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16:27 09.09.2019
REC-Neuzugang Jonas Gerstung (vorn) agierte im Spiel gegen Fass Berlin mit viel Ruhe und Übersicht. Zudem erzielte er beim 11:2-Sieg in der Schillingallee drei Tore. Quelle: Foto: Marten Vorwerk
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Rostock

Instinktiv läuft sich Jonas Gerstung, Neuzugang des Eishockey-Oberligisten Rostock Piranhas, im zweiten Testspiel der Saisonvorbereitung, rechts vor dem Tor frei. Josh Rabbani sieht den einschussbereiten Gerstung und setzt ihn stark in Szene. Mit Geschick befördert der Verteidiger den Puck hoch ins rechte Eck und unhaltbar ins Tor. Sein erster Heimtreffer für die Rostock Piranhas und ein Start nach Maß.

Fulminante Anfangsphase

Nicht einmal drei Minuten sind am Sonntagabend gespielt, als Gerstung trifft. Sein Tor bedeutet den 2:0-Zwischenstand. In einer fulminanten Anfangsphase treffen die Hausherren gleich dreimal in den ersten drei Minuten. Am Ende gewinnen die Raubfische gegen den unterklassigen Gegner von Fass Berlin (Regionalliga) souverän mit 11:2 (5:1, 4:0, 2:1).

Verteidiger Gerstung steuert drei Tore bei und ist erfolgreichster Schütze des Abends. „Ich schieße sonst eher selten Tore“, sagt er mit einem Lächeln im Gesicht. „Ich habe einen guten Tag erwischt, es hat viel Spaß gemacht“, schwärmt der 26-Jährige, der vom Oberligisten Halle Saale Bulls an die Ostsee wechselte. Man dürfe das Spiel gegen den unterklassigen Gegner aber nicht überbewerten, meint er. Auch von der Kulisse in der Eishalle an der Schillingallee ist Jonas Gerstung begeistert. „Ich war überrascht, dass zu einem Testspiel so viele Zuschauer kommen. Die Stimmung hat mir sehr gut gefallen“, lobt er.

Sein erstes Spiel für die Piranhas bestritt Jonas Gerstung zwei Tage zuvor, ebenfalls gegen Fass Berlin, als die Piranhas am Freitag mit 5:2 (0:1, 3:0, 2:1) in der Bundeshauptstadt gewannen. Auch dort erzielte er einen Treffer. „Am Freitag mussten wir erst einmal reinkommen. Beim Heimspiel am Sonntag lief es deutlich besser. Die Passgenauigkeit stimmte, außerdem haben wir die Chancen gut verwertet“, meinte Gerstung.

Auch REC-Coach Christian Behncke attestierte seinem Team eine Leistungssteigerung im Heimspiel und meinte: „Das Zusammenspiel der Reihen lief schon viel besser. Nach bisher einer Trainingswoche war das schon sehr gut. Wir dürfen uns von dem Ergebnis aber nicht blenden lassen.“

Sieben Neuzugänge beiden Piranhas im Einsatz

Insgesamt acht Neuzugänge muss Behncke zur neuen Saison in die Mannschaft integrieren. Sieben kamen gegen Fass Berlin schon zum Einsatz. Einzig Viktor Beck (angeschlagen) fehlte noch in beiden Begegnungen. Mit der Leistung aller Neuzugänge ist Behncke bisher einverstanden. „Sie haben sich in der Kabine schon gut integriert. Bei den Testspielen harmonierten sie zum Teil stark. Das macht Lust auf mehr“, lobte der 39-Jährige.

Einen Neuzugang für die Verteidigung hätten die Rostocker gerne noch. „Die Suche läuft. Das ist allerdings nicht so einfach, weil der Spieler zu uns passen soll und auch bezahlbar sein muss“ sagte der REC-Trainer.

Für ihn geht es jetzt darum, sein Team für den Saisonauftakt fit zu bekommen. In knapp drei Wochen starten die Piranhas in die neue Oberliga-Spielzeit. „Wir werden in den kommenden Tagen viel im Konditionsbereich arbeiten. Das ist das halbe Leben“, erklärte Behncke. Zudem werden auch taktische Dinge einstudiert.

Bevor die Saison am 27. September mit dem Heimspiel gegen den Krefelder EV startet, testen die Ostseestädter noch zweimal. Am 20. September empfangen sie die Berlin Blues, zwei Tage später kommt der Hamburger SV in die Hansestadt.

Von Marten Vorwerk

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