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Talent der Rostock Seawolves startet durch

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22:13 27.07.2021
Seawolves-Talent Roy Krupnikas (r.) in Aktion.
Seawolves-Talent Roy Krupnikas (r.) in Aktion. Quelle: Thomas Käckenmeister
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Rostock

Einmal den Bundesadler auf der Brust tragen, die deutsche Nationalhymne auf dem Parkett mitsingen und für sein Land auf Korbjagd gehen: Was für viele Nachwuchs-Basketballer ein frommer Wunsch bleibt, erfüllte sich kürzlich für den 14-Jährigen Roy Krupnikas. Bei einem U-15-Turnier im litauischen Kaunas trug der Spielgestalter der Seawolves Youngster zum ersten Mal das Auswahlshirt des Deutschen Basketball-Bundes (die OZ berichtete). „Es war ein außergewöhnliches Gefühl und eine ganz besondere Erfahrung, für die Nationalmannschaft zu spielen“, erzählt der Jugendliche.

Bereits im Frühjahr hatte ihn der Anruf von U-15-Nationaltrainer Marius Huth erreicht. „Ich war total überrascht, aber habe mich natürlich riesig gefreut“, erinnert sich Krupnikas. Bei einem Auswahltraining konnte er überzeugen und sich so einen Platz im Nationalteam erspielen.

Nach einem weiteren Trainingscamp Anfang Juli in Berlin ging es dann mit dem Flieger nach Litauen. Große Aufregung verspürte der Aufbauspieler nicht. „Ich war wie im Tunnel, habe mich voll fokussiert. Ich wollte einfach nur die Spiele bestreiten und mein Bestes geben“, erzählt der Korbjäger, der seine Leistung kritisch einschätzt. „Ich denke, ich konnte mich gut präsentieren, allerdings gibt es noch einiges, was ich verbessern kann.“

Ähnlich sieht das Tom Schmidt. Der Rostocker Nachwuchstrainer begleitete die DBB-Talente als Co-Trainer. „Roy hat sich gut geschlagen. Er hat ein paar Situationen gebraucht, um reinzufinden. Aber er hat bewiesen, dass er sich auch auf internationalem Parkett steigern kann“, lobte Schmidt.

Schon seit sieben Jahren ist sein Schützling im Basketballsport aktiv. Nachdem Krupnikas sich zunächst im Fußball versuchte, kam er über die Grundschulliga zum Basketball. Seine ersten Versuche mit dem braunen Leder machte er bei Zbigniew Owczarek, der früher bei den Seawolves in der 2. Bundesliga ProB spielte.

Mittlerweile gehört der Schüler der Christophorus-Gymnasiums zu den größten Talenten in seinem Jahrgang. Der Neuntklässler schickt sich an, dem Vorbild von Nicolas Buchholz (wechselte in diesem Sommer zu den Dragons Rhöndorf) und Filip Skobalj (spielt nun in den USA) zu folgen und den Sprung zu den Profis zu schaffen.

Und der scheint nicht mehr weit. Denn auch der neue Seawolves-Cheftrainer Christian Held ist auf die Qualitäten des 1,78 Meter großen und flinken Spielgestalters aufmerksam geworden. Der Lohn: Krupnikas wird ab der neuen Saison zum Trainingskader des Zweitligisten gehören und gemeinsam mit gestandenen Profis wie Michael Jost oder Sid-Marlon Theis trainieren.

Von René Warning