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Handball SHV-Frauen haben Medaille sicher
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00:23 17.04.2018
Emely Wagner beim Torwurf. Sie erzielte zwei Treffer für den SHV in der Karsten-Sarnow-Halle.
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Stralsund

Glücklich fallen sich die Frauen in die Arme. Im letzten Heimspiel der MV-Liga gegen den Rostocker HC II haben es die Handballerinnen des Stralsunder HV allen gezeigt. Wenn es darauf ankommt, halten sie zusammen, und das macht sie unschlagbar. Kassierte die Mannschaft von Trainer Walter Bollmann im Landespokal noch eine herbe Niederlage gegen den RHC II, ließen die Frauen im Heimspiel keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen.

Handballerinnen besiegen im letzten Heimspiel Rostock und können sogar noch Zweite werden

Statistik

SHV: Foth, Termer, Reumuth 3, Hamann, Feddersen 2, Broszeit 1, Fischer 2, Schumacher 10/3, Hannawald 4, Roth 1, Wienholz, Wagner 2.

RHC II: Schwarz 2, Gaevert 3, Müller 1, Zoll 1, Boelter, Rick, Duwe 6/1, Pohanka 3, Kaden, Harloff, Nau.

Siebenmeter: SHV 4/3, RHC II 3/1.

Strafminuten: SHV 4, RHC II 4.

Beim SHV funktionierte von Beginn an einfach alles besser. Und so setzten sich die Gastgeberinnen bereits zur Halbzeit auf 13:7 ab. Am Ende siegte Stralsund vor heimischer Kulisse mit 25:16. „Wir haben in Bestbesetzung gespielt, auch die zwei Spielerinnen, die zuvor abgesagt hatten, kamen doch zum Spiel“, sagt Walter Bollmann.

Nach der Pokalniederlage gegen Rostocks Zweite waren die Damen vorgewarnt. „Wir wussten, dass sie sehr schnell sind“, so der Coach. Doch die Stralsunderinnen waren schneller. „Mit dem Rückzugsverhalten war ich sehr zufrieden. Wir haben maximal zwei Kontertore kassiert. Das ist schon ein Plus.“ Nach zehn Minuten führte der SHV 6:0. „Das beruhigt natürlich“, weiß der Trainer. In der Folgezeit dominierten weiter die Gastgeber.

In Hälfte zwei machten beide Teams ein paar Fehler, doch der SHV blieb immer in Führung. „Bis zur 50. Minute hatten wir acht Tore Vorsprung, danach sogar neun“, fasst Bollmann zusammen. Die Rostockerinnen erholten sich nicht und liefen dem SHV immer hinterher. So gewann die Heimsieben verdient. „Die Mädels waren sehr gut drauf und haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt.

Überragend waren Nele Schumacher, Paula Reumuth und Peggy Hannawald“, lobt er.

Mit dem Sieg haben die Frauen gleichzeitzig ihr Saisonziel erreicht. „Wir wollten eine Medaille holen, und Bronze ist uns nicht mehr zu nehmen“, erklärt Bollmann. Ein Duell steht aber noch aus. Das im Dezember ausgefallene Spiel beim RHC II soll am 5. Mai um 18 Uhr nachgeholt werden. Sollte der SHV dort erneut gewinnen, dürfen sich die Frauen sogar über die Silbermedaille freuen. Doch egal wie das letzte Match ausgeht, für Walter Bollmann und das Team war es schon jetzt ein gelungener Abschluss. Denn die Wege des Trainergespanns Walter Bollmann/Thomas Braun und die einiger Spielerinnen trennen sich. „Eigentlich wollten wir schon nach der letzten Saison aufhöhren“, erklärt Bollmann. Da die Sportlerinnen aber noch ein Jahr lang zusammenspielen wollten, blieben auch die Trainer dabei.

Nach dem Spiel in Rostock werden jetzt einige ihre Handball-Karriere beenden. „Und auch wir hören auf“, bestätigt der Coach. So gab es denn nicht nur lachende Gesichter am Sonntag.

Nele Schumacher beispielsweise verlässt das Team. Aufgrund ihres Studiums in Güstrow ist sie zeitlich stark eingebunden. „Ich konnte nur freitags zum Training kommen“, sagt sie. Der Sportlerin fällt der Abschied sichtlich schwer. Umso mehr freue sie sich über die Medaille. „Dass wir das geschafft haben, ist total klasse, auch wie wir heute aufgetreten sind!“

„Manchmal hätte man das in der Saison nicht mehr für möglich gehalten“, ergänzt Emely Wagner. Die privaten Verpflichtungen der Damen wirkten sich nicht nur aufs Training aus. Auch im Ligabetrieb machte es sich bemerkbar. „Wir hatten ingesamt eine durchwachsene Saison“, sagt Emely Wagner.

Mal fehlten wichtige Akteure der Mannschaft, dann stimmte die Chancenverwertung nicht. Dafür lief es am Wochenende noch einmal rund. Nele Schumacher: „Der Teamgeist hat einfach gestimmt.“ Den und ihren Sieg konnten die Damen anschließend ausgelassen feiern.

Manuela Wilk

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