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SSC Palmberg Schwerin Allianz MTV Stuttgart Rivers macht den Unterschied: SSC Palmberg Schwerin scheitert im Pokal-Halbfinale

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21:20 11.12.2019
Greta Szakmáry beim Angriff gegen die Stuttgarterin Krystal Rivers. Im Hintergrund beobachtet SSC-Coach Felix Koslowski die Aktion. Quelle: Tom Bloch, www.tombloch.de
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Stuttgart

Das ist bitter für den SSC Palmberg Schwerin. Denn es war mehr drin. Doch zwischenzeitliche Schwächephasen und die im Entscheidungssatz überragende Stuttgarter Angreiferin Krystal Rivers besiegelten das Ausscheiden des Titelverteidigers im Volleyball-DVV-Pokal. Die Mecklenburgerinnen unterlagen am Mittwochabend bei Allianz MTV Stuttgart mit 2:3 (25:17, 23:25, 25:19, 19:25, 9:15). „Das ist enttäuschend, denn wir hatten die Chance, hier zu gewinnen“, fasste SSC-Trainer Felix Koslowski das emotionale, hart umkämpfte und spannende Spiel zusammen.

Die Verantwortlichen beider Mannschaften hatten die Bedeutung des Halbfinale bereits vor dem Beginn mit markigen Worten ganz weit oben eingestuft: Für Koslowski war es „das vorweg genommene Endspiel“. Für MTV-Sportdirektorin Kim Renkema, die mit ihrem Team im Mai den ersten deutschen Meistertitel in der Stuttgarter Vereinsgeschichte gefeiert hatte, sogar „das wichtigste Spiel des Jahres.“

Das Gipfeltreffen der beiden dominierenden deutschen Frauen-Volleyballteams hielt, was sich alle versprochen hatten. Und die mehr als Zuschauer in der Scharr-Arena - darunter exakt 14 Anhänger der Schwerinerinnen – sorgten für standesgemäße Stimmung. Allerdings verschlug es dem Schwaben angesichts des überragenden Starts der Gäste anfangs noch die Sprache. Die Schwerinerinnen dominierten von Beginn an. Stabil und sicher in der Annahme und konsequent im Angriff enteilten sie den sichtlich beeindruckten Stuttgarterinnen. Der SSC ließ im ersten Satz keine einzige Führung des Gegners zu und lag fix mit 7:1 und wenig später mit 19:9 vorn. Die niederländische Nationalspielerin Brit Bongaerts setzte den Schlusspunkt unter einen fulminanten und unerwartet einseitigen ersten Durchgang.

„Wir sind sehr gut gestartet. Aber wir wussten auch, dass Stuttgart das nicht so einfach hinnehmen würde“, sagte SSC-Kapitänin Denis Hanke.

Im zweiten Durchgang ging es deutlich spannender zu. Die Stuttgarterinnen kamen nun besser in die Partie, während Schwerin das Top-Niveau des ersten Satzes nicht halten konnte. Bis zum Stand von 20:20 war alles drin. Doch ein Netzfehler der ansonsten starken von Kimberly Drewniok bescherte den Gastgeberinnen beim Stand von 24:22 Satzbälle. MTV-Superstar Krystal Rivers, die der SSC zu Beginn der Partie weitestgehend unter Kontrolle bringen konnte, nutzte den zweiten zum Satzausgleich.

Der dritte Satz begann mit Zoff an der Seitenlinie: Koslowski ließ sich auf einen verbalen Schlagabtausch mit einem Offiziellen ein. Damit brachte er die ohnehin lautstarken Stuttgarter Fans gegen sich auf und kassierte gellende Pfiffe und Buh-Rufe. Seine Spielerinnen zeigten auf dem Feld die richtige Reaktion. Angeführt von einer überragenden Greta Szakmáry gingen sie unbeirrt auf Punktejagd. Die Ungarin führte das Team mit starken Annahmen, beeindruckender Feldabwehr und erfolgreichen Angriffen – der SSC hatte wieder die Oberhand gewonnen.

Schade nur, dass der SSC diese Konzentration, Entschlossenheit und Spielstärke nicht konstant zu zeigten vermochte. So gelang es dem Team von Coach Giannis Athanasopoulos den Tie-Break zu erzwingen. „Schade, wir hätten den vierten Satz gewinnen können. Hier sollte man sich nicht in den Tie-Break zwingen lassen“, war Hanke enttäuscht und traurig.

Im entscheidenden Satz lief Krystal Rivers zu Hochform auf: „Sie ist die Stuttgarter Lebensversicherung“, gestand Koslowski schmallippig ein. „Wer so eine Spielerin im Team hat, darf sich freuen. Glückwunsch.“ Die Stuttgarterinnen suchten im fünften Durchgang permant ihre 25-Jährige Top-Scorerin. „Die hätten sie angespielt, wenn sie auf der Bank gesessen hätten“, meinte der SSC-Trainer. Und Rivers machte ihre Sache überragend gut. Sieben der 15 Punkte zum Satzgewinn gingen allein auf ihr Konto. „Sie ist schwer zu stoppen. Aber wir kommen in zehn Tagen in der Meisterschaft wieder nach Stuttgart. Wir kämpfen weiter.“ versprach Koslowski kämpferisch. Seine Spielerinnen, die am Ende keine Mittel mehr fanden und teilweise kopflos agierten, haderten da noch über den geplatzten Traum von der Titelverteidigung im Pokal.

Das Finale bestreiten am 16. Februar Stuttgart und der Dresdner SC, der sich daheim mit 3:1 gegen den VfB Suhl durchsetzte.

SSC: Szakmáry, Adams, Bongaerts, Barfield, Drewniok, Dumancic, Pogany, Hanke, Luttikhuis, Barber

Von Christian Lüsch

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