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Basketball Seawolves verlieren trotz starker Leistung gegen Chemnitz
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Seawolves verlieren deutlich gegen Spitzenreiter Chemnitz Niners

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18:47 29.12.2019
Donte Nicholas (M.) muss sich hier gleich gegen zwei Spieler der Chemnitzer durchsetzen. Am Ende verloren er und die Seawolves deutlich gegen den Spitzenreiter aus Sachsen. Quelle: Gunnar Rosenow
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Rostock

Eine Halbzeit lang waren die Rostock Seawolves nahe dran an einer Überraschung. Unbekümmert, selbstbewusst und auf Augenhöhe agierte der Basketball-Zweitligist gegen den unangefochtenen Spitzenreiter Chemnitz Niners. Doch zwei schwache Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit verhagelten den Ostseestädtern vor 4000 Zuschauern einen nachweihnachtlichen Erfolg. Am Ende verloren die stark kämpfenden Seawolves 91:101 (43:49). Es war für sie die dritte Pleite in Serie. Damit rangieren sie weiterhin auf dem 12. Tabellenplatz, vier Punkte vor der Abstiegszone, aber auch vier Punkte vom achten Rang, dem letzten Play-off-Platz, entfernt.

Kapitän Martin Bogdanov haderte mit dem Spielverlauf. „Wir haben lange gut dagegen gehalten und können auf einige Dinge aufbauen. Aber wir haben uns zu viele Ballverluste erlaubt, die eine Mannschaft wie Chemnitz natürlich ausnutzt“, monierte der Spielgestalter.

Seine Seawolves agierten nur mit einem Neun-Mann-Kader. Mauricio Marin fehlte weiterhin wegen Rückenbeschwerden, während Filip Skobalj leihweise mit dem FC Bayern bei einem Vorbereitungsturnier für das Adidas Next Generation Tournament (ANGT) in Split weilte. Das ANGT gehört zu den größten Nachwuchsturnieren in Europa. Zudem gab es für Malik Pope keine Begnadigung. Der US-Boy hatte vor Weihnachten sein Kündigungsschreiben erhalten. Für ihn wurde noch kein Ersatz gefunden. Zu den Gründen von Popes Demission vor zwei Wochen wollten sich die Seawolves-Verantwortlichen nur knapp äußern. „Es waren disziplinarische, aber auch leistungsmäßige Gründe, die uns zu diesem Schritt bewegt haben. Er hat kaum sein vorhandenes Potenzial abgerufen. Wir sind nun dabei, einen neuen Spieler zu verpflichten. Das könnte schon in den nächsten Tagen klappen“, sagte Seawolves-Teamchef Jens Hakanowitz.

Seine Mannschaft lieferte in einem stimmungsgeladenen Ostderby eine starke Leistung ab. Nicht nur die 3850 enthusiastischen eigenen Fans, sondern auch die 150 mitgereisten Anhänger der Chemnitzer, staunten nicht schlecht, wie gut sich die Hansestädter präsentierten.

Mit zwei Drei-Punkte-Würfen waren sie schnell im Spiel (6:6) und hielten auch in der Folge gegen den Favoriten gut mit. Bis zur ersten Viertelpause neutralisierten sich beiden Teams auf höchstem Basketball-Niveau (22:22).

Auch in der Folge blieb es spannend. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Die Seewölfe allerdings hatten Schwierigkeiten, ihren Schwung in die Pause zu retten. So waren es die Gäste, die sich kurz vor dem Seitenwechsel einen Sechs-Punkte-Vorsprung erspielten.

„Wir haben bis dahin ein gutes Spiel gemacht, aber in der Defensive mussten wir uns steigern. Das haben wir leider nicht getan“, kritisierte Sportchef Hakanowitz.“ Denn spielentscheidend waren die ersten beiden Minuten der zweiten Halbzeit. Mit einem 0:12-Lauf gegen sich lagen die Seawolves binnen zwei Minuten mit 18 Zählern zurück (43:61) – eine Hypothek, die gegen den Aufstiegsfavoriten zu schwer wog. Zwar verkürzten die Rostocker unmittelbar danach mit drei Korberfolgen in Serie auf 51:61 (26.), schafften im letzten Abschnitt sogar den zwischenzeitlichen 71:71-Ausgleich (31.). Doch Chemnitz ließ sich davon nicht irritieren, profitierte auch vom Aderlass der Rostocker, dessen Aufholjagd zu viel Kraft gekostet hatte.

Am kommenden Sonntag (5. Januar) sind die Seawolves dann zum dritten Mal in Folge daheim gefordert. Dann erwarten sie die Panthers Schwenningen in der Stadthalle.

Seawolves:Sitton 23 Punkte/3 Rebounds, Hicks 17/2, Diouf 14/2, Hujic 13/3, Nicholas 12/6, Bogdanov 9/3, Jost 2/1, Alte 1/1.

Von René Warning

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