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Leichtathletik Dobberschütz startet erstmals bei deutscher Meisterschaft
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00:00 03.09.2018
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Grevesmühlen

Erstmals in ihrer Karriere nahm Mehrkämpferin Gesa Dobberschütz vom SV Blau-Weiß Grevesmühlen an den deutschen Meisterschaften, die in Wesel (Nordrehin-Westfalen) stattfanden, im Siebenkampf teil. Am Ende belegte sie einen Platz im Mittelfeld.

Gesa Dobberschütz schaffte im Hochsprung 1,46 Meter. Bei 1,49 Metern musste sie die Segel streichen. Quelle: Foto: Lona Quednau

Die erste Disziplin waren die 80 Meter Hürden, bei denen die Blau-Weiß-Athletin nach einem Fehlstart einer anderen Athletin in ihrem Lauf beim zweiten Startversuch noch eine sehr gute Zeit von 12,99 Sekunden ins Ziel brachte. Schon nach dieser Disziplin wurde klar, dass das Niveau bei den Titelkämpfen sehr hoch war, da viele Athletinnen in der Altersklase W 14 deutlich unter der 13-Sekunden-Marke blieben. Der Hochsprung stand als zweites auf dem Zeitplan und wurde durch den böigen Wind zu einer anstrengenden Disziplin. Beim Einspringen machte der Wind schon Probleme, so dass Gesa niedriger als gewohnt in den Wettkampf einstieg. Bis 1,40 Meter übersprang sie alle Höhen im ersten Versuch. Danach konnte sie 1,43 Meter und 1,46 Meter jeweils im zweiten Versuch meistern.

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Leider fiel die Latte dreimal bei 1,49 Meter. Dadurch blieben leider einige Punkte liegen. Im anschließenden Kugelstoßen wurde Gesa durch die starken Athletinnen vor ihr ein wenig verunsichert. Beim Einstoßen sah noch alles leicht und locker aus, doch im Wettkampf war ihr die Nervosität anzumerken – es wollte einfach kein guter Versuch gelingen. Aber mit einem soliden Stoß auf 6,98 Meter beendete sie die dritte Disziplin.

Nun musste neue Motivation für die anstehende letzte Disziplin des ersten Tages – den 100-Meter-Lauf – geschöpft werden. Am frühen Abend lief Gesa bei sehr kühlen Temperaturen nur zwei Zehntel über ihrer Bestleistung in 13,41 Sekunden ins Ziel und konnte wieder einige Punkte für die Gesamtwertung gutmachen.

Der zweite Wettkampftag begann mit leichten Regenschauern in der Vorbereitung auf den Weitsprung. Pünktlich zum ersten Versuch riss der Himmel auf, und die Sonne kam kurz zum Vorschein. Mit 4,50 Metern zeigte Gesa einen soliden Sprung. Nach einer kleinen Korrektur im Anlauf durch Trainer Siemund legte sie im zweiten Versuch noch 20 Zentimeter drauf und landete bei 4,74 Metern in der Grube. Der dritte Versuch war technisch noch besser und weiter, aber bei der Landung waren leider die Fingerspitzen zu früh im Sand. Bei der vorletzten Disziplin – dem Speerwurf – klappte es wieder ein bisschen besser. Gesa warf den 500 Gramm schweren Speer auf 22,97 Meter.

Die abschließenden 800 Meter wurden für alle Athletinnen noch mal eine aufregende Angelegenheit. Gesa lief wie gewohnt ein starkes Rennen. Dennoch reichte die Kraft nicht ganz aus, um vorn mitzulaufen. Mit guten 2:42,28 Minuten platzierte sie sich im mittleren Teilnehmerfeld. Am Ende des zweiten Wettkampftages gingen 3280 Punkte für Gesa in die Gesamtwertung ein. Damit platzierte sie sich im mittleren Teilnehmerfeld.

„Es war schon eine tolle Erfahrung für Gesa, bei den deutschen Meisterschaften überhaupt teilnehmen zu dürfen. Auch wenn nicht immer alles so gut funktioniert, wie wir es uns im Vorfeld erhofft haben, ist es eine runde Sache geworden“, lobte ihr Trainer Robert Siemund die Leistung seines Schützlings.

rs

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