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Seawolves beschenken Kids und Gegner Hagen

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17:43 22.12.2019
Seawolves vs. Phoenix Hagen Quelle: Gunnar Rosenow
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Rostock

Die Rostock Seawolves hätten sich nichts sehnlicher gewünscht, als ihren Anhängern zwei Tage vor Heiligabend mit einem Sieg zu beschenken. Doch daraus wurde nichts. Gegen Phoenix Hagen unterlag der Basketball-Zweitligist 74:87 (34:43). Es war die zweite Pleite in Folge. Die Seawolves (12 Punkte) mussten den Kontrahenten in der Tabelle vorbeiziehen lassen, belegen nun den zwölften Platz.

„Uns hat nach einem guten Start der Wille und der Biss gefehlt, heute zu gewinnen. Das war nicht Pro-A-tauglich“, kritisierte ein sichtlich enttäuschter Jens Hakanowitz und polterte weiter. „Wir haben keine Antworten auf die Umstellungen der Hagener gefunden und verdient verloren.“

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Trainer Milan Skobalj konnte der scharfen Kritik nicht zustimmen. „Hagen uns mit der Umstellung auf Zonenverteidigung überrascht. Dadurch wurde es ein sehr schweres Spiel. Aber dass wir mit der Leistung nicht in die Liga gehören, sehe ich anders“, konterte der Serbe.

Im 50. Spiel in der Pro A fehlte überraschend Malik Pope. Nach internen Querelen wurde sein Vertrag unter der Woche aufgelöst. Zudem fehlte Mauricio Marin wegen einer Rückenverletzung. Dennoch starteten die Hausherren furios. Die Seewölfe führten nach sechs Minuten bereits 13:0 – so eine Serie zum Start einer Partie gab es seit 2014 noch nie. Zwar kamen die Phönixe im Anschluss besser in die Begegnung. Dennoch nahmen die Rostocker einen 20:14-Vorsprung mit in die Viertelpause.

Auf der Tribüne war der Gast von Anfang an konkurrenzfähig. Die etwa 50 Hagener Fans überlegten sich – passend zum Warnemünder Strand – eine Beach-Mottofahrt, reisten mit T-Shirts, Sonnenbrillen und Strandhüten an. Sie lieferten sich mit den Heimfans einen lautstarken Schlagabtausch. Scheinbar kam das bei ihren Spielern sehr gut an. Denn nach der ersten kurzen Pause stellten die Hagener die Seawolves vor immer größere Probleme. Nach 17 Minuten drehten die Gäste die Partie, führten 34:32 und legten nach. Der Rückstand der Seawolves wuchs bis zur Pause auf neun Zähler an.

In der Halbzeit gab es dann die große Premiere des sogenannten Teddy Bear Toss. Die Fans wurden aufgefordert, Kuscheltiere für wohltätige Zwecke auf das Parkett zu werfen. Die Resonanz war überwältigend. Über 1000 Plüschtiere fanden den Weg aufs Spielfeld und wurden im Anschluss säckeweise eingesammelt. Schon morgen sollen die Stofftiere Kindern in karitativen Einrichtungen der Hansestadt zu Gute kommen.

Sich selbst beschenken konnten die Seawolves im Anschluss allerdings nicht. Die Hagener agierten souverän und bauten vor allem im vierten Abschnitt ihren Vorsprung kontinuierlich aus und feierten nach der Schlusssirene ausgelassen mit ihrem Anhang.

Bis zum 2. Weihnachtstag haben die Seawolves-Akteure frei. Dann geht es in die direkte Vorbereitung auf das letzte Heimspiel des Jahres. Am 29. Dezember (16 Uhr) empfangen die Rostocker den Spitzenreiter Chemnitz Niners in der Stadthalle.

Seawolves:Diouf 13 Punkte/7 Rebounds, Marin 17/2, Hujic 8/2, Sitton 8/1, Nicholas 6/3, Pope 5/2, Jost 5/2, Hicks 5/0, Alte 4/5, Bogdanov 2/0.

Von René Warning