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Sportmix Marathon-Gold Ulli Maisch war das größte Highlight
Sportbuzzer Sportmix Marathon-Gold Ulli Maisch war das größte Highlight
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20:04 22.11.2018
Der größte Moment ihrer Sportkarriere: Ulrike Maisch nach dem EM-Sieg 2006 im Marathonlauf. Quelle: FOTO: AFP
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Rostock

Rostock Der größte Leichtathletik-Vereins in MV wurde in kleiner Runde beim Griechen gegründet. Vor 20 Jahren, am 14. Oktober 1998, trafen sich im Restaurant „Hellas“ in der Rostocker Schwimmhalle sieben Unverdrossene, um für Läufer, Werfer und Springer eine eigene Heimstatt aus der Taufe zu heben: Aus der Abteilung Leichtathletik beim Großverein SC Empor Rostock entstand der 1. LAV.

„Nicht ohne Nebengeräusche“, wie sich der heutige Vorstandsvorsitzende Ralf Skopnik erinnert, „da mussten so manche Hürden übersprungen werden“. Es war ein harter Kampf – von Hallenzeiten bis zu den Finanzen. Seine Vorstandskollegin und Gründungsmitglied Heike Potschwadek verglich das Wachsen des Vereins mit dem Gedeihen von gutem Rasen: „Man muss den Boden gut vorbereiten, die Saat einbringen, gießen, pflegen und viel Geduld haben.“

Mark Frank holte 1999 die erste internationale Medaille

Für einen der ersten Erfolge des jungen LAV sorgte im Juli 1999 Mark Frank. Der damals 22-Jährige gewann bei der U-23-EM die Bronzemedaille im Speerwerfen. „Das vergisst man nicht“, sagt Frank, der 1997 in Rostock einen sportlichen Neuanfang startete. In Neubrandenburg fühlte er sich als Werfer unter vielen Kugelstoßern fremd, auch sein Körper streikte, er dachte schon ans Aufhören. Durch seinen Wechsel an die Küste konnte er einerseits eine berufliche Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann starten. Gleichzeitig kam auch der Spaß am Sport zurück. „Im Rückblick bin ich dem LAV sehr dankbar“, sagt Mark Frank: „Schade, dass ich Rostock nicht schon früher zu meiner sportlichen Heimat gemacht habe.“

Heute ist der dreimalige WM-Teilnehmer als Frauen-Bundestrainer immer noch ein sportliches Aushängeschild des 1. LAV Rostock. Mit der deutschen U-20-Meisterin und U-18-WM-Vierten Julia Ulbricht (17) betreut er eines der größten deutschen Speerwurf-Talente. Und: Ab Januar wird auch der Mainzer Julian Weber (24), unter den deutschen Weltklasse-Speerwerfern die Nummer vier, in Rostock trainieren. „Daran sieht man, dass Mark Frank als Persönlichkeit und als Bundestrainer vor Ort auch andere Sportler anzieht“, sagt Prof. Dr. Kristin Behrens. Die Präsidentin des Leichtathletik-Landesverbandes würdigt den 1. LAV als „extrem wichtiger Eckpfeiler im Bereich Nachwuchssport und Talententwicklung“. Eine ganze Reihe deutsche Jugend- und Juniorenmeister brachte der Verein hervor. Darunter Jonna Tilgner (400 m), die Hürdensprinter Willi Mathiszik, Richard Bienasch und Nancy Beinlich, Mara Häußler (Dreisprung), Tim Wiebe und Julia Ulbricht (beide Speer).

Mit 1100 Mitgliedern einerder größten Vereine in MV

Der größte Paukenschlag in der LAV-Historie gelang allerdings Ulrike Maisch. Bei der EM 2006 in Göteborg gewann die gebürtige Stralsunderin sensationell Marathon-Gold. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann und den zwei Söhnen auf der britischen Kanalinsel Guernsey. Auch die Para-Leichtathleten haben im Verein ihren Platz. Jana Schmidt ragt dabei heraus. Vier Mal startete sie bei den Paralympics. 2012 in London gewann sie Bronze im 100-Meter-Sprint. Bei Welt- und Europameisterschaften holte sie bis 2016 zahlreiche Titel und Medaillen.

Inzwischen ist der Verein mit seinen 1100 Mitgliedern einer der größten in MV. Zweimal (2009, 2018) bekam er das Grüne Band des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verliehen. Seine sportlichen Angebote werden vom Leistungs- über Freizeit- und Seniorensportler bis zu Menschen mit Handicap genutzt.

„Wir waren immer ein Verein, der eine große Breite hat, der aber auch mit einem neuen Leistungssportkonzept arbeitet“, sagt Klubchef Skopnik, der am Sonnabend zur Jubiläumsfeier 400 Gäste in der Rostocker Stadthalle erwartet. Wie viele andere hofft er, dass nach jahrelanger Pause spätestens 2024 wieder ein Rostocker Leichtathlet bei Olympia dabei ist. Die deutschen Meistertitel bei den diesjährigen Heim-Titelkämpfen der Jugend in Rostock haben erneut Hoffnungen geweckt. „Aus dem, was wir dort hingelegt haben“, sagt Skopnik, „wollen wir jetzt internationale Spitze entwickeln“. Bildergalerie unter www.ostsee-zeitung.de/lav

Kai Rehberg

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