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Handball „Raubmöwen“-Kapitänin heuert bei der TSG Wismar an
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00:00 10.07.2018
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Wismar

Obwohl die Drittliga-Handballerinnen der TSG Wismar bis zum Saisonstart am 15. September gegen den Frankfurter HC in eigener Halle noch viel Zeit haben, begannen sie bereits mit der Vorbereitung. Trainer Christoph Nisius (34) bastelt außerdem im Hintergrund eifrig daran, das Team weiter zu verstärken. Nachdem mit Steffi Laas (32) und Christin Wolter (30) – beide SV Grün-Weiß Schwerin – , Lena Bunke (19, SV Warnemünde) und der 16-jährigen Julia Marten (eigener Nachwuchs) vier neue Spielerinnen das TSG-Team verstärken, gibt es nun den nächsten Paukenschlag. Die bisherige Kapitänin der selbst ernannten „Raubmöwen“ vom Drittliga-Absteiger TSV Travemünde, Luisa Karau (20), wechselt überraschend den Verein. Sie hat sich inzwischen bei der TSG Wismar angemeldet. Ihr neuer Trainer ist auch der alte. Denn Nisius war bis Oktober 2017 Coach der „Raubmöwen“, ehe er nach dem Rücktritt von TSG-Trainer Jörn Harder aus gesundheitlichen Gründen nach Wismar wechselte. Er schaffte als Tabellenzweiter hinter dem Oberliga-Meister BFC Preussen den Aufstieg mit den Wismarerinnen. Die Berlinerinnen hatten aus finanziellen Gründen verzichtet (die OSTSEE-ZEITUNG berichtete). Im direkten Vergleich besiegten die Schützlinge von TSG-Trainer Christoph Nisius zweimal die Hauptstädterinnen.

Die 20-jährige Luisa Karau wechselt vom TSV Travemünde zum Handball-Drittligisten TSG Wismar. Quelle: Foto: Archiv
„Ich freue mich sehr, dass sich Luisa Karau für uns entschieden hat.“Christoph Nisius Trainer TSG Wismar

„Ich freue mich sehr, dass sich Luisa Karau für uns entschieden hat. Ich habe mit ihr zusammengearbeitet und kenne ihre Qualitäten“, sagt der 34-Jährige. „Sie ist in der Defensive stark, und ich hoffe, dass ich sie auf ein neues Level bringen kann“, ergänzt der TSG- Coach.

Der Wechsel der 1,75 Meter großen Kreisspielerin kam für die Travemünder Handballverantwortlichen überraschend. Denn noch vor dem letzten Abstiegsduell in der 3. Liga im April hatte Karau dem Verein ihre Treue versichert. „Egal, was kommt, ich bleibe in Travemünde“, sagte Luisa Karau damals. Noch Anfang Juli wollte TSV-Teammanager Christian Görs um „seine“ Kapitänin ein neues und schlagkräftiges Team für die Oberliga Ostsee-Spree zusammenstellen. Dieser Traum der „Raubmöwen“ ist nun geplatzt wie eine Seifenblase. „Ja, das stimmt. Ich habe damals meine Zusage gegeben“, gibt die 20-Jährige ehrlich zu. „Doch es sind viele Leistungsträgerinnen weggegangen. Deshalb habe ich mich zu diesem Schritt entschieden. Ich möchte so lange Leistungshandball spielen, wie es mein Körper hergibt. In Wismar habe ich die Möglichkeit. Hier stimmt das Umfeld“, so Lusia Karau. Nicht nur ihr neuer Trainer Christoph Nisius ist ihr vertraut. Auch die Mannschaft und das TSG-Heimpublikum. „Als Gegner habe ich mich hier bei unseren Auswärtsspielen damals nicht wohl gefühlt. Die Stimmung ist in Wismar überragend. Deshalb freue ich mich schon heute auf die Heimspiele in der schönen Sporthalle von Wismar“, schwärmt Karau.

Begonnen hat sie mit dem Handballsport bereits mit elf Jahren. Über die Stationen TSV Schlutup und VfL Bad Schwartau kam sie 2015 zum TSV Travemünde. In der letzten Saison wurde sie dann die Kapitänin. Doch auch sie konnte den Abstieg nicht verhindern. Arbeiten und wohnen wird Karau weiterhin in Lübeck, wo sie eine Ausbildung an der Uni-Klinik zur medizinischen Assistentin macht.

Peter Preuß

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