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Motorsport Lokalmatador sorgt für das Highlight
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14:48 10.06.2019
Bergring-Pokalsieger Robert Baumann. Quelle: FOTO: RALF DREIER
Teterow

Eine Sensation, ein überfälliger Triumph und ein Dominator – das 99. Internationale Teterower Bergringrennen bot alles, was sich Motorsport-Fans wünschen. Rund 9000 begeisterte Enthusiasten harrten am Pfingstsonntag bei besten äußeren Bedingungen fast sechs Stunden aus, um 20 spannende Rennen auf dem 1877 Meter langen Grasbahn-Oval zu erleben.

Dabei sollte der abschließende Lauf um den zum 63. Mal ausgetragenen Bergringpokal in der 500-ccm-Soloklasse zum absoluten Höhepunkt werden. Nicht die nach den vorherigen Resultaten favorisierten Akteure, sondern der für den heimischen MC Bergring startende Robert Baumann sicherte sich die Trophäe. Der 31-Jährige brachte in dem Handicap-Rennen seine sieben Sekunden Bonus völlig überraschend ins Ziel und bezeichnete den Sieg als „das Highlight meiner bisherigen Karriere“.

Der Erfolg ist umso erstaunlicher, weil Baumann, der aus der Nähe von Demmin stammt, seine Laufbahn eigentlich schon beendet hatte. So war es beeindruckend, wie er die Konkurrenz in Schach hielt. Am Ende hatte Vorjahressieger Mitch Godden (Großbritannien) über zwei Sekunden Rückstand auf den Mann aus Vorpommern, der Einblicke in die Gefühlswelt bei einem Handicap-Rennen gab: „Am Ende zählst du nur noch die Runden und hoffst, dass die schwarz-weiße Zielflagge bald kommt.“

Im Finale um das „Grüne Band“ hatte Baumann als Siebenter noch keine Rolle gespielt. Dafür strahlte nach diesem Rennen ein Mann, der praktisch zum Bergring-Inventar gehört: Nach drei zweiten und sechs dritten Plätzen sowie einem Erfolg im Lauf der Nationen landete Manfred Knappe (45) seinen ersten „großen“ Sieg in Teterow. „Endlich, nach 25 Jahren, geht doch“, freute sich der sympathische Bayer, der ebenfalls für den MC Bergring startete.

„Mehr als zufrieden“ war auch Daniel Rath (40), der bei seinem Comeback nach fünf Jahren die Plätze vier („Grünes Band“) und drei (Bergringpokal) belegte. „Es ist super gelaufen, jetzt freue ich mich schon jetzt auf das Jubiläumsrennen im kommenden Jahr“, blickte der Teterower auf das 100. Bergringrennen voraus.

Auch wenn die Königsklasse der 500er einmal mehr im Mittelpunkt stand – die Show des Tages lieferte Speed-Crosser Simon Schmidt vom MC Bergring den 9000 Fans. Mit seinen 23 Jahren fuhr er die Konkurrenz förmlich in Grund und Boden und verbesserte dreimal in Folge den Rundenrekord auf nunmehr 58,874 Sekunden (114,77 km/h). „Ich habe die Atmosphäre genossen, es war einfach fantastisch“, strahlte Schmidt, der aus Ducherow bei Anklam stammt, nach seinen Siegfahrten in den Rennen um den Speed-Cross- und den Hechtjungenpokal, wobei er die Konkurrenz deklassierte.

Dramatik pur lieferten auch die Quads (bis 750 ccm), die Speed-Cross-Amazonen und die Nachwuchsfahrer. Dabei holten Vater und Sohn Podestplätze. Während Guido Skoppek (Schwerin-Süd/48) im Rennen um den Hechtjungenpokal auf dem dritten Rang landete, gewann Sohn Dino (18) die Youngster-Wertung.

Adolf „Adi“ Schlaak war am Ende des Sonntags mehr als zufrieden. „Wir hatten heute eine tolle Atmosphäre und gestern großartige Speedway-Rennen“, sagte der Organisationschef. Gleichzeitig gab er einen Ausblick auf das Jubiläumsrennen im kommenden Jahr. Dann werde am Pfingstsonnabend, dem 30. Mai 2020, der Speedway-Grand-Prix in der Bergring-Arena ausgetragen, der in diesem Jahr am 31. August über die Bühne geht. „Wir erhoffen uns Synergieeffekte für das Bergringrennen“, so Schlaak. Die Traditionsveranstaltung vertrage nämlich durchaus mehr als 9000 Zuschauer.

Burkhard Ehlers

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