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Sportmix Holland-Tross bei Warnemünder Woche
Sportbuzzer Sportmix Holland-Tross bei Warnemünder Woche
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11:20 13.07.2019
Die Freunde David v.d. Heuvel (v.l.), Justin Honkoop, Youri Honkoop, Lucie Voogd, Lisanne Ijben, Benthe Schenkel, Annika v.d. Deen und Marnix Muiser (hinten) erleben ihr persönliches Segelabenteuer auf der Warnemünder Woche. Quelle: René Warning
Warnemünde

Eigentlich hätten Marnix Muiser und seine Segelfreunde aus den Niederlanden gestern nur wenig Grund zur Freude gehabt. Lange mussten sich die Laser-Sportler gedulden, ehe um 15 Uhr dann doch die Absage aller Wettfahrten beim Europacup kam. Kaum Wind und eine Unwettervorhersage machten reguläre Wertungsläufe nicht möglich. Lediglich ein paar Trainingsfahrten auf der ruhigen Ostsee wurden kurzerhand ins Tagesprogramm aufgenommen.

Ihre Gute Laune ließen sich Muiser und seine Kumpels und Kumpelinen aber nicht verderben. „Wir haben uns bis zum frühen Nachmittag gut die Zeit vertrieben, uns Warnemünde etwas angeschaut und die Boote präpariert“, berichtete der Schüler aus dem Nachbarland.

Das Abendprogramm sollte im Sinne einer guten Wettkampfvorbereitung ruhig angegangen werden. „Wir spielen meist Karten, gehen gemeinsam ins Restaurant oder chillen einfach zusammen“, meinte der 17-Jährige.

Eine heimliche Party war nicht drin. „Wir werden wahrscheinlich mindestens drei Wettfahrten absolvieren und dafür müssen wir ausgeschlafen sein“, betonte Marnix Muiser, der noch nicht so richtig in den Europacup hereingefunden hat. „Ein Lauf wurde wegen eines Fehlstarts nicht gewertet. Aber das passiert“, sagte Muiser.

Bislang wurden aber auch nur zwei Wettfahrten absolviert. Heute soll es nach der eintägigen, wetterbedingten Zwangspause weitergehen. „Ich hoffe, dass ich dann das eine oder andere Mal in die Top Ten fahre“, sagte der Jugendliche erwartungsfroh. Ob ihm das heute gelingt, hängt auch mit den Bedingungen auf dem Wasser zusammen.

So oder so freut sich Muiser wie seine Mitsegler auf die Ostseerennen, denn allesamt sind das erste Mal bei der Warnemünder Woche dabei.

Für die gleichaltrige Lucy Voogd, die ebenfalls zur Reisegruppe des Teams aus dem Norden der Niederlande gehört, war die Reise nach Rostock bislang ziemlich aufregend. „Wir segeln sonst nur in den Niederlanden. Jetzt haben wir uns dazu entschlossen, gemeinsam diese Reise anzugehen“, erzählte sie.

Marnix Muiser stimmt ihr freudestrahlend zu. „Es war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Das ist ein tolles Erlebnis für uns“, betonte der Segler.

Die bisherigen Wettfahrten haben allen großen Spaß gemacht. „Mir gefallen die Rennen auf offener See. Die Bedingungen sind wirklich gut“, schwärmte die 17-Jährige Voogd vom Segelrevier vor der Warnemünder Küste.

Alle acht Laser-Fahrer aus der Region Groningen, Friesland und Drenthe gehören zu einer Talentegruppe Nord und wollen sich durch gute Platzierungen für die olympische Trainingsgruppe, der die besten Talente des Landes angehören, empfehlen.

Am Mittwoch reisten die Sportler über acht Stunden mit acht Fahrzeugen gen Warnemünde - einen kleinen und großen Trailer mit drei und fünf Booten im Schlepptau. In Markgrafenheide übernachtet der Tross, dem auch Trainer und Eltern angehören, in zwei Camping-Vans, Zelten und Ferienwohnungen.

Wie die meisten Segler der Laser-Klasse haben sie ihre Boote auf dem ehemaligen Fährbecken auf der Mittelmole abgestellt. Von dort aus geht es zur Sliprampe ins Wasser.

Heute wollen die acht Segelkumpanen wieder alles geben, um sich einen Platz in den vorderen Regionen des Tableaus zu sichern.

Einfach wird das nicht. Denn die Konkurrenz ist bei über 200 Startern riesig. „Für uns geht es darum, eine schöne Erfahrung zu machen. Schon jetzt ist klar, dass wir diesen Ausflug so schnell nicht vergessen werden“, freut sich Marnix Muiser.

René Warning

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