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Sportmix Seawolves-Siegesserie reißt bei zweiter Saisonniederlage in Jena
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Seawolves-Siegesserie reißt bei zweiter Saisonniederlage in Jena

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19:45 13.12.2020
Seawolves-Center Keith Wright (l., hier in einer früheren Partie) konnte die Niederlage in Jena mit 15 Punkten nicht verhindern. Quelle: Foto: Gunnar Rosenow
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Jena

Nun ist es doch passiert. Die Rostock Seawolves mussten gestern nach sieben Siegen in Folge mal wieder eine Niederlage einstecken. Mit 79:86 (43:38) unterlagen sie nach einem starken ersten Viertel bei Science City Jena, bleiben aber vorerst Spitzenreiter der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Dies liegt vor allem daran, dass sie mehr Spiele absolviert haben, als ihre Konkurrenten, die mit Nachholspielen noch mit den Rostockern gleichziehen oder sogar vorbeiziehen können.

Seawolves-Cheftrainer Dirk Bauermann, der wieder auf Rain Veideman, Stefan Ilzhöfer, Ronalds Zakis und Nicolas Buchholz verzichten musste, analysierte: „Wir haben extrem dominant angefangen und sehr gut gespielt. Danach haben wir etwas den Fuß vom Gaspedal genommen. Das kann man sich gegen eine solch hungrige Mannschaft wie Jena nicht erlauben“. Das Ergebnis geht seiner Meinung nach aber „hundertprozentig in Ordnung“.

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Zu Beginn des Spiels sprach nicht viel dafür, dass die Gäste nach sieben ungeschlagenen Partien mal wieder als Verlierer vom Platz gehen würden. Nach nicht einmal fünf Minuten führten die Rostocker schon mit zehn Punkten (14:4) und schraubten das Ergebnis bis Ende des ersten Viertels auf 29:16 hoch. Besonders die Spielmacher Brad Loesing und Behnam Yakhchali zeigten dabei ihre Klasse und erzielten 23 der 29 Zähler. Jena fand zu diesem Zeitpunkt keine Mittel.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts änderte sich das Spielgeschehen. Rostocks Würfe fanden seltener den Weg in den Korb. Jena verteidigte aggressiver und kaufte dem Tabellenführer mehr und mehr den Schneid ab. Bis zur Pause schmolz der Vorsprung auf fünf Punkte (43:38).

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit fanden die Hansestädter nicht mehr zu ihrem variablen und flexiblen Angriffsspiel des ersten Viertels. Zudem fielen auch freie Würfe nicht mehr. Jena zog Punkt für Punkt davon. Ein ähnliches Bild wie in den vergangenen beiden Seawolves-Partien entwickelte sich dann im letzten Viertel. Dort lagen sie wenige Minuten vor Schluss mit mehr als sieben Punkten zurück, konnten sowohl in Tübingen als auch im Heimspiel gegen Heidelberg den Spieß noch umbiegen und die Spiele für sich entscheiden.

In Jena gelang dies nicht. Die Gastgeber ließen in der Schlussphase nichts mehr anbrennen und gewannen verdient.

Für Rostock ist die zweite Saisonniederlage kein Beinbruch. Vielmehr hat das Spiel gezeigt, woran die Seawolves noch arbeiten müssen. Gerade die Konstanz in der vor der Spielzeit neu zusammengestellten Mannschaft fehlt teilweise noch. Coach Bauermann sieht sein Team aber weiter auf dem richtigen Kurs. „Es geht nicht um Siegesserien oder darum, wer nach acht, neun Spielen Erster ist. Eher geht es darum, wer am Ende in den Playoffs eine gute Rolle spielt. Da sehe ich uns weiterhin auf einem guten Weg“, resümierte er.

Auch die Eisbären Bremerhaven – in der Liga als einziges Team bis gestern noch ungeschlagen – mussten gegen die Bayer Giants Leverkusen ihre erste Saisonniederlage hinnehmen.

Für die Rostock Seawolves geht es in den englischen Wochen der 2.Liga ProA schon am Mittwoch (19:30 Uhr) weiter. Dann gastieren die Römerstrom Gladiators Trier in der Hansestadt. Der Tabellenzehnte musste am Wochenende eine herbe 69:105-Klatsche gegen Paderborn einstecken. Rostock geht als Favorit ins Duell mit den Süddeutschen, das in der Stadthalle wieder ohne Zuschauer ausgetragen wird.

Seawolves: Yakhchali 26 Punkte/3 Rebounds, Loesing 16/0, Wright 15/10, Reischel 12/6, Gloger 4/4, Carter 3/4, Theis 3/1, Jost 0/1.

Von Marten Vorwerk