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Sportmix Im Weihnachtsfieber: Seawolves und deren Anhänger beschenken Kids
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Im Weihnachtsfieber: Seawolves und deren Anhänger beschenken Kids 

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21:29 18.12.2019
In Kuschelstimmung: Michael Jost (l.) und Tom Alte von Basketball-Zweitligist Rostock Seawolves haben an ihrem trainingsfreien Tag sichtlich Spaß auf dem Weihnachtsmarkt der Hansestadt. Quelle: foto: René Warning
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Rostock

Kaum hatten die Seawolves-Akteure Michael Jost und Tom Alte an ihrem trainingsfreien Vormittag ihren Bummel auf dem Weihnachtsmarkt begonnen, sprang ihnen an der ersten Losbude ein Thema sprichwörtlich ins Auge: Kuscheltiere. Als Fans würden sich beide zwar nicht bezeichnen, aber vor allem die watteweichen Alpakas hatten es den beiden scheinbar angetan. Schon am Sonntag bei der Basketball-Partie gegen Phoenix Hagen (Sprungball 14.30 Uhr) werden ihnen diese und andere Stofftiere in der Rostocker Stadthalle zuhauf begegnen. In der Halbzeitpause, in der die Spieler in der Kabine eigentlich den Plan für die zweite Hälfte aushecken, wird es in der Arena Plüschtiere regnen. Was sich zunächst skurril anhört, ist eine große Benefizaktion der Seawolves zum Weihnachtsfest, bei der Kinder der Kinderklinik, die Kids aus dem DRK-Kinderheim und Heranwachsende aus weiteren Einrichtungen mit den dann gereinigten Kuscheltieren beschenkt werden.

Tom Alte kennt diese Tradition – den sogenannten Teddy Bear Toss – aus Amerika. „Das kommt ursprünglich vom Eishockey und ist eine schöne Gelegenheit, Kindern, den es nicht so gut geht, eine Freude zu bereiten“, sagt der Center. Er hatte auf der Hinfahrt zum vergangenen Auswärtsspiel nach Kirchheim von der Aktion gehört. „Ich habe mich darüber gefreut und finde die Idee klasse“, meint der 24-Jährige. Kollege Jost sieht darin ein tolles Zeichen zu Weihnachten. „Den Kids die verdiente Aufmerksamkeit und ein Lächeln zu schenken, ist das Mindeste. Diese Aktion wird bestimmt gut angenommen“, ist sich Jost sicher.

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Für beide Athleten gehören an Weihnachten Besinnlichkeit und Nächstenliebe zusammen. Während Tom Alte jedes Jahr zusammen mit seiner Familie im väterlichen Fachwerkhaus im Elsass feiert, zieht es Michael Jost über die Feiertage meist weg aus seiner Heimatstadt Berlin. „In diesem Jahr fahren meine Freundin Julia, unsere beiden Hunde und ich in ein Ferienhaus in Kappeln, südöstlich von Flensburg. Dort haben wir etwas Ruhe und gewinnen Abstand zum Alltag“, erzählt Jost. Außer dem obligatorische Festtagsbraten gibt es keine festen Rituale.

Ähnlich ist es auch bei Familie Alte. „Wir essen gemeinsam Fondue und schauen dann meist spontan, was wir machen. Wir schenken uns natürlich auch weniger. Das Lego liegt dann leider nicht mehr unter dem Baum“, scherzt der 2,07 Meter große Hüne.

Damit aber das Fest für alle, die es mit den Seawolves halten, besinnlich und unbeschwert wird, wollen die beiden Seawolves-Akteure mit ihren Teamkollegen nach dem Heimsieg gegen Bremerhaven vor zwei knapp zwei Wochen unbedingt in ihrem sportlichen Wohnzimmer nachlegen und eine Erfolgsserie starten. Denn nach dem Spiel gegen Hagen kommen am 29. Dezember noch die Chemnitz Niners und am 5. Januar die Panthers Schwenningen in die Hansestadt. „Wir wollen die Stadthalle zusammen mit unseren Fans zu einer Festung machen. Jetzt haben wir die Chance dazu. Wenn wir Konstanz in unser Spiel bekommen, können wir es schaffen,“ ist Michael Jost optimistisch. Eine bessere – auch nachträgliche – Bescherung als dann vier Heimsiege in Serie könnte es wohl kaum geben.

Tickets sind erhältlich unter: tickets.seawolves.de, im Fanshop in der Langen Straße und an der Tageskasse.

Von René Warning

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