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Golf Schwimmstar wäre lieber Golf-Profi geworden Der dreimalige Olympiateilnehmer Thomas Rupprath aus Rostock findet das Spiel mit der kleinen Kugel Weltklasse
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00:00 03.06.2017
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OZ: Fußball-Profis landen öfter mal beim Golf. Wie haben Sie als ehemaliger Schwimmstar den Weg auf Grüns und Fairways gefunden?

Thomas Rupprath: Den ersten Kontakt gab’s während meiner aktiven Zeit – 2007 war das. Ein Schwimmer-Kollege hat mich in Hannover mit auf den Platz genommen.

Und – waren Sie gleich vom berüchtigten Golf-Virus befallen?

Es hat mir sofort gefallen und ich habe wenig später in Wittenbeck meine Platzreife gemacht. Richtig anfangen konnte ich aber erst vor sieben Jahren, als ich meine Schwimmkarriere beendet hatte.

Was fasziniert Sie am Golfen?

Der Sport ist einfach Weltklasse. Ich bin für alles auf dem Platz selbst verantwortlich. Ich gehe, schlage, denke immer nur von einem Schlag zum nächsten. Dabei kann ich super abschalten. Wenn ich auf dem Platz bin, bin ich wirklich nur dort. Und: Ich kann sehr gut mit der ganzen Familie golfen. Alle spielen gemeinsam, aber jeder auf seinem Niveau, mit seinem Ball.

Wenn Sie heute noch mal entscheiden könnten: Würden Sie dann Ihre Karriere als Schwimmer gern eintauschen gegen ein Leben als Golf-Profi?

Ich glaube ja. Das Leben als Golf-Profi stelle ich mir schon sehr gut vor. Ein tolles Spiel – immer auf Super-Plätzen mit vielen Zuschauern. Ich muss zwar auch ganz deutlich sagen, dass ich sehr zufrieden mit meiner Karriere bin. Ich habe drei Olympische Spiele erlebt, war Welt- und Europameister. Aber wenn das jetzt so ein „Gute-Fee- Ding“ wäre und ich mich am Anfang meines Lebens nochmal entscheiden könnte, ob Schwimmen oder Golf, ich würde Golf nehmen.

Wie oft spielen Sie denn heute Golf?

Im Schnitt zwei Mal pro Woche, im Sommer mehr – ich bin ein Schönwetter-Golfer. Ich würde jetzt in der warmen Jahreszeit auch gern noch öfter spielen. Aber wir haben in der Familie zwei Möbelhäuser – und in meinem, dem Sofa-Hus in Bargeshagen, bin ich an den meisten Tagen ja als Inhaber selbst von 10 bis 18 Uhr vor Ort.

Sie stehen ja auch immer noch stark in der Öffentlichkeit, nehmen an Fernsehshows teil oder sind bei größeren Golf-Charitys mit vielen Promis zu sehen. Brauchen Sie als Ex-Schwimmstar ab und an noch die Bühne?

Vielleicht. Es macht mir aber einfach auch Spaß, dort auf interessante Menschen zu treffen. Sie haben als Leistungssportler, Schauspieler oder Moderatoren ähnlich wie ich das Leben in einer eigenen Promi-Welt erlebt. Darüber kann man sich austauschen. Ich lerne da auch viel. Vor wenigen Tagen erst war ich mit Ex-Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder in München unterwegs, um ihn bei Projekten für seine Stiftung zu unterstützen.

Sie sind auch Stammgast bei der OZ- Golftour, die am Pfingstsonnabend wieder in Warnemünde startet, ließen für ein OZ-Turnier 2016 sogar einen Startplatz beim prestigeträchtigen Pro-Amateur in Winston bei Schwerin mit Bernhard Langer sausen.

Ja, weil ich die Idee der OZ-Serie klasse finde. Sie stärkt den Golfsport im Land durch den Tour-Gedanken. Und: Es kommen hier interessante Menschen zusammen. Meine Frau Urte und ich sind sehr gern Teil davon.

Als Olympionike sind Sie ein ehrgeiziger Typ. Da haben Sie doch sicher auch ein klares Ziel für Ihr Golfspiel.

Stimmt. Ich hätte gern ein einstelliges Handicap. Derzeit liege ich bei 15,6. Aber ich bin leider nicht sehr talentiert.

Nicht Ihr Ernst?

Doch, ich muss mehr üben als andere, glaube ich. Wenn es nur um die Probeschwünge ginge, wäre ich Weltmeister. Aber sobald der kleine weiße Ball daliegt, geht so einiges schief. Als Schwimmer habe ich wohl nicht das Ballgefühl wie Fußballer oder Tennisspieler. Neulich habe ich mit Martin Pieckenhagen gespielt (Ex-Torwart von Hansa Rostock, die Redaktion), da war ich wieder baff wie leicht das alles aussah.

Wie halten Sie sich als Ex-Leistungssportler außerhalb des Golfplatzes noch fit?

Dreimal pro Woche Fitnessstudio – immer vor der Arbeit von 7.30 bis 9 Uhr. Und meine Frau läuft leidenschaftlich, da mache ich oft mit.

Was ist mit Schwimmen?

Habe ich seit meinem Karriereende 2010 maximal noch drei Mal gemacht. Ich war in meinen gut 25 Jahren als Schwimmer soviel im Wasser. Das brauche ich nicht mehr (lacht).

Alexander Loew

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