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Basketball Biankadi trifft wie noch nie
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16:00 31.03.2019
Der dreifache Torschütze Merveille Biankadi (2.v.l.) wird von seinen Teamkollegen Amaury Bischoff, Lukas Scherff, Cebio Soukou und Mirnes Pepic (v.l.) gefeiert. Quelle: Foto: Lutz Bongarts
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Rostock

Den Spielball hat sich Merveille Biankadi gleich gekrallt. Mit der Kugel unterm Arm schritt der Hansa-Stürmer einige Minuten nach dem Abpfiff des 3:1 (2:0) gegen den FSV Zwickau strahlend in die Kabine. „Ich hoffe, dass ich ihn behalten darf“, sagte der Hansa-Profi lächelnd. „Den lasse ihn von den Jungs unterschreiben und stelle ihn dann zu Hause hin.“ Als Andenken an einen denkwürdigen Tag, den größten in seiner bisherigen Fußballkarriere.

„Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Normalerweise bin ich eher Ballast“, frotzelte der Deutsch-Kongolese, meinte dann aber ehrlichen Herzens: „Drei Tore erzielt man nicht jeden Tag. Ich glaube, ich habe jetzt in einem Spiel mehr Tore gemacht, als in den letzten zehn Jahren zusammen.“ Es waren die Saisontreffer fünf bis sieben, mit denen Biankadi den FSV Zwickau praktisch im Alleingang abschoss.

Beim ersten Tor stand er goldrichtig, als eine 30-Meter-Granate von Oliver Hüsing erst am Pfosten und dann am Hinterkopf von Ex-Hansa-Keeper Johannes Brinkies einschlug. Den zweiten Treffer erzielte der gebürtige Münchner per Kopf: „Das passiert auch nicht alle Tage.“ Dem 23-Jährigen wurde von Trainer Jens Härtel vor einiger Zeit Sondertraining am Kopfballpendel aufgebrummt. „Eigentlich stelle ich mich da vollkommen schief an, was ich so gehört habe“, berichtet Biankadi: „Ich bin froh, dass die Kollegen jetzt nichts mehr sagen können.“

Der pfeilschnelle Offensivmann hätte am Sonnabend sogar gut und gerne fünf Tore erzielen können, wie einige Teamkollegen spotteten. Dem konnte sogar der Mann des Tages nicht widersprechen. „Die haben recht. Die Dinger muss ich machen. Aber drei Tore – da sollte man sich nicht beklagen.“

Trainer Jens Härtel freut sich mit ihm. „Zuletzt wurde er oft gescholten. Heute war er wach und hat sich belohnt.“ Der Coach hatte mit der Rückkehr zur Dreier-Abwehrkette um Amaury Bischoff für eine kleine Überraschung gesorgt. Das System war eine Woche zuvor in der zweiten Halbzeit beim KSC (1:1) aus der (Personal-)Not heraus kreiert worden – mit Erfolg. Auch diesmal war es trotz einiger Wackler die Basis für den ersten Heimsieg seit sieben Wochen. Im Gegensatz zu den vergeblichen Anläufen davor zeigten die Hanseaten diesmal nicht nur phasenweise, sondern über 90 Minuten eine sehr ansprechende Leistung. Und die Rostocker belohnten sich endlich auch mal für ihre stürmische Anfangsoffensive. Der Innenpfostenschuss von Marcel Hilßner (4.) war das Startsignal zu einem leidenschaftlichen, zielstrebigen und konsequenten Auftritt. Bei weiteren Chancen von Scherff (45., 74., 76.), Cebio Soukou (46.) und Pepic (47.) war für die Rostocker sogar noch mehr drin.

Die Zwickauer, bei denen Kapitän Toni Wachsmuth nach dem Aufwärmen wegen eines Infekts kurzfristig ausfiel, mühten sich zwar redlich. Außer dem Anschlusstreffer nach einer Ecke konnten sie aber nur selten für echte Torgefahr sorgen.

Hansa dagegen blieb das sechste mal in Folge ungeschlagen – dank Biankadi. Für Härtel ein gutes Signal für den Saisonendspurt mit noch sieben Spielen (am nächsten Sonntag bei Fortuna Köln): „Ich hoffe, dass bei ihm der Knoten geplatzt ist und er jetzt in einen richtigen Lauf kommt.“

Kai Rehberg

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