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Sportbuzzer SG Uni Greifswald/Loitz will bei Preußen Berlin punkten
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SG Uni Greifswald/Loitz will bei Preußen Berlin punkten

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18:48 27.02.2020
SG-Leistungsträger Johannes Prothmann machte im Hinspiel gegen Preußen Berlin eine starke Partie, erzielte sechs Tore beim 38:30-Erfolg. Quelle: Jens Schroeder
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Greifswald

Die Vorfreude bei Johannes Prothmann von der SG Uni Greifswald/Loitz auf die Partie beim Berliner FC Preussen morgen (19.15 Uhr) dürfte groß sein. Der Spielmacher war im Hinspiel eine der stärksten Akteure und trug mit seiner Spielübersicht und sechs Toren zum 38:30-Erfolg gegen die Bundeshauptstädter bei. Der Aufbauspieler erinnert sich gut an die Begegnung. „Es war ein Spiel mit hohem Tempo und vielen Abschlüssen. Das hat richtig Spaß gemacht“, sagt Prothmann. Vor allem in der zweiten Halbzeit trumpfte seine Mannschaft auf und jubelte am Ende über den bis dahin höchsten Saisonsieg, der erst am vergangenen Wochenende beim 24:15-Heimsieg gegen den VfL Tegel übertrumpft wurde.

„Allerdings“, schränkt Prothmann ein, „haben sie in der Defensive zwei, drei richtig gute Spieler und sind vor allem aus dem Rückraum gefährlich.“ Wie gefährlich, wurde bereits im Videostudium aufgearbeitet. So dürfte die Spielgemeinschaft mit vielen Infos und Selbstvertrauen im Gepäck nach Berlin reisen.

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Bernt Petschaelis, Vorstandsmitglied bei der SG Uni Greifswald/Loitz, misst dem Spiel eine große Bedeutung bei. „Wir haben danach drei richtig schwere Spiele und wollen uns mit einem Erfolg eine gute Ausgangslage verschaffen und weiter Selbstvertrauen tanken“, meint der 69-Jährige. Denn die nächsten Gegner nach den Berlinern sind daheim der Tabellenzweite Stralsunder HV und jeweils auswärts der Fünfte MTV 1860 Altlandsberg und Spitzenreiter HSV Insel Usedom. „Da kommt ordentlich was auf uns zu. Mit einem Sieg in Berlin dürften wir gut gestärkt in die kommenden Wochen gehen“, mutmaßt der Pressewart.

Seine Mannschaft sieht er gut gerüstet für die bevorstehende Begegnung. „Wir können auf den kompletten Kader zurückgreifen. Im Defensivbereich sind wir gut aufgestellt. Und wenn wir es schaffen, unsere Angriffe noch konsequenter abzuschließen, dann sind die Siegchancen groß“, vermutet Petschaelis.

Was ihm vor der Partie allerdings zusätzlich umtreibt, ist das Verbot von Haftungsmitteln in der Kiriat-Bialik-Sporthalle. „Es ist schon ärgerlich und die Auswärtsteams haben einen kleinen Nachteil. Für mich gehört das Haftmittel zum Handball dazu. Aber die Jungs werden es trotzdem hinbekommen.“ Und mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung weiß Petschaelis, wovon er redet.

Mir der aktuellen Situation des Teams ist der frühere Handball-Torhüter zufrieden. „Wir wollten von Anfang an nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Das haben wir schnell geschafft. Darüberhinaus wollten wir einen einstelligen Platz erreichen. Mit dem derzeitigen sechstem Rang sind wir sehr zufrieden. Das wollen wir bis zum Saisonende auch bestätigen“, gibt die Handball-Ikone die Marschroute für die SG aus.

Unter Umständen ist sogar noch eine Top-Fünf-Platzierung möglich. Altlandsberg ist mit einem Spiel weniger punktgleich mit der SG Uni (22). Und auch der Vierte aus Ludwigsfelde ist mit 24 Punkten noch in Reichweite. Doch der Experte blockt ab. „Das ist Wunschdenken und das sollte uns auch nicht interessieren.“

Von René Warning