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Seawolves kämpfen sich nach Sieg gegen Karlsruhe an Play-off-Plätze heran

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18:59 19.01.2020
Donte Nicholas (M.) machte gegen Karlsruhe auf der Spielmacherposition ein starkes Spiel. Er erzielte 21 Punkte und sammelte 14 Rebounds. Quelle: Gunnar Rosenow
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Rostock

Es war eine unscheinbare und dennoch aussagekräftige Szene, die sich in der 27. Minute bei den Rostock Seawolves gestern in der Stadthalle abspielte. Nachdem die Hausherren einen Angriff der Karlsruhe Lions so gut verteidigten, dass die Wurf-Uhr auf Null herunterlief – beim Basketball hat man für einen Angriff 24 Sekunden Zeit – ballten Rostocks Trainer Dirk Bauermann, Spieler Mauricio Marin und viele seiner Teamkollegen fast unbemerkt von den 3273 Zuschauern jubelnd die Fäuste. Es war eine Geste der Stärke, aber auch der Befreiung. Endlich packte die Verteidigung so energisch zu, wie es Bauermann seit seinem Amtsantritt vor zwei Wochen gefordert hatte. Mit der erstarkten Defensive im Rücken erkämpften sich die Seawolves einen 80:70 (44:35)-Erfolg gegen die Badener (14., 12).

Es war der zweite Sieg im dritten Spiel für Neu-Trainer Bauermann. Die Seawolves rücken auf den elften Tabellenplatz vor, haben 18 Punkte auf dem Konto. „Karlsruhe hat uns das Leben richtig schwer gemacht. Aber wir haben jetzt das zweite Mal in Folge unseren Gegner bei 70 Punkten gehalten. Das war der Grundstein zum Erfolg“, freute sich Bauermann.

Gegen die Gäste, die mit nur acht Spielern in die Hansestadt gereist waren, starteten die Seawolves nervös, leisteten sich mehrere Abspielfehler und Ungenauigkeiten im Abschluss. Die Karlsruher wussten das zu nutzen und zwangen Coach Bauermann beim Stand von 8:13 (4.) aus Rostocker Sicht zur ersten Auszeit. Doch das Spiel entwickelte sich noch nicht wie erhofft. Die Löwen aus Karlsruhe agierten geschickt als Team und führten zur ersten Viertelpause 22:19.

Auch im zweiten Abschnitt war es vor allem der Offensivmotor, der stotterte. Jeder Korb musste sich hart erarbeitet werden. Erst beim 33:33, als Donte Nicholas energisch zum Korb gezogen war, um dann den freistehenden Michael Jost zu bedienen, blitzte das ganze spielerische Können des Zweitligisten auf. Das schien der Brustlöser für die Seawolves zu sein, die sich mit sieben weiteren Zählern eine 40:33-Führung (19.) erarbeiteten. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung um weitere zwei Zähler.

Die zu dem Zeitpunkt des Spiels deutliche Führung beflügelte die Seawolves spürbar. Nachdem Seitenwechsel wirkten sie frischer und spielfreudiger. Vor allem Donte Nicholas, der auf der Spielmacher-Position aufgeboten wurde, überzeugte mit starker Wurfquote und klugen Pässen auf seine Mitspieler. „Es war ein großartiger Sieg für uns. In der ersten Halbzeit haben wir noch zu kopflos agiert. Danach haben wir gezeigt, dass wir vermutlich zu den gefährlichsten Teams aktuell gehören“, resümierte der US-Boy.

Sein Team baute zwischenzeitlich den Vorsprung auf 19 Zähler aus (60:41, 18.), verpasste aber durch einen 10:0-Lauf der Karlsruher die Vorentscheidung vor dem letzten Viertel. Dirk Bauermann monierte: „In solchen Phasen müssen wir konstanter auftreten und den Vorsprung weiter ausbauen, anstatt ihn einzubüßen.“

Dennoch konnte er mit dem Auftritt seines Teams im letzten Abschnitt zufrieden sein. Denn auch als die Karlsruher eine Minute vor dem Ende den Rückstand auf sechs Punkte verkürzten (70:76), agierten die Seawolves ruhig und brachten den Sieg sicher über die Zeit.

Seawolves:Sitton 22 Punkte/ 2 Rebounds, Nicholas 21/14, Diouf 14/3, Hicks 12/8, Pwono 7/7, Hujic 3/1, Marin 1/1, Jost, Alte (beide 0/1), Bogdanov.

Von René Warning

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