Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Sportmix Alle Verträge laufen aus: Seawolves unter Handlungsdruck
Sportbuzzer Sportmix

Seawolves führen Kurzarbeit ein, Trainer vor Verlängerung

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
18:33 18.03.2020
Seawolves-Trainer Dirk Bauermann hat eine Bilanz von fünf Siegen und fünf Niederlage. Sowohl die Seawolves, als auch der Chef an der Bande können sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit vorstellen. Quelle: Gunanr Rosenow
Anzeige
Rostock

Kurzarbeit, Abwicklung des Ticketverkaufs, Vertragsverhandlungen mit Trainer Dirk Bauermann, Kaderentwicklung und den Vereinsbetrieb auf ein Minimum herunterfahren: Der Aufgabenberg für die Verantwortlichen des Basketball-Zweitligisten Rostock Seawolves ist wegen des am Wochenbeginn verkündeten, vorzeitigen Saisonendes in der ProA riesengroß.

„Die Spielzeit abzubrechen war richtig. So haben wir Planungssicherheit im organisatorischen Bereich. Wir haben sofort begonnen, den Wirtschaftsbereich des Klubs – also die Seawolves – auf ein Minimum herunterzufahren“, erklärte André Jürgens, der Vereinspräsident des Stammvereins EBC Rostock. Ein erster dieser Schritte ist ein großer Einschnitt in die bisher so erfolgsversprechende Profi-Geschichte der Seawolves. „Wir haben vergangene Woche die Anträge auf Kurzarbeit für 22 Mitarbeiter, Trainer und Spieler abgegeben. Am Montag haben wir dann alle Vereinsmitglieder über die derzeitige Lage im Verein informiert und zeitgleich um Unterstützung gebeten“, sagte Jürgens weiter.

Schon jetzt steht fest, dass der Schaden durch die Krise um den Corona-Virus einen sechsstelligen Betrag ausmachen wird. „Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Deswegen haben wir unsere Fans und Sponsoren gebeten, ihre bereits gekauften Tickets für die abgesagten Spiele gegen Trier und Heidelberg nicht zurückzugeben“, berichtete der EBC-Chef, der überwiegend positive Rückmeldung bekommen hat. Bislang seien nur vereinzelnd Erstattungsanträge beim Klub eingegangen. 4000 Karten waren schon verkauft.

Neben den kurzfristig zu regelnden Angelegenheiten begannen parallel aber auch die Vorbereitungen auf die neue Saison. Mit Trainer Dirk Bauermann laufen bereits die Vertragsverhandlungen. Der 62-jährige Ex-Nationaltrainer Deutschlands und mehrfacher Deutscher Meister kam erst im Januar zu den Seawolves. Unabhängig vom vorzeitigem Saisonende auf Platz zwölf, war die Bilanz mit fünf Siegen und fünf Niederlagen ausgeglichen. Unterschrieben ist ein Vertrag allerdings noch nichts. „Beide Seiten haben signalisiert, dass sie sich vorstellen können, weiter miteinander zu arbeiten. Wir sind aber noch in den ersten Gesprächen und hoffen, dass wir gemeinsam auch ins Ziel finden“, erklärt Jens Hakanowitz. Erst wenn es ein neuer Trainerkontrakt unterzeichnet ist, wird die Kaderplanung für die neue Spielzeit vorangetrieben. Und auch das wird eine Mammutaufgabe. Denn keiner der Spieler steht nach dem 30. April noch unter Vertrag.

Bauermann selbst wandte sich gestern in einer Videobotschaft auf Instagram an die Fans. „Manchmal sind im Leben andere Dinge viel wichtiger als der Sport und der Basketball. Passt auf Euch und aufeinander auf“, wünscht er den Anhängern der Ostseestädter. Eine neue Saison mit den Seawolves kann er sich offenbar sehr gut vorstellen. „Die zwei Monate haben mir großen Spaß gemacht. Insbesondere wegen der großartigen Fans. Ich finde, dass wir mit Sicherheit die besten in der ProA haben. Natürlich hoffe ich sehr stark, und alle Zeichen gehen in diese Richtung, dass wir gemeinsam hier in Rostock noch viele Siege feiern dürfen.“ Scheint so, als wäre in unruhigen Zeiten zumindest die Trainerfrage bei den Seewölfen bald geklärt.

Von René Warning

Die Saison der Rostock Seawolves hat im Zuge der Corona-Virus-Krise ihr vorzeitiges Ende gefunden. Alle bisherigen Spiele werden gewertet. Damit belegen die Basketballer Platz zwölf. Chemnitz und Bremerhaven steigen auf.

16.03.2020

Erst sollte es ein Geisterspiel gegen Stuttgart geben, doch dann zog die Liga die Reißleine. Die Bundesliga-Saison der Schweriner Volleyballerinnen ist vorzeitig beendet. Auch wenn der SSC Palmberg auf dem 1. Tabellenplatz steht: einen regulären Meister gibt es in diesem Jahr nicht.

13.03.2020

Das Corona-Virus verbreitet sich in Deutschland. Das hat auch Auswirkungen auf Sportereignisse in Mecklenburg-Vorpommern. In unserem Liveticker erfahren Sie die jüngsten Entwicklungen.

12.03.2020