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Sportmix Der Plan des HC Empor Rostock: Junges Team soll mitreißen und wieder angreifen
Sportbuzzer Sportmix Der Plan des HC Empor Rostock: Junges Team soll mitreißen und wieder angreifen
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13:39 28.06.2019
Der HC Empor Rostock setzt auf kontinuierliches Wachstum. Der Handball-Drittligist – hier während des Heimspiels gegen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin – wird in der kommenden Saison vier Spiele in der Rostocker Stadthalle austragen. Quelle: Sebastian Heger
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Rostock

Die Spieler liegen am Strand oder räkeln sich auf dem heimischen Sofa. Der Trainer wandert in Südtirol und genießt mit seiner Familie die freien Tage. Im Vorstand und in der Geschäftsstelle des HC Empor Rostock laufen derweil die Vorbereitungen auf die neue Saison in der 3. Handball-Liga auf Hochtouren.

„Der Fahrplan für die Saisonvorbereitung steht. Und wir haben bereits Klarheit in vielen Fragen die die neue Saison betreffen“, erzählt Vorstandschef Tobis Woitendorf. Die Rostocker setzen auf personelle Kontinuität. „Die Mannschaft ist komplett. Wir freuen uns, dass wir sie mit Jonas Ottsen, Ole Diringer, Per-Oke Kohnagel und Jaris Tobeler verstärken können“, fügt er hinzu. Weitere Verpflichtungen sind nicht geplant.

Die Rostocker Überraschungsmannschaft, die die zurückliegende Saison als Meister der Nordstaffel beendete, den Aufstieg in die 2. Liga aber in den Relegationsspielen gegen Krefeld und Konstanz knapp verpasste, soll sich weiterentwickeln. „Wir haben ein junges und leidenschaftliches Team, das mitreißenden Handball spielen kann. Wir werden aber ganz sicher nicht in verblendete Euphorie verfallen“, meint Woitendorf.

Die sportlichen Erfolge und die Art, wie das Team auftritt, haben in Rostock und Umgebung für Gesprächsstoff und Begeisterung gesorgt. Davon würde der HCE gern in der Zukunft profitieren. Hauptspielstätte bleibt die 750 Zuschauer fassende Ospa-Arena. Vier Begegnungen – das Auftaktspiel am 25. August gegen Hamburg-Barmbek, das Derby gegen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin sowie die Rückrundenspiele gegen Hildesheim und Dessau – werden in der 4500 Zuschauer fassenden Stadthalle ausgetragen. Dass das Team und der Klub in der Lage sind, die Arena zu füllen, haben sie in diesem Jahr mehrfach unter Beweis gestellt. Den Kartenvorverkauf startet Empor in der kommenden Woche. „Wir geben 350 Dauerkarten in den Verkauf. Ich gehe davon aus, dass sie schnell vergriffen sein werden. Es ist uns wichtig, dass zu jedem Spiel ein gewisses Kartenkontingent verfügbar ist“, erklärt der Klubchef. In der Vergangenheit galten Spiele des HCE als dauerhaft ausverkauft.

Die vergangene Saison mit dem Meistertitel und den zusätzlichen Aufstiegsspielen habe sich wirtschaftlich ausgezahlt. „Wir haben die Deckungslücke geschlossen und Altverbindlichkeiten abgebaut“, berichtet Woitendorf. Die Spielgenehmigung hatte Empor vom DHB im ersten Anlauf bekommen.

Die Spieler sind froh, dass ihnen noch ein paar freie Tage bleiben, bevor am 10. Juli nach viereinhalb Wochen Pause die Vorbereitung beginnt. „Die Saison war lang und anstrengend – physisch und psychisch. Ich habe ganz bewusst Abstand vom Handball gesucht, wollte komplett abschalten“, erzählt Tim Völzke, der im Anschluss an die Mannschaftsfahrt nach Mallorca seine Eltern in Bad Bramstedt und viele Freunde besuchte. „Dafür habe ich während der Saison leider kaum Zeit“, bedauert der 29-Jährige. Einen Trainingsplan habe Till Wiechers den Spielern in diesem Jahr nicht mitgegeben. „Ich habe meinem Körper nach den Relegationsspielen zwei Wochen Pause gegeben. Jetzt laufe ich wieder jeden Tag oder mache Krafttraining “, erzählt der Rückraumspieler.

Im Einsatz und damit voll im „Saft“ ist hingegen Torhüter Leon Mehler. Er spielt an diesem Wochenende mit der Juniorenauswahl des DHB bei der Airport-Trophy in Zürich gegen Spanien, Frankreich und Gastgeber Schweiz. „Ich hatte nur anderthalb Wochen frei. Aber das stört mich nicht, denn ich bin gern mit der Nationalmannschaft unterwegs. Dadurch habe ich mich nicht mehr so viel mit dem verpassten Aufstieg beschäftigt“, sagt der 20-Jährige. Der HCE-Schlussmann würde gern bei der U-21-WM spielen, die am 16. Juli in Spanien beginnt. Sollte Mehler nominiert werden, könnte er zumindest beim Trainingsstart der Rostocker dabei sein. Einen Tag später reist die Nationalmannschaft zur WM. „Wenn ich fahre, komme ich garantiert in guter Form zurück“, ist der Keeper sicher.

Christian Lüsch

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