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Handball TSG-Damen schaffen glanzlosen Heimsieg
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00:00 29.01.2018
Vivien Millrath (M.) springt am höchsten und erzielt anschließend ein Tor. Insgesamt bugsierte sie den Ball zehn Mal ins gegnerische Gehäuse und trug somit entscheidend zum 24:19-Sieg der TSG Wismar gegen die HSG Ahrensburg/Schenkenhorst bei. Quelle: Foto: Daniel Koch
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Wismar

Einen glanzlosen 24:19 (13:6)-Heimsieg feierten die Oberliga- Handballerinnen der TSG Wismar am Sonnabend gegen das Team der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst (Brandenburg). Das Hinspiel hatten die Wismarer Oberliga-Damen noch mit 28:20 gewonnen.

Wismarer Oberliga-Handballerinnen gewinnen gegen HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst aus Brandenburg 24:19

Obwohl die Hansestädterinnen in den ersten zehn Spielminuten ein wahres Feuerwerk zündeten und dafür sehr viel Beifall von den 470 Zuschauern auf den Rängen erhielten, häuften sich danach unerklärlicherweise plötzlich die Fehler im TSG-Team. Darüber war Trainer Christoph Nisius (34) stinksauer. Mehrmals lief er an der Bank auf und ab, vergrub sogar seinen Kopf unter der Kapuze seines Pullovers.

„Die erste Halbzeit war so, wie wir es geplant haben – die zweite Hälfte war allerdings unterirdisch. Wir machten zu viele einfache Fehler im Umkehrspiel“, war der TSG- Trainer enttäuscht. „Wir liefern Woche für Woche unsere Leistung ab, gewinnen mit zehn und mehr Toren Unterschied, da muss man den Mädels verzeihen, wenn es mal eine Halbzeit nicht so gut läuft“, stellte sich Nisius dann aber wieder vor sein Team. „Wenn man den Gegner so klar beherrscht, dann wird man auch mal nachlässig“, meinte der 34-Jährige.

TSG-Spielerin Vivien Millrath, die mit zehn Treffern beste Torschützin ihres Teams war, zuckte nach der Partie auch nur mit den Schultern. „Wenn Du so klar führst, dann ist die Spannung weg. Und wenn Du dann nachlässig bist, dann wirst Du bestraft. Wir haben in jedem Spiel mal so zehn Minuten, wo es nicht so läuft. Daran arbeiten wir“, sagte sie. Millrath eröffnete bereits nach 51 Sekunden den Torreigen. Nach sieben Minuten führten die Wismarerinnen schon mit 5:0, bauten diesen Vorsprung teilweise auf elf Tore aus. Zur Halbzeit stand es bereits 13:6 für die Gastgeberinnen.

Doch danach häuften sich die Fehler im Spielaufbau der TSG-Damen. Bälle wurden leichtfertig vergeben. Das nutzten die Gäste und konnten so das Ergebnis in Grenzen halten. In den letzten vier Spielminuten erzielten die Schützlinge von Christoph Nisius keinen Treffer mehr. Am Ende war es dann aber mit 24:19 ein klarer Erfolg für die TSG-Sieben. Das erkannte auch Gästetrainer Kai Kischel an: „Die TSG hat verdient gewonnen und beherrscht gemeinsam mit dem BFC Preussen Berlin die Liga nach Belieben. Ich hoffe, dass die Wismarer in die dritte Liga aufsteigen. Nachdem ihnen zehn Punkte wieder gutgeschrieben wurden, ist das ja jetzt auch möglich.“

Keine guten Noten erhielten die beiden Schiedsrichter Christoph Kobelt und Christian Sahmkow von beiden Trainern. Für ihren lauthals geäußerten Unmut bekamen sie daraufhin auch die Gelbe Karte von den Unparteiischen gezeigt.

Statistik

TSG Wismar: Steiner, Schultz – Krohn 2, Tegler, Kriegsmann, Bibow 3, Wilhelm 1, Dürl 1, Pinkohs 1, Powierski 1, Bartlau 3, Millrath 10, Evangelidou, Misevska 2.

Siebenmeter: TSG 1/1, HSG 3/2.

Strafminuten: TSG 4, HSG 6.

Spielfilm: 1:0 (1.), 2:0 (2.), 3:0 (4.), 4:0 (6.), 5:0 (7.), 8:2 (12.), 12:3 (25.), 13:6 (27.), 16:6 (35.), 20:10 (40.), 22:14 (49.), 24:19.

Peter Preuß

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