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Sportbuzzer Seawolves-Neuzugang will in die Play-offs.
Sportbuzzer Seawolves-Neuzugang will in die Play-offs.
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14:43 13.08.2019
Haris Hujic ist einer von sieben Neuzugängen bei den Rostock Seawolves. Heute ist er im Testspiel gegen Itzehoe das erste Mal im Einsatz. Quelle: René Warning
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Rostock

Wenn es sowas wie die Basketball-Volljährigkeit gäbe, Haris Hujic hätte sie erreicht. Schon seit 18 Jahren jagt der 22-Jährige dem meist rot-orangenem Leder hinterher. Schon im Alter von vier Jahren begann der Neuzugang der Rostock Seawolves mit seinem Vater Amir (50) zu trainieren. Es folgte eine starke Entwicklung des Talents, der seine Fähigkeiten nun für die Ostseestädter aufs Parkett bringen möchte. Pausiert hat er im Sommer nicht. Mit der deutschen A2-Nationalmannschaft wurde Hujic Fünfter bei der Universiade in Neapel.

Auch wenn der Basketballer mit dem Resultat nicht zufrieden ist, die Erfahrung bei so einem Turnier dabei gewesen zu sein, nimmt ihm keiner. „Allein das Einlaufen im Stadion und die Eröffnungszeremonie mit den vielen unterschiedlichen Nationalitäten werde ich nie vergessen“, sagt der Spielmacher.

Daran, dass er es schon weit in seiner noch jungen Karriere geschafft hat und an der Tür der A-Nationalmannschaft klopft, hat sein Vater einen riesigen Anteil. „Ich verdanke ihm nahezu alles. Ich habe immer sehr gerne mit ihm trainiert. Er begleitet mich auch heute noch auf meinem Weg. Es hätte weitaus schlechter für mich laufen können“, meint Hujic demütig. Sein Papa war es auch, der innerhalb des Vereins Rot-Weiß Lüdenscheid (Nordrhein-Westfalen) die Abteilung Basketball, die Baskets Lüdenscheid, mitbegründete.

Die Vorbilder von Haris Hujic spielten alle im Heimatverein in der 2. Regionalliga. Vor allem die Spielweise des Herren-Spielers Dragan Ilic beeindruckte den Guard. „Wegen ihm trage ich die Nummer 10. Ich bin jedes Wochenende mit der Mannschaft mitgefahren, war deren größter Fan. Wir haben viel zusammen gelacht, das hat mich geprägt“, blickt der junge Mann aus dem Ruhrpott zurück.

Über Lüdenscheid kam der flexible Spielgestalter als Jugendlicher zu Phönix Hagen. Dort entwickelte sich der Modellathlet zu einem der größten Nachwuchstalente des Landes, wurde 2015 sogar zum wertvollsten Spieler in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga gekürt. „In dem Jahr sind wir allerdings ganz bitter im Halbfinale gegen Frankfurt nach doppelter Verlängerung ausgeschieden. Ich habe nur acht Punkte gemacht, war nicht gut drauf. Aber der Rückschlag hat mich auch weitergebracht“, erinnert sich Hujic.

Die Pleite machte ihn stärker und sein Weg führte ihn über die Regionalliga in die 2. Bundesliga ProB zu den Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB und Erstliga-Klub EWE Baskets Oldenburg. Er spielte dort mit einer Doppellizenz, war für beide Teams im Einsatz.

Seawolves-Pressesprecher Thomas Käckenmeister kann sich noch gut an Hujic erinnern. Zum Auftakt der ProB-Saison 2016/17 verloren die Rostocker gegen Hujic und seine Oldenburger. 15 Punkte standen am Ende auf dem Konto des Neu-Rostockers. „Es war eine Schlacht, die wir da geschlagen haben. Und Haris hat uns gehörig den Hintern versohlt“, gibt Käckenmeister unumwunden zu. Schon damals überzeugte das Wurftalent mit Spielwitz, Selbstbewusstsein und Korbgefahr.

Seit Anfang August arbeiten die früheren Kontrahenten nun daran, gemeinsam erfolgreich zu sein. Die Seawolves mit insgesamt sieben Neuzugängen scheinen sich schnell gefunden zu haben. „Es fühlt sich so an, als würden wir uns alle schon länger kennen. Die Stimmung ist positiv und alle sind heiß auf die neue Saison. Wir wollen in die Play-offs und dann soweit wie möglich kommen“, frohlockt Hujic.

Bis er und seine neue Mannschaft in die Punktspiele starten, steht noch mehr als ein Monat Vorbereitung auf dem Plan. Erst am 22. September geht es für die Seawolves los. Dann empfangen sie Bundesliga-Absteiger Science City Jena zum Duell in der Rostocker Stadthalle.

Von René Warning

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