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Sportmix Neun Monate nach letztem Kampf: Grimmener holen Landestitel beim Judo
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Neun Monate nach letztem Kampf: Grimmener holen Landestitel

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15:00 27.10.2020
Nadine Vogt, hier bei einem früheren Wettkampf, holte ihren zweiten Landesmeistertitel bei den Frauen. Quelle: Horst Schreiber
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Grimmen

Nadine Vogt kann es auch in ungewohnter Gewichtsklasse. Die Judoka des KSV Grimmen krönte sich zur Landesmeisterin von MV bei den Frauen bis 70 Kilogramm. Normalerweise kämpft die 20-Jährige gegen Gegnerinnen bis maximal 63 Kilos. Für Vogt waren die Titelkämpfe in Ribnitz-Damgarten der erste Wettkampf seit der Deutschen Meisterschaft Ende Januar. „Ohne die Wettkämpfe fehlt die Abnehm-Routine. Kurz vor den Landesmeisterschaften haben ich mit meinem Trainer entschieden, für die höhere Gewichtsklasse zu melden. So durfte ich endlich mal mit Frühstücksbrötchen im Magen zum Wettkampf“, lacht Vogt.

Neben ihr jubelten acht weitere Grimmener Sportler über Gold. Max Bergmann (bis 60 kg) siegte ebenso souverän wie Nils Patzenhauer (bis 73 kg) bei den Männern. Einen Tag später holten sich sechs Grimmener U-13-Athleten beim Landesvergleichskampf, dem Ersatzcup für die ausgefallenen Landesmeisterschaften, Gold. Maria Drozda (bis 30 kg), Lukas Mäuslein (bis 37 kg), Josefin Tank (bis 40 kg), Oleksandra Drozda (bis 44 kg), sowie Tetyana Suvalo (bis 48 kg) und Emma Walther (bis 57 kg) waren nicht zu schlagen.

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„Toll, dass überhaupt Frauen gestartet sind“

Trainer Hannes Päplow hob Mäuslein und Vogt für ihr technisch sauberes Judo heraus. „Mit meinen Endwürfen, die letztlich die Siege brachten, war ich sehr zufrieden. Es hat mich gefreut, dass ich eine große Bandbreite zeigen konnte“, sagt Vogt stolz.

Sie setzte sich gegen drei Konkurrentinnen durch. Damit war die Gruppe stärker besetzt als ihre eigentliche Gewichtsklasse. „Toll, dass überhaupt Frauen gestartet sind. Ich hatte mit vielleicht einem Kampf gerechnet“, sagt Vogt und schiebt hinterher: „Ich würde aber schon gern wieder in meine alte Gewichtsklasse zurück.“

Corona-Pandemie erschwerte Trainingsarbeit

Nächste Chance dafür wären die Nordostdeutschen Meisterschaften, die für Ende November geplant sind. „Ich hätte gern viel mehr Wettkämpfe dieses Jahr gehabt und die tollen Reisen nach Schweden oder Bremen mitgemacht“, seufzt die Grimmenerin.

Doch die Corona-Pandemie erschwerte das Vorhaben und auch die Trainingsarbeit. Im Frühjahr mussten sie oft zuhause trainieren. Als die Judoka auf die Matten zurückkehrten, gab es anfangs viel Muskelkater. Mittlerweile spielt das Virus während des Kampfes keine Rolle mehr. „Aber man überlegt, ob man überhaupt antreten soll. Und dann kommt das Sportlerherz durch, man will kämpfen“, gesteht Vogt. Der Ehrgeiz wurde mit ihrem zweiten Landesmeistertitel bei den Frauen belohnt.

Abschneiden der weiteren KSV-Sportler: Piet Lorenz (Bronze, Männer bis 73 kg), Yevhen Drozda (5., Männer bis 73 kg), Lenard Walther (Silber, Männer bis 81 kg), Robert Jost (Vorrunde, Männer bis 90 kg), KSV-Mannschaft Bronze, Kateryna Postemskaya (Silber, U 13 bis 33 kg), Lara Bünning (Silber, U 13 bis 40 kg) und Skadi Petereit (Silber, U 13 bis 44 kg), Alex Konrad (Bronze, U 13 bis 46 kg), Marleen Jung (Bronze, U 13 bis 52 kg).

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