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Segeln Laser-Klassen starten beim Europacup
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17:25 10.07.2019
Über 215 Starter nehmen am Europacup der Laser vor der Ostseeküste teil. Damit bildet die Klasse die größte Flotte bei der Warnemünder Woche. Quelle: Pepe Hartmann/Archiv
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Warnemünde

Wenn Malte Hahn heute um die Mittagszeit in seinem Boot der Klasse Laser 4.7 auf die Ostsee hinaus segelt, steht für ihn ein ganz besonderer Wettkampf auf dem Programm. Erstmals ist der 15-Jährige in seiner neuen Klasse auf der Warnemünder Woche beim Europacup dabei. Zwar ist das für den Warnemünder ein Heimspiel, doch nach seinem Umstieg vom Optimisten in die Laser-Klasse beginnt für ihn eine neue sportliche Zeitrechnung.

Hahn freut sich auf seinen ersten Auftritt im neuen Boot vor heimischer Küste. „Ich bin aufgeregt, aber im positiven Sinne. Ich habe einfach Spaß am Segeln und freue mich auf das große internationale Teilnehmerfeld“, sagt der Schüler der Ecolea in Warnemünde.

Dass er überhaupt in die Laser-Klasse gewechselt war, gehört zum Lauf der Ding. „Ich wurde für den Optimisten zu schwer und zu alt. Der Laser ist die Nachfolge-Klasse“, erzählt Hahn.

Schon im Alter von fünf Jahren saß der Zehntklässler das erste Mal in einem Segelboot. Fünf Jahre später meldete er sich dann bei Warnemünder Segel-Club an und ist seitdem im Verein aktiv. Zwei bis drei Mal die Woche schippert der Jugendliche auf die Ostsee oder alternativ auf die Warnow hinaus und trainiert mit seinen Teamkameraden.

Zwar ist das Segeln für den Blondschopf nur Hobby, doch verbessern will sich Malte Hahn immer. „Ich bin schon sehr ehrgeizig. Wenn man nicht Erster ist, gibt es immer Luft nach oben“, meint der Sportler. Dass er das Revier in- und auswendig kennt, dürfte für ihn ein Vorteil sein. Doch als Klassen-Neuling hängt er seine Ziele nicht ganz so hoch. „Ich erhoffe mir einen Platz im vorderen Drittel des Feldes. Das hängt auch etwas von den Windbedingungen ab“, meint Hahn.

Er hofft vor allem auf Sonne und viel Wind. Den Vorhersagen zufolge könnte sein Wunsch in Erfüllung gehen. Für Spitzenpositionen dürfte es beim Laser-Debüt vor Warnemünde nicht reichen. Denn beim Europacup hat sich ein internationales Top-Teilnehmerfeld angekündigt.

In der Klasse 4.7 von Malte Hahn dürfte Ole Schweckendiek der größte Favorit sein. Vor wenigen Wochen deklassierte er bei den Leichtgewichtlern bis zu 65 Kilo, die in der kleinsten Laserklasse fahren, das Feld . Er sicherte sich souverän den Sieg in Schleswig-Holstein. Mit gerade einmal 14 Jahren ist Schweckendiek der jüngste Sieger der Kieler Woche. Noch vor vier Wochen segelte er in Südfrankreich zu EM-Bronze.

Im Laser Radial ist vor allem die weibliche Konkurrenz mit Top-Sportlern dabei. Aus Rostocker Sicht ruhen die Hoffnungen auf Hannah Anderssohn, die sich nach langwieriger Knieverletzung wieder zurück ins Segelboot gekämpft hat. Starke und favorisierte Gegner sind mit Lena Haverland aus Schwerin und Pia Kuhlmann aus Wunsdorf (Niedersachsen) dabei.

Insgesamt sind 215 Starter aus 25 Nationen sind gemeldet. Damit bilden die Laser die größte Flotte bei der 82. Auflage des maritimen Events. „Es ist eine beliebte Klasse, weil es keine Materialschlacht gibt. Es gewinnt der beste Segler oder die beste Seglerin“, benennt die Klassen-Vorsitzende Alexandra Behrens die Gründe für die Beliebtheit der olympischen Jolle. Bis Sonntag segeln die Athleten um die besten Platzierungen in ihrer Wertung.

René Warning

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