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Segeln Maksymilian Wojcik dominiert Raceboard-WM
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18:23 09.07.2019
Mit bis zu 50 Kilometer pro Stunde rasen die Raceboarder über die Ostsee. 113 Teilnehmer sind bei der WM der Windsurfer am Start. Quelle: Pepe Hartmann
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Warnemünde

Kaum hat Maksymilian Wojcik sein Surfboard und das dazugehörige Segel am Strand von Warnemünde abgelegt, kommt er aus dem Lächeln nicht mehr heraus. Sechs Wettfahrten hat der Pole auf dem Raceboard bei der diesjährigen Weltmeisterschaft auf der 82. Warnemünder Woche bislang absolviert. Sechs Mal landete das Windsurf-Ass ganz vorne.

Wojcik kann sein Glück kaum fassen. „Dass es hier in Warnemünde so gut los geht, hätte ich nie erwartet. Es fühlt sich wie ein Traum an. Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon mal besser anlief“, jubelte der fünffache Weltmeister.

Dabei war er sich selbst nicht sicher, ob er überhaupt soweit vorne mitsegeln würde. „Bei den Europameisterschaften wurde ich Vierter. Nun musste ich schauen, wie es anläuft und es hat bisher super geklappt“, berichtete Wojcik.

Vor allem die für das Windsurfen eher rauhen Bedingungen kommen dem Titelfavoriten entgegen. „Meine Segelheimat liegt in Zoppot an der polnischen Ostseeküste. Das kann man vom Wasser und vom Wind her durchaus mit Warnemünde vergleichen. Dadurch habe ich sicherlich einen kleinen Vorteil bei diesem Wettkampf.“

Dass in den nächsten Tagen der Wind und damit verbunden der Wellengang etwas abnehmen soll, stört den begabten Surfer nicht. „Der Unterschied wird dann sein, dass kleinere Fehler nicht so einfach zu korrigieren sind, weil man dann weniger Tempo hat. Aber ich fühle mich gut, habe eine gute Geschwindigkeit und hoffe, dass ich das Niveau halten kann“, sagt Wojcik.

Fast einsam drehte der WM-Führende seine Runden. Mit fünf Punkten in der Low-Point-Wertung – für den Sieg in einem Durchgang gibt es einen Punkt, für den zweiten Platz zwei etc. – liegt Maksymilian Wojcik acht Punkte vor dem Spanier Alexander Buchau und dessen Landsmann Toni Colomar Torres (19).

Bei den Damen hat sich Aleksandra Blinnika an die Spitze des Feldes gesetzt. Allerdings ist die Konkurrenz noch gering. Wegen der harten Brandung haben allein acht Surferinnen auf den Start verzichtet. Das dürfte sich in den nächsten Tagen mit einer ruhigeren See ändern.

Unterdessen ist Junioren-Europameister Felix Kupky noch nicht richtig in Fahrt gekommen. Der 16-Jährige liegt mit 25 Punkten nur auf Platz sechs. Bester Deutscher ist Richard Sprenger, der mit 16 Punkten Platz drei belegt und gute Chancen auf eine Medaille hat.

Thomas Michaelis, Klassenpräsident der Raceboarder, ist trotz des hohen Tempos in der jeweiligen Spitzengruppe nicht ganz zufrieden mit den ersten beiden WM-Tagen. „Die Topleute haben mit den Bedingungen keine Probleme. Aber es fahren viele Teilnehmer mit, die sonst eher an ruhigere Gewässer gewöhnt sind. Das macht es für sie nicht so einfach“, sagte der WM-Organisator.

Noch bis Sonntag surfen die Raceboarder um den Titel.

Ergebnisse unter: warnemuender-woche.com

René Warning

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