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Segeln J/22 starten Mittwoch mit Weltmeisterschaft
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17:23 08.07.2019
Die Segler im J/22 starten ab Mittwoch in die Weltmeisterschaft vor Warnemünde. Quelle: Pepe Hartmann
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Warnemünde

Bis morgen müssen die 31 Steuermänner oder Steuerfrauen der Bootsklasse J/22 noch warten, dann geht es auch für sie und ihre Crews in den wichtigsten Wettkampf der Saison. Vor Warnemünde segeln die Teams bis Sonnabend um den Weltmeistertitel in ihrer Klasse. Flottenobmann Frank Sturm spricht im Interview über die WM, das familiäre Flair und die Schwierigkeiten der Segelklasse.

 

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Herr Sturm, es ist eher ungewohnt, dass sie und die Klassenvereinigung in Warnemünde zu Gast sind. Wie kommt es dazu?

Frank Sturm: Wir sind in der Regel in Travemünde gefahren und wollten den internationalen Gästen auch Mal ein anderes Gebiet präsentieren. Die Veranstalter der Warnemünder Woche haben uns von Anfang an mit offenen Armen empfangen und es war schnell klar, dass wir hier segeln wollen.

 

Was spricht denn für Warnemünde als Austragungsort?

Es ist ein tolles Segelrevier, mit viele Herausforderungen auf dem Wasser. Unsere Boote liegen im Hafen Hohe Düne. Dort haben wir viel Platz, finden dort beste Bedingungen vor. Hier fühlt man sich schnell wohl.

 

Vor den Wettkämpfen stand die obligatorische Vermessung an. Lief alles reibungslos?

Tatsächlich hat ein Boot wegen eines zu kleinen Segels keine Startgenehmigung bekommen. Andere Boote waren zu leicht und müssen noch mit Bleigewichten beschwert werden. Das ist schon eine Herausforderung im Detail, aber zwingend notwendig, um gleiche Voraussetzungen für alle Segler zu schaffen. Das wertet den Wettkampf auf, da es dann mehr auf das seglerische Können der einzelnen Crews ankommt, anstatt auf das Material.

 

Wie beurteilen Sie die abgelaufenen Pre-Worlds?

Die Vorwettkämpfe haben wenig Aussagekraft. Es geht mehr darum, das Segelrevier kennenzulernen. Aber die Sportler haben davon gut Gebrauch gemacht. Letztlich ist es schade, dass wir nur am Sonnabend segeln konnten.

 

Und was erwarten Sie sportlich von der Weltmeisterschaft?

Es wird ein sehr freundschaftlicher, fairer Wettkampf werden. Die Segler kennen sich untereinander, die Stimmung ist hervorragend. Die WM ist eine gute Möglichkeit ambitioniert zu segeln und dabei trotzdem gemeinsam Spaß zu haben

 

Und wer ist ihr Favorit auf den Titel?

Ich gehe davon aus, dass Reiner Brockerhoff und Jean-Michel Lautier den Kampf das Rennen unter sich ausmachen.

 

Was macht die Bootsklasse eigentlich J/22 aus?

Sie ist einfach zu bedienen und auch die körperliche Beanspruchung hält sich im Rahmen Wer also fit ist, sollte keine Probleme mit der Klasse haben. Darüber hinaus sind die Boote gut transportierbar und sind auch im Einstiegspreis recht günstig.

 

Und doch gibt es immer weniger Segler in der Klasse?

Das stimmt. Solche Klassen wie die J70 sind attraktiver, weil dort beispielsweise Bundesliga gesegelt wird. Die Liga stellt dann die Boote am Wettkampfort. Bei Weltmeisterschaften fahren 200 Teams mit. Und dennoch hoffen wir, dass unsere Vorzüge wieder besser erkannt werden und wir mehr Nachwuchsathleten für unsere Klasse gewinnen können.

René Warning

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