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Sportmix SSC-Neuzugang Justine Wong: Großer Schritt zu neuen Zielen
Sportbuzzer Sportmix SSC-Neuzugang Justine Wong: Großer Schritt zu neuen Zielen
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16:37 29.10.2019
Erstes Spiel, erste Auszeichnung. Justine Wong-Orantes wurde bei ihrem Debüt im Team des SSC Palmberg Schwerin ausgezeichnet. Im Bundesligaspiel gegen Erfurt, das der SSC mit 3:1 gewann, war sie wertvollste Spielerin. Quelle: CORNELIUS KETTLER
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Schwerin

Ihr erster Arbeitstag beim SSC Palmberg Schwerin war außergewöhnlich. „Ich bin am 19. Oktober aus den USA nach Hannover geflogen. Kurz vor Mitternacht habe ich im Hotel die Mannschaft kennengelernt, am nächsten morgen mit ihr trainiert und schon am Abend den Sieg beim Supercup gefeiert. Besser hätte der Start nicht sein können“, meint Justine Wong-Orantes.

Dass die 24-Jährige beim deutschen Volleyball-Rekordmeister gelandet ist, war eher ein Zufall. „Wir hatten eigentlich vor, eine deutsche Libera zu verpflichten. Es war aber keine auf dem Markt. Irgendwann hatte ich dann im Sommer Kontakt zu einem Spielerberater aus den USA. Er bot uns Justine an. Ich haben nicht geglaubt, dass das klappen wird. Normalerweise sind Spielerinnen auf ihrem Niveau für uns zu teuer. Dass der Vertrag zustande kam, freut mich deshalb umso mehr“, sagt SSC-Cheftrainer Felix Koslowski.

Für Wong-Orantes ist der Wechsel nach Schwerin ein großes Abenteuer – Deutschland ist für die 1,68 Meter große Profisportlerin die erste Station außerhalb der Staaten. „Ich bin ein neugieriger Mensch, suche die Herausforderung und will Neues kennenlernen“, sagt die Kalifornierin, die südlich von Los Angeles in Torrance groß geworden ist.

„Hier in Schwerin ist alles ganz anders. Es sind viel weniger Menschen. Und es geht viel ruhiger und weniger hektisch zu als zu Hause in Kalifornien“, erzählt die US-Nationalspielerin. Vor dem Wechsel in die Volleyball-Bundesliga hat sich Wong-Orantes von Hannah Tapp beraten lassen, mit der sie zusammen in der US-Auswahl aktiv ist. Tapp spielte 2017 für den SSC und war Teil der Meistermannschaft. „Sie hat vom Trainer, vom Team und der Stadt geschwärmt und mir geraten, diesen Schritt zu machen.“

Trotz neuen Umfelds, fremder Kultur und Sprache – Anpassungsprobleme dürfte die ambitionierte Amerikanerin beim Spitzenteam kaum haben. Beim Training und den Spielen des SSC wird englisch gesprochen. Mit McKenzie Adams und Lauren Barfield stehen zwei weitere US-Amerikanerinnen unter Vertrag. SSC-Außenangreiferin Nele Barber kennt Justine Wong-Orantes vom Strand: Beide waren in der Vergangenheit beim Beachvolleyball aktiv. Am vergangenen Wochenende haben die Spielerinnen gemeinsam Barbers 25. Geburtstag gefeiert. Schon mittendrin: Justine Wong-Orantes, von der es im Team heiß, sie sei so nett und kommunikativ, dass man sie einfach liebhaben müsse.

Bei aller Harmonie: Koslowski erhofft sich durch den Transfer der Amerikanerin vor allem größeren Konkurrenzdruck im Team und sportlichen Erfolg. „Wir sind jetzt auf allen Positionen doppelt besetzt. Ich denke, dass sich Anna Pogany und Justine einen engen Kampf um einen Stammplatz liefern werden. Das wird richtig spannend“, sagt der 35-Jährige.

Für Wong-Orantes, die seit ihrem sechsten Lebensjahr Volleyball spielt und eine erfolgreiche College-Karriere im Bundesstaat Nebraska hinter sich hat, wäre Spielpraxis enorm wichtig. „Ich möchte mit dem SSC so viele Titel wie möglich gewinnen und mich mit den Erfolgen für einen Platz im US-Team empfehlen. Bei den Olympischen Spielen in Tokio im kommenden Jahr wäre ich sehr gern dabei.“

Auf dem Weg dahin warten jede Menge Spiele in der Bundesliga, im DVV- und im Europapokal. Am Mittwochabend (19.10 Uhr, Sport 1) sind die Schwerinerinnen zum Ligaduell in Vilsbiburg zu Gast. Am Sonnabend (19 Uhr) empfängt der SSC im Achtelfinale des DVV-Pokals den VC Wiesbaden.

Von Christian Lüsch

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