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Handball TSG-Damen verlieren zum Auftakt mit 20:26
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00:00 17.09.2018
Spielte mit einer Manschette am Wurfarm und erzielte vier Tore für die TSG Wismar: Vivien Millrath (mit Ball). FOTOS (2): DANIEL KOCH
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Wismar

„Willkommen in der dritten Liga“, sagte TSG-Trainer Christoph Nisius nach dem Spiel gegen den Frankfurter HC zu seinen Spielerinnen. Sein Team hatte die Auftaktpartie in der 3. Liga vor 450 Zuschauern in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße mit 20:26 (9:13) verloren.

Drittliga-Handballerinnen zahlen gegen den Frankfurter HC Lehrgeld

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Die Analyse für die Niederlage hat Nisius dann auch gleich in der anschließenden Pressekonferenz gegeben. „Wir haben 23 technische Fehler gemacht. Das waren zu viele, die dann auch vom Gegner bestraft wurden“, stellte er fest. „Nach oben haben wir noch viel Luft, vor allem in den Passbereichen. Die Torfrau der Frankfurterinnen war sehr gut“, ergänzte der TSG-Trainer. Trotzdem blickte er gleich wieder nach vorn und meinte, dass sein Team aus der Niederlage die richtigen Schlussfolgerungen ziehen werde. „Positiv habe ich gesehen, dass wir konditionell ganz gut sind. Wir hatten in den letzten 20 Minuten Tempoüberhand“, so der TSG-Coach.

Unterstützung erhielt Christoph Nisius von Gäste-Trainer Wolfgang Pötzsch. „Ich bin mir sicher: Wenn ihr die Fehler minimiert, mit dem Kampfgeist und dieser Halle holt ihr eure Punkte – ganz sicher“, lobte er die Hansestädterinnen. Trotz des 26:20-Sieges war Pötzsch mit der Leistung seines Teams nicht gänzlich zufrieden. „Wir haben auch zu viele Fehler gemacht – 15 an der Zahl – das geht gar nicht. In der Abschlusshandlung waren einige Blackouts“, kritisierte der Frankfurter Trainer seine Spielerinnen.

Dass die Wismarer TSG-Handballerinnen voll motiviert waren und nicht aufsteckten, als sie teilweise schon mit acht Toren zurücklagen, honorierten die Zuschauer nach der Partie mit viel Beifall. „Das war Balsam für die Seele und macht Mut für die nächsten Spiele“, freute sich Vivien Millrath. Die Torjägerin konnte trotz ihrer Verletzung am Ellbogen des Wurfarmes auflaufen. Die medizinische Abteilung hatte ganze Arbeit geleistet und um den Arm eine Manschette gelegt. „Ich habe keine Schmerzen gespürt“, sagte Vivien Millrath.

Wie wichtig sie für das TSG- Team ist, bewies die Torjägerin vor allem in der Anfangsphase. Nach dem 0:2 war sie es, die in der fünften (1:2) und in der zwölften Minute (2:6) die ersten beiden Treffer für die Wismarerinnen erzielte. Doch dann schlichen sich im TSG-Spiel zu viele Abspiel-, Fang- oder Schrittfehler ein, so dass die Gäste den Vorsprung zur Halbzeit auf 13:9 ausbauen konnten.

Bei den Oderstädterinnen ragten Saskia Nühse und Vanessa Plümer heraus. Nühse eröffnete auch den Torreigen der Gäste. Mit neun Treffern war sie erfolgreichste Werferin ihres Teams. Plümer traf sechsmal ins Schwarze – dreimal vom Siebenmeterpunkt.

Obwohl die zweite TSG-Torhüterin Tina Schultz – sie wurde für die am Sprunggelenk verletzte Justin Spierling zu Beginn eingesetzt – drei Siebenmeter halten konnte, wechselte der TSG-Trainer sie in der zweiten Halbzeit wieder aus und stellte doch noch Spierling ins Gehäuse. Die Mannschaftskapitänin biss sich auf die Zähne und verdrängte somit den Schmerz am Fuß. Sie sorgte mit einigen guten Paraden für mehr Ruhe im TSG-Spiel. Dennoch konnten die Gastgeberinnen das Ruder nicht mehr herumreißen. Bis zum Schluss waren sie bemüht, den Rückstand so gering wie möglich zu halten. Am Ende waren es mit 20:26 nur sechs Tore.

Steffi Laas, die nach einigen Jahren wieder aus Schwerin nach Wismar zusammen mit Christin Wolter zu ihrer alten Spielstätte zurückgekehrt ist, strahlte schon vor dem Anpfiff übers ganze Gesicht. „Es war so, als wenn ich nie weg gewesen wäre“, schmunzelte sie. Für die 19-jährige Lena Bunke war die Partie gegen den Frankfurter HC in der 3. Liga eine Premiere. Bisher spielte sie für den SV Warnemünde in der 5. Liga. „Ich war schon nervös. Das will ich nicht bestreiten. Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat“, meinte Lena Bunke.

Statistik

TSG Wismar: Spierling, Schultz – Dürl, Bunke 1, Laas 3, Wolter, Bibow 1, Kellert 1, Pinkohs 3/3, Powierski 3, Bartlau 4/1, Millrath 4.

FHC: R. Nühse, Schneider – Heinrich 4, S. Nühse 9, Loll 2/1, Kresovic 1, Plümer 6/3, Gothow, Strauß, Dürrwald, Bertram, Ghiocel, Müller 4, Wagner.

Siebenmeter: TSG 5/4, FHC 5/3.

Strafminuten: TSG 2, FHC 6.

Spielfilm: 1:2 (5.), 1:4 (10.), 3:7 (15.), 5:9 (20.), 7:11 (25.), 9:13 – 11:15 (35.), 12:19 (40.), 14:20 (45.), 15:22 (50.), 17:24 (55.), 20:26.

Schiedsrichterinnen: Pohlmann und Sense (Berlin).

Peter Preuß

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