sieben in der Folge nicht. Viele technische Fehler und Probleme im Abschlussverhalten schlichen sich ins Spiel der Dolphins. Insgesamt schenkten sie 24 Angriffe her, in dem sie beste Tormöglichkeiten ausließen oder einen Regelfehler begingen.Lemmel haderte: „Wir machen uns selbst das Leben schwer, nutzen teilweise einhundert prozentige Chancen nicht. Dadurch fehlt es uns an der nötigen Sicherheit im Spiel.“

Dennoch behielten die Gastgeberinnen die Kontrolle über das Spiel. Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung gingen sie in die zweite Halbzeit und hatten zwischen der 41. und 46. Minute ihre beste Phase des Spiels. Anders als noch im ersten Abschnitt packten die Abwehrspielerinnen beherzter zu, zwangen die Gegnerinnen zu schwierigen Würfen oder ermöglichten Umschaltmomente für die Offensive. Eine knappe 21:19-Führung bauten die RHC-Damen bis auf 26:21 aus.

Doch im Gefühl des sicheren Sieges verloren die Hansestädterinnen die Geduld, agierten nach vorne zu risikoreich. Fast hätte Pro Sport das noch ausgenutzt, verkürzte auf 25:26 (53.). Doch der RHC konnte rechtzeitig den Hebel umlegen und den Sieg über die Zeit bringen.

„Wir brauchen noch mehr Führung auf dem Feld und müssen versuchen, auch mal den Rhythmus zu wechseln, anstatt nur schnell nach vorne zu spielen. Da fehlt noch die notwendige taktische Disziplin und Führung auf dem Feld“, monierte Ute Lemmel.

Ihre Mannschaft hat nun zwei Wochen Zeit, an den Defiziten zu arbeiten. Denn erst am 29. Februar ist der RHC wieder gefordert. Dann reist der Aufstiegsaspirant zum Berliner TSC, die derzeit auf dem neunten Tabellenplatz rangieren.

RHC: Berger, Peters - Johannisson 5, Schultz 2, Rohde 2, Krüger 5, Anderson 1, Keller 3/1, Buhnke 2, Strack 2, Fränk 4/3, Powierski 3.

Zwei-Minuten-Strafen: RHC: 1, PSB: 2.

Zuschauer: 150.

Von René Warning