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Sportmix Empor Rostock meistert Heimaufgabe souverän
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19:50 27.10.2019
Der Rostocker Philipp Asmussen steigt zum Sprungwurf hoch und erzielt einen seiner sieben Treffer gegen den Oranienburger HC . Quelle: Sebastian Heger
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Rostock

Empor-Torhüter Leon Mehler ballte schon eine Minute vor der Schlusssirene beide Fäuste. Auf der Ersatzbank des HC Empor Rostock klatschten sich die Spieler ab. Das Team hat gut gespielt, den Oranienburger HC 60 Minuten lang dominiert und am Ende völlig verdient und ungefährdet mit 30:21 (15:12) gewonnen.

„Wir haben ein richtig starkes Spiel gemacht. Der Gegner hat es uns nicht einfach gemacht und gut dagegen gehalten“, war Rostocks Trainer Till Wiechers zufrieden.

Dank des souverän erarbeiteten Erfolgs am Sonntagabend zog der amtierende norddeutsche Meister in der Tabelle an Vinnhorst und Hildesheim vorbei und liegt nun abermals hinter Spitzenreiter Dessau-Roßlauer HV

Eine Woche nach Empors erster Saisonniederlage der Saison bei Eintracht Hildesheim, saß de Stachel beim Rostocker Team tief. Wiechers hatte vor dem Duell erklärt, dass er und seine Mannschaft angesichts von vier Spielen in Serie und nur einem Sieg genervt seien.

Das Bestreben aller Empor-Spieler, endlich wieder einen Doppelpunktgewinn zu feiern, war von Beginn an deutlich zu spüren. Angefeuert von 750 Zuschauern in der ausverkauften Ospa-Arena bestimmte die HCE-Sieben sofort das Duell mit den Oranienburgern. Mit variablem Spiel hielten die Blau-Gelben den Gegner in Schach und hatten nach dem von Nick Witte sicher verwandelten Siebenmeter beim 6:3 (14. Minute) erstmals drei Tore Vorsprung.

Die Gastgeber spielten auch in der Folge weiterhin dominant auf. Dabei lief im Angriff längst nicht alles rund. So vergaben Jaris Tobeler und Nick Witte mehrere freie Möglichkeiten. Dass der Vorsprung dennoch stabil blieb war vor allem Verdienst der kraftvoll zupackenden Rostocker Defensive. Wenn die OHC-Angreifer doch mal vorne durchkamen, war oft bei Empor-Schlussmann Leon Mehler Endstation. Der 20-jährige Juniorenauswahl-Torwart zeigte allein im ersten Spielabschnitt zehn starke Paraden und war deutlich besser als sein Gegenüber, Ex-Empor Keeper Paul Porath.

„Die Abwehr hat das gut gemacht und nicht viel zugelassen“, gab Mehler das Lob an seine Vorderleute weiter.

Kurz vor der Halbzeit zogen die Wiechers-Schützlinge, die sich bereits beim 10:6 (21.) erstmals ein vier-Tore-Polster erarbeitet hatten, abermals davon. Doch nach dem Konter-Tor von Nick Witte schlug der OHC nochmal zu. Die Fans des HC Empor konnten mit der 15:12-Halbzeitführung durchaus zufrieden sein.

„Im der ersten Halbzeit haben wir uns noch ein paar Fehler erlaubt. Nach dem Wechsel wurden es dann deutlich weniger“, freute sich Abwehr-Hüne Ole Dirigner. Am 115-Kilo-Koloss führte für die Oranienburger nur selten ein Weg vorbei. „Wir haben das Spiel gemacht, das wir uns vorgestellt hatten“, beschrieb der 24-Jährige, der drei Treffer zum umjubelten Heimsieg beisteuerte.

Eine wichtige Phase der Partie war der Beginn der zweiten Halbzeit. Die Rostocker drehten unmittelbar nach Wiederanpfiff auf. Trotz Unterzahlspiels – Diringer brummte zunächst noch auf der Bank, ein weiterer folge wenig später, – traf die Wiechers-Trupe binnen sechs Minuten fünf Mal und enteilten auf 20:13 (36.). „Das war ein perfekter Start. Wir sind in einen Rausch gekommen und waren dann weg“, beschrieb der Trainer die furioseste Phase des Duells. In der Folge ließen die Ostseestädter die Gäste nicht mehr herankommen und schraubten den Vorsprung sogar noch ein ganzes Stück weit nach oben.

Über das von den HCE-Fans mit Spannung erwartete Heimspiel gegen Spitzenreiter Dessau am ersten Adventswochenende mochten nach dem Erfolg gegen Oranienburg weder Spieler noch Trainer reden. „Wir sind gut beraten, immer erst die Aufgaben zu erledigen, die unmittelbar bevorstehen“, sagte Philipp Asmussen, der mit sieben Treffer erfolgreichste Empor-Schütze.

Am kommenden Sonnabend treten die Rostocker bei der Bundesliga-Reserve der Füchse in Berlin an.

Von Christian Lüsch

Weil von den zurückliegenden vier Drittliga-Spielen nur eines gewonnen wurde, herrscht bei den Rostocker Handballern eine gewisse Unzufriedenheit. Der Tabellendritte will am Sonntag (16.30 Uhr, Ospa-Arena) beim Heimspiel gegen Oranienburg die Chance nutzen und einen Sieg feiern.

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