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Handball Empor-Spitzenspiel soll wieder ein Handballfest werden
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Spitzenspiel des HC Empor Rostock soll wieder ein Handballfest werden

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17:40 26.02.2020
Der HC Empor Rostock zieht zum Drittliga-Spitzenspiel gegen Hildesheim in die Rostocker Stadthalle. Quelle: Sebastian Heger/HCE
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Rostock

Wenn der HC Empor am Freitagabend (19.30 Uhr) den Tabellenvierten Eintracht Hildesheim zum Spitzenspiel empfängt, wird das für eine Rostocker Handball-Legende zur Rückkehr ins einstige sportliche „Wohnzimmer“. Frank-Michael Wahl, den heute noch alle „Potti“ nennen, wird eigens aus Hessisch Oldendorf anreisen und den Spielball in der Stadthalle präsentieren.

Der mit 344 Auswahleinsätzen und 1338 Treffern deutsche Rekordnationalspieler und -torschütze ist dem Handball als Trainer des Landesligisten HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf noch immer eng verbunden. Gleichzeitig interessiert sich der 63-Jährige nach wie vor für jenen Verein, mit dem er seine größten Erfolge feierte. „Ich habe die Entwicklung bei Empor mit Freude und Interesse zur Kenntnis genommen“, sagt Wahl, der es bedauert, dass die Rostocker im Frühjahr trotz des Staffelsiegs in der 3. Liga nicht direkt aufgestiegen sind. „Verdient hätten sie es gehabt.“

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Den aktuellen Zweikampf mit dem Dessau-Roßlauer HV an der Spitze hält der einstige Ausnahmehandballer für noch nicht entschieden. „Ich habe den 32:26-Sieg im Hinspiel im Internet gesehen und festgestellt, dass Empor auf einem guten Weg ist“, lobt der Mann, der die Bälle einst mit über 150 Kilometer pro Stunde ins Netz jagte, seine Nachfolger. Auch wenn derzeit alles für das Team aus Sachsen-Anhalt spreche, sei noch eine Chance für die Rostocker vorhanden. „Warum sollen sie nicht in Dessau gewinnen?“, fragt Wahl.

Jetzt steht aber erst einmal die Aufgabe gegen die Eintracht aus Hildesheim vor dem Tabellenzweiten, der dabei einmal mehr auf die Unterstützung von über 4000 Zuschauern zählen kann. „Von dieser Zahl gehen wir aus“, freut sich Klubchef Tobias Woitendorf, für den der Besuch von „Potti“ Wahl „eine besondere Wertschätzung für unsere Arbeit ist. Ich denke mal, er wird begeistert empfangen werden.“

Auf die Begeisterung der mehr als 4000 Fans setzt auch Empor-Trainer Till Wiechers. „Die Spiele vor so einer Kulisse in der Stadthalle sind immer etwas Besonderes. Wir wollen unbedingt gewinnen“, gibt der 36-Jährige vor. Dass mit Janos Steidtmann, Jonas Ottsen, Nick Witte, Philipp Asmussen und Jakub Zboril erneut fünf verletzte Spieler fehlen werden, sei intern kein Thema mehr. Wiechers: „Wir können es sowieso nicht ändern, und immerhin ist Leon Mehler wieder dabei.“ Der Torhüter hat sich nach seinem Fingerbruch im Team zurückgemeldet, auch Per Oke Kohnagel ist wieder einsatzfähig.

So stehen dem Coach immerhin elf Feldspieler zur Verfügung, die in der jüngeren Vergangenheit gezeigt haben, dass sie gut und erfolgreich Handball spielen können. Für die Partie gegen Hildesheim haben sie sich gemeinsam mit Wiechers „ein paar Sachen überlegt“, wie man den Gegner ärgern kann. Das wird auch nötig sein, denn der Gast aus Niedersachsen wird das Feld keineswegs kampflos räumen. „Das wird ein absolutes Highlight für die Mannschaft und eine gute Gelegenheit zu zeigen, was wir draufhaben“, sagt Eintracht-Trainer Jürgen Bätjer und fügt hinzu: „Wenn wir vor so einer Kulisse bestehen wollen, dann müssen wir mit breiter Brust und absolutem Willen ins Spiel gehen.“ Es ist also angerichtet für ein weiteres Handballfest in der Stadthalle.

Livestream: www.sportdeutschland.tv

Von Burkhard Ehlers