Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Sportmix Schweriner Volleyballerinnen können Istanbul nicht stoppen
Sportbuzzer Sportmix Schweriner Volleyballerinnen können Istanbul nicht stoppen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:00 14.03.2018
Anzeige
Schwerin

Dem Favoriten mit mutigem und risikoreichem Spiel die Stirn geboten, aber dennoch klar unterlegen. Der SSC Palmberg Schwerin hat das Halbfinal-Hinspiel im europäischen CEV-Cup gestern Abend gegen Eczacibasi Istanbul mit 0:3 (18:25, 19:25, 20:25) verloren.

Fast alles deutet darauf hin, dass der deutsche Meister zum vierten Mal in Folge den Einzug ins Endspiel des Europapokals verpassen wird – zum vierten Mal droht der Mannschaft von Trainer Felix Koslowski das Aus gegen eine Mannschaft aus der Türkei.

Dennoch: die Koslowski-Schützlinge verkauften sich gestern teuer. Angefeuert von knapp 2000 Zuschauern in der Palmberg-Arena, waren die Gastgeberinnen bestrebt, den Gegner mit druckvollen Aufschlägen zu Fehlern zu zwingen. 5:3 führte der SSC im ersten Durchgang, ehe Istanbul aufdrehte. Vor allen die serbische Nationalspielerin Tijana Boskovic gab immer wieder Kostproben ihrer Klasse. Die hammerharten Schläge der Diagonalangreiferin, die 2016 in Rio Olympia-Silber gewonnen hatte und 2017 mit Serbien Vizeweltmeisterin wurde, waren platziert und so gut wie nicht abzuwehren.

„Schade. Wir wollten gern wenigstens einen Satz gewinnen. Wir haben alles gegeben, doch Istanbul hatte immer mehr zuzusetzen als wir“, bilanzierte der Schweriner Trainer.

Zu Beginn des zweiten Satzes steigerten sich die Schwerinerinnen, lagen mit 7:4 und 13:10 vorn und hielten der wütenden Gegenwehr der Türkinnen zwischenzeitlich stand. Die hatten beim 15:15 erstmals ausgeglichen und drehten den Satz noch. Angesichts des 16:22-Rückstands nahm Koslowski eine Auszeit, um sein Team aufzurütteln. Zu spät. Zwar wehrte der SSC einen Satzball ab. Doch der zweite saß.

„Sich mit so einem starken Gegner zu messen, ist besonders. Trotzdem bin ich enttäuscht, dass uns in den entscheidenden Phasen immer wieder Fehler unterlaufen sind. Und die hat der Gegner stets bestraft“, war Denise Hanke nach dem Aufeinandertreffen mit ihrem ehemaligen Verein traurig.

Den Vorwurf, nicht alles versucht zu haben, mussten sich die SSC-Mädels aber auch im dritten Satz nicht gefallen lassen. Die Zuschauer bejubelten eine Aufholjagd, bei der ihre Lieblinge einen 8:14-Rückstand fast wettmachten und auf 12:14 verkürzten. Aus der Ruhe brachte das die Gäste aber nicht. „Daran erkennt man die Klasse. Die sind so gut und selbstbewusst, dass sie stets eine Antwort haben“, erkannte Koslowski die Leistung des Gegners an.

Im zweiten Halbfinale standen sich gestern Abend der MTV Stuttgart und Minchanka Minsk aus Weißrussland gegenüber. Der Bundesliga-Spitzenreiter unterlag 2:3. Das Rückspiel der Schwerinerinnen findet am Dienstag kommender Woche in Istanbul statt.

SSC Palmberg Schwerin: Szakmáry, Lippmann, Geerties, Carocci, Hanke, Dumancic Barfield, Oluic, Alanko, Bettendorf, Schölzel.

Christian Lüsch

Mehr zum Thema

Die OZ stellt die Bürgermeister-Kandidaten vor – heute Thomas Beyer (SPD)

10.03.2018

MV mit eigenem Stand / Ausländische Gäste im Fokus

10.03.2018

Martin Selmayr gilt als einer der mächtigsten Eurokraten in Brüssel. Gründlich, fleißig, brillant. Und verhasst. Sein jüngster Coup lief irgendwie aus dem Ruder. Jetzt stellt auch das Europaparlament Fragen.

12.03.2018

Richard Freitag holt in Lillehammer den fünften Platz, die übrigen Deutschen landen außerhalb der Top 10. Kamil Stoch holt seinen 28. Weltcup-Sieg.

14.03.2018
Sportmix Trotz Entscheidung für Prokop - Alle Handball-Nationalspieler bleiben an Bord

Mehrere Handball-Nationalspieler sollen mit Rücktritt gedroht haben, falls Bundestrainer Christian Prokop bleibt. Nach der DHB-Entscheidung für Prokop bleiben aber nun wohl doch alle zusammen.

14.03.2018

Die 46-jährige Andrea Eskau hat bei den Paralympics in Pyeongchang Gold im Biathlon gewonnen.

14.03.2018