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Handball SG schafft kleine Sensation
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00:00 27.11.2017
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Cottbus/Loitz

„Das war das bekloppteste Spiel meines Lebens. Wir alle sind überglücklich, das ist der blanke Wahnsinn“, freute sich Rückraumspieler Julian Schramm nach dem Abpfiff in Cottbus. Seinem Team, der SG Uni Greifswald/Loitz, ist in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree ein sensationeller 28:27-Sieg (Halbzeit 17:7!) beim Vorjahresmeister LHC Cottbus gelungen. Nach sechs Niederlagen in Folge hat sich die Mannschaft von Trainer Alexander Einweg damit eindrucksvoll im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet.

Einweg sprach nach dem Spiel von zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten. „In der ersten Hälfte haben wir nahezu perfekt Handball gespielt. Mit einer ungeheuer effizienten Chancenverwertung, einem Abwehrbollwerk und einem überragenden Paul Weier im Tor warfen wir einen Vorsprung von zehn Toren heraus.“ Nach dem Seitenwechsel setzte Cottbus dem SG-Team mit einer neuen Abwehrtaktik enorm zu.

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„Doch unsere Spieler haben sich in punkto Moral, Kampf und Leidenschaft allesamt übertroffen“, lobte Einweg.

Nach ausgeglichenem Beginn startete die SG Uni/Greifswald nach acht Minuten durch und warf sich eine 11:3-Führung heraus, die sie bis zum Halbzeitpfiff auf 17:7 ausbaute. Enrico Herberg, Vereinsvorsitzender der SG Uni schwärmte vom Auftritt seiner Spieler: „Diese Leistung war einfach grandios. Weiher hatte einen Sahnetag erwischt. Eine geringe Fehlerquote bei den Würfen und im Spiel brachte uns einen Lauf. Die Cottbuser Systemumstellung im zweiten Durchgang schien das Spiel zu kippen. Doch der Trainer hat das berühmte Kaninchen aus dem Hut gezaubert.“ Auch Herberg lobte die unglaubliche Moral, mit der sein Team den Ausgleich (21:21/48.) und den Rückstand hinnahm und dann zurückschlug.

Nachdem die Hausherrren ausgeglichen hatten, schien sich das Blatt zu wenden. „Nun hat keiner mehr nachgedacht. Anfeuern, den Raum für den Mitspieler freikämpfen und treffen“, beschreibt Paul Weier die Stimmung in der Mannschaft. Als Radoslaw Wolski und Lukasz Stefanicki die Gäste auf 27:25 nach vorn gebracht hatten, schaffte Cottbus abermals den Ausgleich. 39 Sekunden waren da noch zu spielen, die SG Uni war im Ballbesitz. Vier Sekunden vor dem Abpfiff kam der Ball über die Staffette Radoslaw Wolski, Marc Hagemeier und Lukasz Stefanicki zu Hannes Lemcke, der aus schwieriger Wurfposition den Ball mit der Schlusssirene zum 28:27 in die Cottbuser Maschen jagte. „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Dieser Sieg hat gezeigt, wozu wir in der Lage sind“, freute sich auch der Sportliche leiter der SG, Jürgen Radloff.

SG Uni Greifswald/Loitz: Weier – Czekansky, Stefanicki 2, Schramm 1, Seidel, Hagemeier 3, Olejniczak 1, Wolski 2, Kokoszka 10/2, Lemcke 7, Gmerek 2. Strafwürfe:

Cottbus 1/1, SG Uni 2/2.

Strafminuten: Cottbus 8, SG Uni 4.

Ralf Scheunemann

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