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Handball Nur ein magerer Punkt
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00:00 12.02.2018
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Rostock/Greifswald

Mit dem 33:33 beim Tabellenletzten der MV-Liga, dem HC Empor Rostock II, haben die Greifswalder Handballer des HC Vorpommern, dieTabellensiebter sind, mit Sicherheit nicht ihre Zielstellung erreicht. Der Greifswalder Trainer Thomas Krabbe kommentierte nach dem Spiel denn auch nüchtern: „Während wir in der vergangenen Woche gegen Schwaan (30:30 – Anm.d.R.) wohl einen Punkt gewonnen haben, muss man diesmal klar sagen, dass wir gegen Rostock einen Punkt verschenkt haben.“

Tore Marks – hier mit Ball in einem früheren Spiel – musste auch in Rostock richtig einstecken. Gegen das Empor-Team traf der Greifswalder fünfmal. Quelle: Foto: Werner Franke

Dabei sei es besonders ärgerlich gewesen, dass seine Mannschaft in der Schlusssekunde noch einen Siebenmeter kassiert habe. „Das ist schon unerfreulich, zumal wir zwei Minuten vor dem Abpfiff noch mit zwei Toren in Front gelegen haben“, sagt Krabbe. „Wir haben in der turbulenten Schlussphase einfach nicht clever genug agiert.“ Zudem sei es besonders in der zweiten Spielhälfte nicht gelungen, die gewohnt starke Abwehrleistung abzurufen. Die Greifswalder Handballer haben es den Rostockern phasenweise zu einfach gemacht, sie förmlich zum ´Tore-Werfen eingeladen.

Die Anfangsphase der Partie gestaltete sich überaus ausgeglichen. In den ersten zehn Minuten wechselte die Führung munter hin und her. Mit mehr als einem Tor konnte sich bis zum 3:3 (9. Minute) aber keine Mannschaft absetzen. Rostock zog das Tempo an und enteilte bis zur 12. Minute auf 6:3, während die Greifswalder einige Chancen ungenutzt ließen.

Die junge Empor-Mannschaft wusste diesen Vorsprung aber nicht zu nutzen und so gelang den Boddenstädtern kurze Zeit später der Ausgleich zum 6:6 (14.). Wieder ging es „hoch und runter“. Empor führte mit 9:7 (16.), Greifswald glich zum 9:9 (18.) aus. Es gelang den Boddenstädtern nun endlich, die Defensive zu stabilisieren. So wurden einige Bälle hinten erkämpft. Der Lohn dafür war die 10:9-Führung in der 19. Minute, die zweite im bisherigen Spiel nach dem 1:0 von Andreas Teige.

Der Rostocker Trainer erkannte sehr schnell, dass die Greifswalder nun endlich ins Spiel gefunden hatten und wollte mit seiner Auszeit deren Spielfluss unterbrechen. Doch weit gefehlt. Die Greifswalder nutzten die kurze Erholungspause, um nochmals Kraft zu tanken. Sie bestimmten auch in den folgenden Angriffen das Spielgeschehen. In der 23. Spielminute gelang es, sich erstmalig mit drei Treffern auf 13:10 abzusetzen.

Wer nun aber glaubte, dass diese Führung die nötige Sicherheit ins Spiel bringen würde, sah sich schnell getäuscht. So schlossen die Rostocker in der 26. Minute zum 12:13 auf. Da in den nächsten Angriffen die Tore abwechselnd auf beiden Seiten fielen, ging es mit einer knappen 15:14-Führung für die Greifswalder in die Kabinen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte bestimmten zunächst die Vorpommern die Szenerie. Nach einem Doppelschlag durch den erfolgreichsten Greifswalder Torschützen Rückraumspieler, Theo Bleul, (7 Tore) wurde die alte Drei-Tore-Führung (17:14) wieder hergestellt.

Doch wie schon im ersten Durchgang gelang es nicht, diesen Vorsprung zu behaupten. So kassierte Greifswald erneut einige schnelle Gegentreffer. In der 35. Minute war beim 18:18 wieder alles völlig offen. Nun ging das muntere Spiel immer weiter hin und her, wobei immer die Greifswalder vorlegten und es den Rostockern gelang, immer wieder auszugleichen.

So ging es in die spielentscheidende Phase. Fünf Minuten vor dem Abpfiff stand es 30:30. Nach zwei Treffern von Damian Mahlitz legten die Greifswalder erstmal wieder vor und brachten sich in eine gute Ausgangsposition für die alles entscheidenden Schlussminuten. Die Rostocker gaben sich aber noch nicht geschlagen und kämpften bis zum Schluss. So wurde ihnen beim Stand von 32:33 quasi mit dem Schlusspfiff noch ein Siebenmeter zugesprochen. Der Schütze behielt die Nerven und verwandelte zum 33:33.

Der Greifswalder Torhüter Sven Rohleder war nach dem Abpfiff sichtlich enttäuscht: „Die Niederlage ist sehr bitter für uns. Es ist leider nicht gelungen, unseren Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Wir müssen nun aber nach vorn schauen. Bereits am kommenden Samstag wartet mit dem Stralsunder HV II im Pokal ein weiterer schwerer Gegner auf uns.“

HC Vorpommern-Greifswald: Rohleder, Dehne – Mouginot 2, Bleul 7, C. Schulz 6, Marks 5/1, Teige 5, Borchardt, Dachner, Wodke 4, Wessel 1, Mahlitz 3.

Siebenmeter: HC 2/1, Empor 4/2.

Strafminuten: HC 4, Empor 4.

Mayk Schulz

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