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Leichtathletik Julia Ulbricht wirft Silberweite
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20:26 21.07.2019
Julia Ulbricht (1. LAV Rostock) wurde Speerwurf-Vizeeuropameisterin der U 20. Quelle: FOTO: EIBNER
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Rostock/Boras

Glanzvoller Abschluss der Leichtathletik-Europameisterschaften für Julia Ulbricht: Die Rostocker Speerwerferin gewann am Sonntag im schwedischen Boras die Silbermedaille. Mit 54,98 Metern musste sich die 18-Jährige nur der Italienerin Carolina Visca (56,48 m) geschlagen geben.

„Das war ein Top-Wettkampf auf richtig gutem Niveau. Ich bin sehr, sehr zufrieden“, freute ihr Rostocker Heimcoach und Frauen-Bundestrainer Mark Frank. Sein Schützling brachte alle Versuche über die 52-Meter-Marke, drei Mal schlug der Speer sogar jenseits der 54 Meter ein. „Eine solche Serie muss man erst einmal schaffen“, lobte der Coach, „da gab es ganz andere, die auf der Strecke geblieben sind“. So blieb die Griechin Elina Tzenggo deutlich unter ihrer Jahresbestweite von 61,48 m und verpasste mit 53,99 m sogar eine Medaille.

Julia Ulbricht, die bei der U-18-WM 2017 Vierte geworden war, durfte sich dagegen über ihr erstes internationales Edelmetall freuen. „Die hat sie sich wirklich verdient“, lobte Mark Frank. Gleich im ersten Versuch setzte sich die Rostockerin mit 54,98 Metern an die Spitze des Feldes. Schon in der Qualifikation hatte die aus prerow stammende Werferin mit 55,55 Metern so weit geworfen wie nie zuvor in ihrer noch jungen Laufbahn. Im zweiten Durchgang zog die Italienerin Visca vorbei. Aber gegen die anderen Kontrahentinnen behauptete sich die Mecklenburgerin souverän. Im vierten Durchgang erzielte sie die 54,98 m, die ihr Silber bescherten.

Leonie Tröger (Halle) warf sich im letzten Durchgang mit 52,02 Metern noch auf Rang sechs nach vorne. Mit dem achten Rang von Elisabeth Hafenrichter (München) konnte sich das deutsche Trio komplett in den Top acht platzieren.

Im Stabhochsprung-Finale verpasste die für den SC Potsdam stammende Schwerinerin Lauré Scheutzow mit ihrer Höhe von 4,06 m als Fünfte eine Medaille um zehn Zentimeter. Ihre zwillingssschwester Doville Michelle vom Schweriner SC kam mit 3,91 m auf den geteilten sechsten Platz. In einer anderen Dimension sprang Junioren-Europameisterin Aksana Gataullina. Die 19-jährige Tochter von Ex-Weltrekordhalter Radion Gataullin aus Russland, gewann mit 4,36 m.

Die deutschen Sprinter haben mit einem starken Endspurt im Finale über 4 x 100 Meter Staffel-Gold gewonnen. Schlussläufer Lucas Ansah-Peprah (Hamburg) gab alles und holte die bis dahin führenden Nationen Großbritannien und Italien noch ein. Als die deutsche Staffel mit der Siegerzeit von 39,79 Sekunden auf Position eins der Ergebnistafel erschien, war der Jubel des Quartetts groß.

Für die erste deutsche Medaille hatte am Sonnabend Läufer Elias Schreml gesorgt. Der Dortmunder siegte in neuer Bestzeit überraschend über 3000 Meter. Kurz danach erfüllten Josina Papenfuß (Westerstede) und Paula Schneiders (Mönchengladbach) 3.000 Meter Hindernis-Finale die Medaillenhoffnungen. Die Nummern eins und zwei der europäischen U-20-Bestenliste holten Gold und Bronze.

Kai Rehberg

Die einzige Leichtathletin aus MV an der U-23-EM im schwedischen Gävle kommt mit einer Silbermedaille nach Hause: Sophie Weißenberg vom SC Neubrandenburg absolvierte mit 6175 Punkten den zweitbesten Siebenkampf ihrer Karriere. Besser war nur die Schweizerin Géraldine Ruckstuhl (6274).

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