Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Pferdesport Olympia-Finale verpasst: Thieme enttäuscht
Sportbuzzer Sportmix Pferdesport

Olympia-Finale verpasst: Thieme enttäuscht

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:56 03.08.2021
An diesem Hindernis leistet sich André Thieme auf Chakaria den Abwurf.
An diesem Hindernis leistet sich André Thieme auf Chakaria den Abwurf. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Anzeige
Rostock/Tokio

Bei seiner Olympia-Premiere hat der Mecklenburger André Thieme das Einzel-Finale der Springreiter verpasst. Von den drei deutschen Startern erreichte am Dienstag in Tokio nur einer das Finale der besten 30 am Mittwoch: Daniel Deußer.

Während der im belgischen Rijmenam lebende Weltranglisten-Erste aus Hessen mit seiner Stute Killer Queen sicher die 14 Hindernisse überwand, lieferte Thieme anschließend einen wenig überzeugenden Auftritt. Der 46-Jährige aus Plau am See zeigte schon früh im Parcours Probleme mit seiner Stute Chakaria. Am fünften Hindernis war es soweit, am Tokio-Oxer fiel die Stange. Und da Thieme auch das Zeitlimit überschritt, war er ausgeschieden.

Im ungewohnten Flutlicht sei seine Stute „übervorsichtig“ gewesen, sagte der dreimalige Sieger des Deutschen Derbys. „Die Pferde sind doch beeindruckt, als wenn die Handbremse angezogen ist. Da muss ich dann als Reiter eingreifen, das ist mir nicht gelungen.“ Das Aus sei „wahnsinnig enttäuschend“.

Auch der andere Olympia-Debütant Christian Kukuk erlebte eine böse Überraschung und schied nach einem Abwurf ebenfalls aus. „Man hat gemerkt, dass sie Neulinge sind. Ihnen fehlt doch etwas die Championatserfahrung“, sagte Bundestrainer Otto Becker. Nur Zuschauer war Maurice Tebbel (27) aus Emsbüren.

Es gab aber auch mehrere prominente Opfer in der Qualifikation mit dem 2012-Olympiasieger Steve Guerdat aus der Schweiz und Penelope Leprevost, die in Rio mit Frankreich Team-Gold gewonnen hatte. Auch Jessica Springsteen, Tochter des Rockmusikers, scheiterte mit Don Juan wie die anderen beiden US-Teilnehmer Kent Farrington und Laura Kraut.

Von Kai Rehberg