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Sportbuzzer Shorttrack: Betty Moeske sichert sich Jugend-Olympia-Ticket
Sportbuzzer Shorttrack: Betty Moeske sichert sich Jugend-Olympia-Ticket
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02:05 04.12.2019
Shorttrackerin Betty Moeske (r.) setzte sich gegen Freundin Svea Rothe durch und darf im Januar bei den Youth Olympic Games starten. Quelle: René Warning
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Rostock

Die Freude über ihren Erfolg stand der 16-Jährigen Betty Moeske am Sonntag in der Eishalle Schillingallee sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben. Überglücklich präsentierte die Shorttrackerin des ESV Turbine Rostock ihren Gewinner-Pokal bei der Siegerehrung des 25. Hanse-Cups im Shorttrack. Mit dem ersten Platz erreichte sie ihr großes Ziel – die Teilnahme an den Youth Olympic Games im Januar im schweizerischen Lausanne.

Moeske war überglücklich. „Das war mein klares Ziel. Ich freue mich jetzt schon auf die Wettkämpfe“, meinte die Eisflitzerin voller Begeisterung. Im Duell mit ihrer Freundin Svea Rothe (16), die hinter ihr auf dem zweiten Rang landete, hatte die Rostockerin die Nase vorn. Bei acht Läufen – jeweils vier auf der Strecke 500 und 1000 Meter – gewann ­Moeske schon am Sonnabend drei Rennen und war nicht mehr vom ersten Platz in der Gesamtwertung zu verdrängen. Noch im vergangenen Jahr bei den Jugend-Europameisterschaften war es umgekehrt: Dort siegte Svea Rothe. Sie freute sich dennoch mit ihrer Teamkameradin. „Leistungsmäßig wechseln wir uns immer ab. Jetzt hat es Betty geschafft. Ich gönne ihr den Erfolg total“, sagte die Rostockerin.

Beide Mädchen werden von ­Arian Nachbar trainiert. Der kämpft weiter um seinen Job als Stützpunkttrainer. Der dreifache Olympia-Teilnehmer sieht mit dem Erfolg Moeskes den Standort Rostock gestärkt. „Shorttrack ist die einzige Wintersportart in MV. Diese Qualifikation zeigt, wie gut die Ausbildung hier läuft“, betont Nachbar. Seine Stelle wurde bislang von Bund und Land zu je 50 Prozent gefördert. Im Zuge der Leistungssportreform verlor Rostock jedoch Anfang des Jahres den Status als Bundesstützpunkt. Das Land zog daraufhin seine finanziellen Mittel zurück. Mittelfristig könnte das das Aus für Shorttrack in Rostock bedeuten. „Damit würden wir eine olympische Sportart verlieren. Und wir stellen immerhin die meisten Teilnehmer. Das wäre eine Katastrophe“, meint Arian Nachbar.

Die Unterstützung des Vereins und seiner Mitglieder hat Nachbar gewiss. Eltern protestierten am Wochenende mit Plakaten in der Eishalle und wollen auch in Schwerin, wo der Landessportbund seinen Sitz hat, demonstrieren. Seine Sportler setzen sich vehement für Nachbar ein. Betty Moeske verdankt ihrem Trainer vieles. Sie sagt: „Wir arbeiten seit fünf Jahren zusammen. Ohne Arian hätten meine Vereinskameraden und ich uns nicht so gut entwickelt. Er muss bleiben!“ Ob das klappt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Noch bis Ende Dezember ist die Finanzierung von Arian Nachbars Stelle abgesichert, bis dahin soll doch noch eine positive Entscheidung gefällt werden.

Von René Warning

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