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Handball Ribnitzer Handballer besiegen U 19 des HSV Hamburg
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06:36 31.08.2015
Bilder vom 1. AOK Bernstein Cup im August 2015
Bilder vom 1. AOK Bernstein Cup im August 2015 Quelle: Tommy Bastian
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Ribnitz-Damgarten

Ausgelassene Stimmung herrschte am Sonnabendnachmittag in der Sporthalle „Am Mühlenberg“ in Ribnitz-Damgarten (Landkreis Vorpommern-Rügen). Die MV-Liga-Handballer des Ribnitzer HV (RHV) lagen sich freudestrahlend in den Armen. Sie gewannen die Premiere ihres AOK Bernstein Cups durch einen 28:27-Erfolg im entscheidenden Spiel gegen die U 19 des Bundesligisten HSV Hamburg.

„Schön, dass der Bernsteinpokal in Ribnitz-Damgarten geblieben ist. Die Stimmung in der Halle war klasse. Man kann schon jetzt sagen, der Umzug in die Mühlenberghalle hat sich gelohnt“, sagte Antje Weilandt begeistert. Sie ist in der Ribnitz-Damgartener Stadtverwaltung zuständig für Sport und Sportstätten und überreichte am Samstag den Siegerpokal.

„Es war mein erstes offizielles Heimspiel in der neuen Halle. Und es hat richtig Spaß gemacht“, meinte auch RHV-Neuzugang Benjamin Hinz zufrieden. Er kam vom Drittligisten Stralsunder HV. „Die Vorfreude auf die Spielzeit 2015/16 steigt“, ergänzte der 26-Jährige, der auch seine Nebenleute gut in Szene setzte und in der Abwehr beherzt zupackte.

Die Ribnitzer eröffneten das Turnier am Vormittag mit der Partie gegen die A-Junioren (U 19) des Zweitligisten HC Empor Rostock. In einer lange ausgeglichenen Partie übernahmen die Hausherren zu Beginn der zweiten Halbzeit das Zepter. Sie führten zwischenzeitlich schon mit fünf Treffern (21:16 und 22:17), ehe sich die müden Empor-Jungs noch mal wehrten und verkürzten (20:22 und 21:23). Doch am Ende behielten die phasenweise schon sehr kombinationssicheren und abwehrstarken Ribnitzer die Oberhand und gewannen 29:25 (14:12).

„Wir waren in der vergangenen Woche im Trainingslager und haben aus der vollen Belastung heraus dieses Turnier bestritten. Deshalb waren die zweimal 30 Spielminuten zu lang für uns“, analysierte Empor-Trainer Frank Mallach. „Aber der Wettkampf war als Balleinheit eine gute Abwechslung zu unserem harten Athletiktraining. Schade, dass nur drei Mannschaften dabei waren.“ Landesmeister Stavenhagen hatte seine Zusage kurzfristig wieder zurückgezogen.

Noch klarer wurde der Kräfteverschleiß des Rostocker Nachwuchs- Bundesligisten in der zweiten Partie gegen Ligakontrahent Hamburg. In der Anfangsphase überrannte die HSV-Sieben den Gegner, führte schnell mit 8:1 (8.). Schon zur Pause (20:10) war die Partie vorentschieden. Im zweiten Abschnitt steigerten sich die Empor-Junioren und hielten die Niederlage in Grenzen – 19:32 aus HCE-Sicht.

Die Entscheidung über den Turniersieg fiel damit erst im letzten Spiel. Wieder starteten die Hamburger furios, führten schnell mit 3:0 (4.). Doch die Ribnitzer hielten dagegen und drehten das Ergebnis, gingen selbst mit 6:5 in Führung. Fortan bestimmten die Bernsteinstädter über weite Strecken das Geschehen, legten bis auf wenige Ausnahmen immer vor. Die jungen Hamburger – die meisten Spieler waren aus dem Jahrgang 1997 – blieben jedoch dran. Als die Gäste aus der Elbmetropole kurz vor Schluss noch mal in Führung gingen (26:25) war RHV-Torwart-Neuzugang Andreas Lürken, der sich mit Tobias Kleinecke mehrfach abwechselte, zur Stelle und parierte dreimal großartig. Danach machten die Ribnitzer mit drei Treffern hintereinander alles klar und feierten einen verdienten 28:27 (18:17)-Sieg.



Tommy Bastian