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Sportmix Seawolves gewinnen wegweisendes Spiel in Schwenningen
Sportbuzzer Sportmix Seawolves gewinnen wegweisendes Spiel in Schwenningen
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16:20 24.11.2019
Tony Hicks steigt hoch zum Korb und erzielt hier zwei seiner insgesamt 16 Zähler gegen Schwenningen. Der US-Boy war damit erfolgreichster Schütze bei den Seawolves.
Tony Hicks steigt hoch zum Korb und erzielt hier zwei seiner insgesamt 16 Zähler gegen Schwenningen. Der US-Boy war damit erfolgreichster Schütze bei den Seawolves. Quelle: Thomas Käckenmeister
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Villingen-Schwenningen/Rostock

Demonstrativ stehen Jens Hakanowitz, der Sportliche Leiter der Seawolves, der in die Kritik geratene Trainer Milan Skobalj und Co-Trainer Andreas Barthel zusammen mit zwei Betreuern am Spielfeldrand in der Schwenninger Deutenberghalle. Sie ballen ihre Fäuste siegesgewiss zusammen und legen ihre Handgelenke als Zeichen des Zusammenhalts aneinander. Die Aussage dieser Geste ist klar: In schwierigen Zeiten stehen wir als Team hinter dem Team füreinander ein, geben uns Kraft. Und die Message schien auch bei den Spielern der Rostock Seawolves angekommen zu sein. Die Zweitliga-Basketballer erarbeiteten sich nach der längsten Auswärtsfahrt der Saison (ca. 950 Kilometer) einen 81:70 (46:33)-Erfolg gegen die Panthers Schwenningen (Baden-Württemberg). Es war der vierte Sieg im elften Saisonspiel. Zwar ist die Quote für alle, die es mit den Seewölfen halten, kaum zufriedenstellend. Dennoch: Dass die Ostseestädter mit dem zweiten Sieg in der Fremde die Abstiegsplätze verlassen haben und als neuer Tabellenzehnter (8 Punkte) nur zwei Zähler hinter dem Achten Gladiators Trier – sie belegen den letzten Play-off-Platz – liegen, dürfte vorerst für Ruhe sorgen.

Milan Skobalj war zufrieden mit der Leistung seines Teams. „Unsere Verteidigung hat das Spiel entschieden. Wir haben nur 33 Punkte in der ersten Halbzeit zugelassen und ihre beiden besten Punktesammler bei null Zählern gehalten. Im dritten Viertel haben wir nicht mehr konstant getroffen. Diesen Makel haben wir in der Defensive behoben“, lobte der Serbe, der nach der Peinlich-Pleite gegen Ehingen (80:85) in der Vorwoche unter Zugzwang stand.

Doch er und seine Mannschaft hielten dem Druck stand. Die Hansestädter legten eine starke erste Halbzeit hin, führten nach 15 Minuten bereits mit 16 Zählern (37:21). Zwar kamen in der Folge die Hausherren immer besser ins Spiel, glichen am Ende des dritten Viertels sogar aus (56:56). Davon ließen sich die Gäste aus Rostock allerdings nicht beeindrucken. Sie zogen rechtzeitig das Tempo wieder an und mit Punkten davon.

Vor dem Spiel gab es Spekulationen, dass der Serbe Skobalj im Falle einer Niederlage gegen den Abstiegskandidaten vorzeitig den Hut hätte nehmen müssen. André Jürgens, Vorsitzender des Stammvereines EBC Rostock, beschwichtigt. „Wir analysieren Woche für Woche die Spiele und beschäftigen uns natürlich auch mit dem insgesamt unbefriedigenden Saisonstart. Letztlich müssen wir unsere Schlüsse ziehen und schauen, an welcher Stelle wir was ändern können. Und das müssen nicht immer personelle Schrauben sein, an denen wir drehen. Es können auch inhaltliche Dinge sein, die verändert werden müssen“, sagt Jürgens.

Eine Jobgarantie für Skobalj ist das nicht. Dafür ist die Situation beim Pro-A-Aufsteiger von 2018 noch zu prekär. Allerdings hat der Familienvater nun zwei Wochen Zeit, die Spielweise seiner Mannschaft und mögliche Probleme zu justieren. Denn erst am 7. Dezember sind die Seawolves das nächste Mal gefordert. Dann geht es zu den Karlsruhe Lions. Drei Tage später steht das nächste Heimspiel gegen Bremerhaven auf dem Programm. Die Partie in der Stadthalle wird von der OSTSEE-ZEITUNG präsentiert.

Seawolves: Hicks 16 Punkte/5 Rebounds, Alte 12/3, Marin 12/2, Nicholas 11/6, Diouf 9/5, Jost 7/4, Bogdanov 6/1, Hujic 4/2, Pope 4/6, Sitton 0/2.

Von René Warning