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00:21 03.04.2018
Wismar

Rost, vergammeltes Holz, kaputte Schwimmkörper. „Die Teile sind zu faul, um auseinanderzufallen“, scherzt Uwe Schwill. Dabei ist dem Vorsitzenden des Yachtclubs Wismar 61 e. V. beim Anblick der Slipanlage nicht zum Lachen zumute. Eine neue muss her. Schwill: „Mit der Slipanlage steht und fällt unsere Jugendarbeit.“ Und die wird im Verein großgeschrieben.

14 100 Euro Fördermittel / Feier zum 20. Hafengeburtstag in Wendorf

400

Mitglieder hat der

Yachtclub Wismar

zurzeit. Die 150 Liegeplätze für Segel- und

Motorboote sind belegt. Die Kinder- und

Jugendarbeit nimmt

einen wichtigen

Stellenwert in der

Vereinsarbeit ein.

Die Jüngsten erlernen das Segeln im Optimisten und steigen später auf den Laser oder

andere weiterführende

Bootsklassen um.

Sportministerin Birgit Hesse (SPD) hat dem Verein einen Fördermittelbescheid über 14100 Euro übergeben. Das Geld stammt aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ und kann für Sportstätten eingesetzt werden.

Die gesamte Anlage kostet 27000 Euro. Spätestens bis Ende September soll sie fertig sein. Dann richtet Wismars erfolgreicher Segelverein die internationale deutsche Meisterschaft in der 470er Bootsklasse und die internationale deutsche Jugendmeisterschaft in der 420er aus. 200 Boote mit jeweils zwei Seglern plus Trainer und Eltern werden dann auf dem Vereinsgelände erwartet.

Ohne die Slipanlage läuft bei Trainings- und Wettfahrten nichts. „Wir haben lange Zeit geflickt, nach 20 Jahren muss eine neue her. Die Schwimmkörper sind kaputt, die Unterkonstruktion des beweglichen Teils ist hinüber. Das Seewasser ist eben aggressiv“, so Schwill.

Der Yachtclub zählt rund 400 Mitglieder, die 150 Liegeplätze für die Wassersportler (Segel- und Motorboote) sind belegt. „Wir sind wie ein kleiner Betrieb, der mit viel Ehrenamt geführt wird“, sagt Schwill. Noch herrscht scheinbare Ruhe. Boote werden für die Saison überholt, ehe sie wieder ins Wasser gelassen werden. Kinder und Jugendliche trainieren Ausdauer und Kraft für die Regattasaison.

Wassersport kennt keinen Winterschlaf.

Der 20. Hafengeburtstag des Yachtclubs wird vom 30. April zum 1. Mai in der Bootshalle gefeiert. Mit Festumzug, Musik und Tanz. Die älteren Mitglieder werden mit Stolz zurückblicken, was geschaffen wurde.

Damals lagen so 20, 30 Boote an Tonnen im Wasser. Slipanlage und Mole gab es nicht. Die Boote wurden über eine Brücke mit Schienen zum Wasser vorgeschoben und umständlich zu Wasser gelassen. Die Mitglieder hatten unheimlich viel Eigenleistung erbracht. Als Vater des Projektes gilt Hubert Hausold, heute Ehrenvorsitzender und mit dem Verein eng verbunden. Ein Stein vor der „Hubert Mole

erinnert an die Zeit vor 20 Jahren, auf einer Schiffsschraube sind die Kreditbürgen von damals verewigt. Uwe Schwill wünscht sich, dass sich mehr Leute aktiv in den Verein einbringen. Zum Beispiel als Trainer. Der 50-Jährige ist schon seit dem 1. Januar 1978 Vereinsmitglied. Seine Liebe zum Segeln ist bis heute ungebrochen. Der Yachtclub kann auf viele erfolgreiche Segler verweisen. Der bekannteste ist Jan Kurfeld. 2007 gewann er den Weltmeistertitel der Junioren sowie den Deutschen und Norddeutschen Meistertitel in der olympischen Finn-Dinghy-Klasse. Schwill: „Man hat bei uns alle Möglichkeiten, segeln zu gehen, aber man bekommt es nicht immer vermittelt. Ich denke, es liegt nicht am Geld, sondern daran, dass es nicht genutzt wird.“

Im letzten Jahr wurde die große Krananlage für die größeren Boote für rund 10000 Euro erneuert, in diesem Jahr kommen die Slipanlage und eine Art Schwimmsteg hinzu, auf den Schlauchboote auffahren können. Doch vorher wird der 20. Hafengeburtstag gefeiert. „Das Vereinsleben ist uns wichtig“, freut sich Uwe Schwill.

Heiko Hoffmann

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